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Falun

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Falun
Staat: SchwedenDatei:Flag of Sweden.svg Schweden
Provinz (län): Dalarnas län
Historische Provinz (landskap): Dalarna
Gemeinde (kommun): Falun
Koordinaten: 60° 36′ N, 15° 38′ OKoordinaten: 60° 36′ N, 15° 38′ O
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Status: Tätort
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Bevölkerungsdichte: 1471 Einwohner/km²
Falun västra
Koordinaten: 60° 36′ N, 15° 34′ O
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SCB-Code: B105
Status: Tätort
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Bevölkerungsdichte: 571 Einwohner/km²
Liste der Tätorter in Dalarnas län
Datei:Falun Stadtpanorama.jpg
Falun Stadtpanorama mit Sprungschanze
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Kupfermine mit Schachtkopf
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Grubenmuseum

Falun (früher Fahlun, schwedisch <templatestyles src="IPA/styles.css" />[ˈfɑːˈlɵn] <phonos file="LL-Q9027 (swe)-Moonhouse-Falun.wav"></phonos>) ist eine Stadt in der schwedischen Provinz Dalarnas län und der historischen Provinz (landskap) Dalarna. Die Stadt ist Hauptort der gleichnamigen Gemeinde und Sitz der Provinzverwaltung von Dalarnas län.

Falun ist berühmt für seine Bergwerke, die zusammen mit den Arbeitervierteln und der Industrielandschaft Kopparbergslagen zum Weltkulturerbe der UNESCO gehören.

Geschichte

Die Stadt entwickelte sich im Zuge des Kupferbergbaus, der ab dem 11. Jahrhundert am Tiskasjöberg nachgewiesen ist. Der Bergbau wurde anfänglich von Bauern betrieben. Im 14. Jahrhundert wurden am Unterlauf des Flusses Faluån regelmäßig Märkte abgehalten und rund um den Marktplatz entwickelte sich eine kleine Siedlung.

Mit der zunehmenden Bedeutung des Bergwerkes wuchs die Siedlung und 1641 erhielt Falun die Stadtrechte. Falun war damals mit ungefähr 6000 Einwohnern eine der größten Städte Schwedens. Die Kupferbergwerke zu Falun standen damals für etwa zwei Drittel der Weltproduktion. Der Abbau erfolgte planlos, und 1687 stürzte ein großer Teil der Grube ein. Damit endete ihre Blütezeit und ihr Niedergang begann. Literarisch verarbeitet ist eines der Bergwerksunglücke in der Kalendergeschichte Unverhofftes Wiedersehen von Johann Peter Hebel und in der Erzählung Die Bergwerke zu Falun von E. T. A. Hoffmann.

1761 zerstörten zwei Brände etwa zwei Drittel der fast ausschließlich aus Holz gebauten Stadt. Beim Wiederaufbau wurden die wichtigsten Gebäude aus Stein bzw. Schlacke erbaut. Die Bevölkerungszahl nahm aber kontinuierlich ab und um 1850 hatte Falun nur noch 4000 Einwohner.

Der Bau der Eisenbahn brachte Falun einen neuen Aufschwung. Falun wurde an die Bahnstrecke Orsa–Falun, die Bahnstrecke Falun–Gävle und an die Bergslagsbanan nach Göteborg angeschlossen, Fabriken siedelten sich in der Stadt an. Im 20. Jahrhundert entwickelte sich die Stadt zu einem Verwaltungs- und Schulzentrum, während der traditionelle Bergbau seinem Ende zuging. 1992 wurde die letzte Grube geschlossen.

In der Mitte des 20. Jahrhunderts wurde das Zentrum der Stadt weitgehend umgestaltet; einige öffentliche repräsentative Gebäude (wie z. B. Bergslagskontoret, Rathaus, Kronobränneriet, Landshövdingsresidenset und Kopparvågen) blieben erhalten. Zusammen mit drei Arbeitervierteln aus dem 17. Jahrhundert, die dem großen Brand nicht zum Opfer gefallen waren, der Industrielandschaft rund um das Bergwerk und der Kulturlandschaft der Bergleute der Umgebung bilden sie seit 2001 ein Weltkulturerbe.

In den letzten Jahrzehnten wuchsen Falun und umliegende Orte zusammen, insbesondere die östlich anschließenden Orte Korsnäs und Hosjö, wodurch sich die Stadt nun entlang dem gesamten Nordufer des Sees Runn erstreckt. 2015 wurde ein westlich des Zentrums am Nordufer des Sees Stora Vällan gelegener Ortsteil vom Statistiska centralbyrån als eigenständiger Tätort Falun västra (‚Falun West‘) ausgegliedert.

Wirtschaft

Falun ist heute vor allem Dienstleistungszentrum. Neben der Kommunalverwaltung beherbergt Falun auch die Provinzialverwaltung und die Verwaltung des Provinziallandtages. Auch einige Institute der Hochschule Dalarna befinden sich in Falun. Tourismus ist ebenfalls ein wichtiger Wirtschaftszweig. Hauptattraktionen sind die Stadt und das Bergwerk, das Skisprungzentrum Lugnet und das nahegelegene Sundborn, in dem sich das Heim des Malers Carl Larsson befindet.

Sport

Datei:Falun lugnet skijump 1.jpg
Skisprungschanzen in Falun
Datei:Falu BS BK vs Kalix Bandy 2013-01-27 01.jpg
Die Bandymannschaft des Falu BS, Heimspiel im Lugnets Eisstadion

Falun ist das Zentrum für nationale und internationale Wintersportwettkämpfe. So befindet sich in Falun der Sitz des Schwedischen Skiverbands sowie das Sport- und Freizeitareal Lugnet, in dem neben den Lugnet-Schanzen auch ausgedehnte Skilanglaufloipen und Abfahrtspisten liegen. Auf den Schanzen fanden bis 2002 Wettbewerbe im Skisprung-Continental-Cup und im Weltcup der Nordischen Kombination statt. Seit 2002 ist Falun jedoch nur noch Austragungsort für den FIS Cup und Skisprung-Continental-Cup sowie für Weltcuprennen im Skilanglauf.

Falun war Austragungsort der Nordischen Skiweltmeisterschaften 1954, 1974, 1993 und 2015. 1980 wurde zudem ein Wettbewerb, der nicht olympisch war, in Falun ausgetragen.

Falun kandidierte vergeblich um die Olympischen Winterspiele 1988 und 1992.

Falun und Gävle trugen 1980 gemeinsam die A-Junioren-Weltmeisterschaft im Eishockey aus. Bei den Biathlon-Weltmeisterschaften 1986 richtete Falun die Frauenwettbewerbe aus.

Neben Wintersport gibt es in Falun auch Wassersport auf den vielen Seen in der Umgebung. Im Motorbootrennsport ging es neben schwedischen Meisterschaften zwischen 1968 und 1992 einmal um einen Europa- und drei Mal um einen Weltmeistertitel. Dabei waren zwei Mal deutsche Fahrer erfolgreich.<ref>Angaben laut Abfrage beim Rennbootarchiv</ref> 2012 waren die Gegend um Falun und der Stadtpark Austragungsorte der Orientierungslauf-Europameisterschaften.

Falun ist auch bekannt durch seine Bandymannschaft des Falu BS, die viele Jahre langin der höchsten Liga Schwedens spielte.

Die Unihockeymannschaft IBF Falun gewann in den Jahren 2013 bis 2015 dreimal hintereinander den schwedischen Meistertitel sowie den Champions-Cup-Titel, die höchste Auszeichnung im Vereinsunihockey.

Söhne und Töchter der Stadt

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Städtepartnerschaft

Städtepartnerschaften bestehen mit Hamina in Finnland, mit Røros in Norwegen, mit Vordingborg in Dänemark, mit Gütersloh in Deutschland und mit Grudziądz in Polen.

Siehe auch

Weblinks

Commons: Falun – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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