Diclofop-methyl
| Strukturformel | ||||||||||||||||||||||
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| Struktur von (±)-Diclofop-methyl | ||||||||||||||||||||||
| 1:1-Gemisch aus (R)-Form (oben) und (S)-Form (unten) | ||||||||||||||||||||||
| Allgemeines | ||||||||||||||||||||||
| Name | Diclofop-methyl | |||||||||||||||||||||
| Andere Namen |
(RS)-Methyl-2-[4-(2,4-dichlorphenoxy)phenoxy]propanoat (IUPAC) | |||||||||||||||||||||
| Summenformel | C16H14Cl2O4 | |||||||||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
farblose geruchlose Kristalle<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref> | |||||||||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||||||||||||||
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| Eigenschaften | ||||||||||||||||||||||
| Molare Masse | 341,19 g·mol−1 | |||||||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest | |||||||||||||||||||||
| Dichte |
1,3 g·cm−3<ref name="GESTIS" /> | |||||||||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
39–41 °C<ref name="GESTIS" /> | |||||||||||||||||||||
| Siedepunkt |
175–176 °C (0,13 hPa)<ref name="GESTIS" /> | |||||||||||||||||||||
| Löslichkeit |
praktisch unlöslich in Wasser<ref name="GESTIS" /> | |||||||||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||||||||
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| Toxikologische Daten | ||||||||||||||||||||||
| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | ||||||||||||||||||||||
Diclofop-methyl ist selektives Nachlaufherbizid und wird beim Anbau von Weizen und Sommergerste gegen Flughafer und beim Anbau von Rüben ebenfalls zur Bekämpfung von Flughafer aber auch Hirsearten eingesetzt.<ref>Rudolf Heitefuss: In Pflanzenschutz: Grundlagen der praktischen Phytomedizin, 3. neubearbeitete und erweiterte Auflage, Georg Thieme Verlag Stuttgart, ISBN 3-13-513303-6.</ref><ref name="umweltlexikon">Müfit Bahadir, Harun Parlar, Michael Spiteller: In Springer Umweltlexikon, 2. Auflage, Springer Verlag Berlin Heidelberg New York, ISBN 3-540-63561-0.</ref> Es gehört zur Wirkstoffklasse der Aryloxyphenoxypropionate.
Geschichte
Die Markteinführung erfolgte in den späten 1970er Jahren durch die Hoechst AG, die im Chemiepark Knapsack 1979 die erste Produktionsanlage für das Herbizid unter dem Markennamen Illoxan in Betrieb nimmt.<ref>chemiepark-knapsack.de: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />1970–1979 Neue Arbeitsgebiete im Hoechst Werk Knapsack ( vom 27. Juli 2010 im Internet Archive).</ref>
Diclofop-methyl ist unter den Markennamen Illoxan, Hoelon und One Shot im Handel und war bis 31. Dezember 2001 unter einem Patentschutz auf die Firma Agrevo (später Bayer CropScience) registriert.
Mit der Entscheidung der Europäischen Kommission vom 5. Dezember 2008 sollte Diclofop-methyl spätestens bis 31. Dezember 2010 die Zulassung als Pestizid für die Europäische Gemeinschaft entzogen werden.<ref>Entscheidung der Kommission vom 5. Dezember 2008 über die Nichtaufnahme bestimmter Wirkstoffe in Anhang I der Richtlinie 91/414/EWG des Rates (PDF)Vorlage:Abrufdatum.</ref>
In der Schweiz, Österreich und Deutschland ist Diclofop-methyl mittlerweile nicht oder nicht mehr als Pflanzenschutzmittel zugelassen.<ref name="PSM">Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit der Europäischen Kommission: Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der EU-Pestiziddatenbank; Eintrag in den nationalen Pflanzenschutzmittelverzeichnissen der Schweiz, Österreichs und DeutschlandsVorlage:Abrufdatum</ref> In Südtirol darf es verwendet werden.<ref>Autonome Provinz Bozen Südtirol: Erlaubte Pflanzenschutzmittel, Beschluss vom 1. Juli 2014.</ref>
Wirkung
Durch Hydrolyse des Esters wird der eigentlich herbizide Wirkstoff, die Carbonsäure Diclofop, nach der Anwendung freigesetzt.<ref name="umweltlexikon" /> Es ist ein Inhibitor des Enzyms ACCase (Acetyl-CoA-Carboxylase).<ref>Hans-Walter Heldt: Plant biochemistry. Elsevier Academic Press 2005, ISBN 0-12-088391-0.</ref>
Analyse
Diclofop-methyl kann mit Hilfe der Gaschromatographie nachgewiesen werden.<ref>Depository Services Program der Kanadischen Regierung (PDF; 14 kB).</ref>
Einzelnachweise
<references />
- Seiten mit Skriptfehlern
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- Gesundheitsschädlicher Stoff bei Verschlucken
- Giftiger Stoff bei Hautkontakt
- Sensibilisierender Stoff
- Umweltgefährlicher Stoff (chronisch wassergefährdend)
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- Dichlorbenzol
- Diphenylether
- Ethoxybenzol
- Propansäureester
- Pflanzenschutzmittel (Wirkstoff)
- Herbizid
- Carbonsäuremethylester