Zum Inhalt springen

Bernardo Sassetti

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 16. September 2024 um 20:41 Uhr durch imported>Joehawkins (Leben: Prémio Carlos Paredes ergänzt).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Bernardo da Costa Sassetti Pais (* 24. Juni 1970 in Lissabon; † 10. Mai 2012<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Nachruf bei (Memento vom 13. Mai 2012 im Internet Archive) Público (portugiesisch)</ref>) war ein portugiesischer Pianist und Komponist, der in den Bereichen des Jazz, der klassischen Musik und der Filmmusik arbeitete.

Leben

Bernardo Sassetti war der Urenkel des früheren Präsidenten Sidónio Pais. Er begann im Alter von neun Jahren mit einer klassischen Klavierausbildung, u. a. in der „Academia dos Amadores de Música“, bevor er 1987 eine Musikerlaufbahn im Jazz begann. Er arbeitete zunächst in lokalen Clubs (u. a. im Hot Clube de Portugal) und trat auf Festivals mit Al Grey, John Stubblefield, Frank Lacy und Andy Sheppard auf. In den 1990er Jahren hielt er sich eine Weile in London auf und arbeitete mit Guy Barker (Into the Blue, 1995). 1994 erschien sein erstes Album unter eigenem Namen. Ab Anfang der 2000er Jahre arbeitete er in Lissabon als Komponist für Filmmusik, als Leiter eines Trios mit dem Bassisten Carlos Barretto und dem Schlagzeuger Alexandre Frazão, sowie als Solist und im Duo mit dem Pianisten Mário Laginha, mit dem er die Alben „Mário Laginha/Bernardo Sassetti“ und „Grândolas“ einspielte. Zuletzt veröffentlichte er seine Aufnahmen bei Clean Feed Records und Trem Azul.

Sassetti arbeitete außerdem mit Conrad Herwig, der kubanischen Band Sierra Maestra, Carlos Martins/Cindy Blackman, Luís Represas, Carlos do Carmo, Perico Sambeat („Perico“), Guillermo McGill und Andy Hamilton. Er wirkte 1999 am Soundtrack Der talentierte Mr. Ripley als Pianist im Napoli Jazz Septet mit und schrieb Filmmusik für verschiedene Werke des Portugiesischen Films, etwa für Quaresma von José Álvaro Morais oder Maria e as outras von José de Sá Caetano.

Sassetti wurde 1995 für den Mercury Award nominiert. 2003 wurde sein Album Nocturno mit der ersten Auflage des renommierten Schallplattenpreises Prémio Carlos Paredes ausgezeichnet.

Er war mit der Schauspielerin Beatriz Batarda verheiratet, mit der er zwei Kinder hatte.

Am 10. Mai 2012 verunglückte Sassetti tödlich, als er von Felsklippen nahe der Praia do Guincho (bei Cascais) stürzte.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />expresso.sapo.pt (Memento vom 11. August 2014 im Internet Archive)</ref> Seither wurde immer wieder an ihn erinnert, etwa im September 2012 in einer mehrtägigen Konzertreihe mit dem Trio Bernardo Sassetti und Gästen im Teatro São Luiz.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref>

Diskografie

Lua-Fehler in package.lua, Zeile 80: module 'Module:Musikcharts/countries' not found

  • 1994: Salsetti
  • 1996: Mundos
  • 2002: Nocturno (Bernardo Sassetti Trio)
  • 2003: Mário Laginha - Bernardo Sassetti
  • 2004: Grândolas (mit Mário Laginha)
  • 2004: Indigo + Livre (Doppel-CD)
  • 2005: Alice (Filmmusik)
  • 2005: Ascent (Bernardo Sassetti Trio2)
  • 2006: Unreal: Sidewalk Cartoon
  • 2007: Dúvida (Theatermusik)
  • 2007: Trés Pianos (mit Mário Laginha und Pedro Burmester)
  • 2009: Um Amor de Perdição (Filmmusik)
  • 2009: Palace Ghosts and Drunken Hymns (mit Will Holshouser Trio)
  • 2009: Second Life (Filmmusik)
  • 2010: Motion (mit Alexandre Frazão)
  • 2010: Carlos do Carmo Bernardo Sassetti (CD + DVD)
  • 2014: Abril a quatro mãos (mit Mário Laginha)
  • 2019: Solo
  • 2021: Menina do mar (mit Beatriz Batarda)

Filmografie (Auswahl)

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein