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Johann Ofner

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Datei:Johann Ofner.jpg
Johann Ofner
Datei:Ofnergrab 1.JPG
Familiengrab Ofner auf dem Hauptfriedhof St. Pölten, in dem auch Johann Ofner und Hermann Ofner bestattet sind

Johann Ofner (* 6. November 1816 in Nauders; † 16. Juli 1887 St. Pölten)<ref name=Rathaus>Thomas Karl (Hrsg.): 500 Jahre Rathaus St. Pölten. Magistrat der Landeshauptstadt St. Pölten, St. Pölten 2003.</ref><ref name=oebl>Karl GutkasOfner Johann. In: Österreichisches Biographisches Lexikon 1815–1950 (ÖBL). Band 7, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1978, ISBN 3-7001-0187-2, S. 217.</ref> war österreichischer Politiker (Deutschliberale Partei und deren Folgeparteien), Abgeordneter zum niederösterreichischen Landtag und zum Reichsrat sowie 10. Bürgermeister von St. Pölten.

Leben

Johann Ofner wurde am 6. November 1816 im Tiroler Nauders als Sohn eines Kaufmanns geboren. Er besuchte ein Gymnasium in Meran, studierte kurz Philosophie an der Universität Trient, bevor er sein Jusstudium in Innsbruck absolvierte.<ref name=Landtag><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Landtag Niederösterreich zu Johann Ofner (Memento des Vorlage:IconExternal vom 20. Oktober 2020 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/noe-landtag.gv.at (PDF; 727 kB)</ref> 1848<ref name=Strassen>Manfred Wieninger: St. Pöltner Straßennamen erzählen. Löwenzahn, Innsbruck 2002, ISBN 3-7066-2208-4.</ref> oder 1849<ref name=oebl/> ließ er sich in St. Pölten als Advokat nieder. 1850 wurde er als Mitglied der deutschliberalen Partei in den ersten St. Pöltner Gemeinderat gewählt, dem er bis zu seiner Wahl zum Bürgermeister 1870 angehörte.<ref name=Rathaus/> Darüber hinaus war Ofner ab 1861 bis zu seinem Tod Abgeordneter zum niederösterreichischen Landtag.<ref name=Landtag/>

Er wurde auch in den Reichsrat entsandt, das erste Mal 1861. In seiner ersten Amtszeit war er Mitglied in zahlreichen Ausschüssen, so wurde unter seiner Mithilfe unter anderem das Stempel- und Gebührengesetz von 1862 ausgearbeitet.<ref name=NFP17071887>† Reichsraths-Abgeordneter Dr. Ofner. In: Neue Freie Presse, 17. Juli 1887, S. 3 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/nfp</ref> 1867 verzichtete er, als Gegner des Österreichisch-Ungarischen Ausgleichs, auf eine Wiederwahl.<ref name=Rathaus/>

Nachdem sich seine Partei im Zuge des Gründerkrachs zersplittert hatte, trat er für eine der Nachfolgeparteien, dem „Verein der Verfassungsfreunde“, zur Reichsratswahl 1873 an. Kurz danach war er Mitglied der Fortschrittspartei.<ref name=Landtag/> Als sich diese mit der Verfassungspartei zu den Vereinigten Linken zusammenschloss, wechselte er zu dieser Partei.<ref name=meyer6_20_48>Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage, Band 20, Seite 48, online bei Zeno.org</ref> Bereits 1885 trennte er sich mit Teilen seiner Partei ab und gründete den Deutschen Klub.<ref name=meyer6_4_733>Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage, Band 4, Seite 733, online bei Zeno.org</ref> Schon 1882 trat er vom Amt des Bürgermeisters zurück. Dies dürfte vor allem an den Angriffen seines Parteikollegen und ehemaligen Angestellten Karl Heitzler im St. Pöltner Wochenblatt gelegen haben.<ref name=Rathaus/> Bis er seine Kanzlei 1884 an seinen Sohn Hermann Ofner übergab, war er immer auch als Advokat tätig<ref name=hofhandbuch>Hof- und Staats-Handbuch des Kaiserthumes Österreich für das Jahr 1868, Seite 40, online bei Google Books</ref>, für die Stadt St. Pölten erledigte er Rechtsgeschäfte kostenlos.<ref name=Rathaus/>

Johann Ofner verstarb am 16. Juli 1887, als aktiver Mandatar in Landtag und Reichsrat, in St. Pölten an Marasmus<ref name=NFP18071887>† Reichsraths-Abgeordneter Dr. Ofner. In: Neue Freie Presse, 18. Juli 1887, S. 1 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/nfp</ref> und wurde am Hauptfriedhof St. Pölten bestattet.

Ehrungen

  • Dr.-Ofner-Gasse in St. Pölten (1887)<ref name=Strassen/>
  • Ehrenbürger der Stadt St. Pölten (1857)<ref name=Rathaus/>
  • Ehrenbürger der Stadt Ybbs an der Donau<ref name=Rathaus/>
  • Ehrenbürger der Stadt Scheibbs<ref name=Rathaus/>

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

VorgängerAmtNachfolger
Franz Utsch von GillenbachBürgermeister von St. Pölten
1870–1882
Josef Kleinhaipl

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