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Klaus Ringwald

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Datei:Christchurch Gateway Canterbury 2 (4902670782).jpg
Christus auf dem Thron am Christ-Church-Gate der Kathedrale von Canterbury

Klaus Ringwald (* 6. August 1939 in Schonach im Schwarzwald; † 29. November 2011 ebenda<ref>Der Künstler Klaus Ringwald stirbt im Alter von 72 Jahren.</ref><ref>Zum Tode von Klaus Ringwald.</ref>) war ein deutscher Bildhauer.

Leben

Ringwald verbrachte seine Jugend in seinem Geburtsort Schonach. Nach einer Schnitzerlehre in Triberg ging er mit 21 Jahren an die Kunstschule von Ferdinand Demetz in St. Ulrich in Südtirol. Im Anschluss arbeitete er zwei Jahre als Mitarbeiter bei Karl Baur in München und wechselte dann an die Akademie der Bildenden Künste Nürnberg zu Hans Wimmer.

Seit 1969 war Ringwald als freischaffender Künstler tätig. 1995 wurde ihm der Ehrentitel Professor h.c. verliehen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Drucksache 13/4185 (Memento des Vorlage:IconExternal vom 24. Oktober 2007 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www3.landtag-bw.de (PDF; 182 kB), Landtag von Baden-Württemberg 13. Wahlperiode, vom 24. März 2005</ref> Er lebte und arbeitete in Schonach im Schwarzwald.

Klaus-Ringwald-Stiftung

Stiftungszweck der Klaus-Ringwald-Stiftung mit Sitz in Schonach ist die Erhaltung, die Pflege und die weitere Verbreitung des künstlerischen Lebenswerks des Stifters Klaus Ringwald als Bildhauer, wobei die Ausstellung der Werke schwerpunktmäßig in Schonach/Schwarzwald erfolgen soll.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Klaus-Ringwald-Stiftung (Memento des Vorlage:IconExternal vom 5. Juli 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.rp.baden-wuerttemberg.de auf der Seite des Regierungspräsidiums Freiburg</ref> Die Stiftung ist Besitzerin des Gesamtwerks und sorgt dafür, dass der Bestand zusammenbleibt und als solcher präsentiert wird.

Werk

Datei:Hechingen Marktplatzbrunnen 1.jpg
Marktplatzbrunnen in Hechingen

Klaus Ringwalds künstlerisches Wirken ist geprägt durch den Wandel der Zeit. Sein künstlerisches Lebenswerk gliedert sich in drei Schaffensschwerpunkte: Neben seinen Tiergestalten, die oftmals schalkhaft-witzig wirken und die Komik des Augenblicks festhalten, widmete er sich über Jahre hinweg bildhauerisch dem Porträtieren von deutschen Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Kunst und Kirche und weniger bekannten Personen aus seinem persönlichen Umfeld. Dritter Schwerpunkt seines Schaffens sind seine Arbeiten im öffentlichen Raum, die mitunter eine Verbindung aus tierischem und menschlichem Subjekt sind.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.schloss-messkirch.deKlaus Ringwald: Köpfe und Viecher unserer Zeit (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2019. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot, Text in einer Einladung zur Ausstellung in Meßkirch, 2009</ref> Neben den Skulpturen für den öffentlichen Raum schuf Ringwald auch Bronzebüsten und Reliefs, unter anderem von Hermann Prey, Dietrich Fischer-Dieskau und Edith Stein.

Für Kontroversen sorgte in den Jahren 1998–2000 der von Ringwald geschaffene Brunnen in der Hechinger Innenstadt, auf dem neben andern historischen Szenen die Vertreibung von Hechinger Juden durch Nationalsozialisten dargestellt ist. Eine der Nazi-Figuren trug deutlich erkennbar die Gesichtszüge des Hechinger SPD-Stadtrats Jürgen Fischer, der zuvor im Gemeinderat als schärfster Gegner des Brunnenprojekts aufgetreten war. Nach zweijährigem Rechtsstreit mussten Fischers Gesichtszüge vom Brunnen abgeschliffen werden.<ref>Schwäbische Heimat 2001/1, S. 120</ref>

Werke im öffentlichen Raum

  • Bad Dürrheim: Kath. Kurkirche, Ausstattung mit Kreuz, Altar, Ambo, Portal, 1972–1974
  • Bad Säckingen: Geschichtsstele, Rudolf-Eberle-Platz
  • Bobenthal: Liturgische Ausstattung der St.-Michaels-Kirche.
  • Canterbury: Christus auf dem Thron, Skulptur am Christ-Church-Gate der Kathedrale
  • Durlach: Lebensbrunnen
  • Graben-Neudorf: Kath. Pfarrkirche St. Wendelinus Neudorf, Kreuzigungsgruppe im Chorraum, Kreuzweg und Apostelleuchter (entstanden 1974 bzw. 1977)<ref> Festschrift 250 Jahre Pfarrei St. Wendelinus Graben-Neudorf (1974), S. 74 </ref><ref> Festschrift 275 Jahre Pfarrei St. Wendelinus Graben-Neudorf - Die jüngsten 25 Jahre (1999), S. 12, 13, 15, 16 </ref>
  • Hechingen: Brunnen am Marktplatz
  • Mannheim: Zelebrationsaltar in der Jesuitenkirche
  • Villingen: Münsterbrunnen<ref>Alemannische Seiten, mit Foto</ref>, Portaltüren Münster Unsere Liebe Frau
  • Waghäusel: Marienbrunnen
  • Wiesenbach: Gestaltung des Chorraumes der Kirche St. Michael

Literatur

  • Klaus Ringwald, Rolf Legler: Menschen gestalten Menschengestalten. Klaus Ringwald. Neue Bronzeporträts. Belser, Stuttgart 2004, ISBN 3-7630-2447-6
  • Klaus Ringwald, Paul Häussler: Der Marienbrunnen in Waghäusel. Belser, Stuttgart 1990, ISBN 3-7630-1977-4
  • Bronzeportale am Villinger Münster, Alfons Deissler, Herbert Schade: Bronzeportale am Villinger Münster. Belser, Stuttgart 1985, ISBN 3-7630-1959-6
  • Klaus Ringwald, Rolf Legler, Kurt Müller: Der Münsterbrunnen in Villingen. Belser, Stuttgart 1992, ISBN 3-7630-2093-4

Weblinks

Commons: Klaus Ringwald – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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