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Heinersdorf (Kroppen)

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Heinersdorf
Gemeinde Kroppen
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city&title=Heinersdorf 51° 23′ N, 13° 48′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 51° 22′ 45″ N, 13° 47′ 55″ O
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Höhe: 110 m
Eingemeindung: 1938
Postleitzahl: 01945
Vorwahl: 035755
Datei:Pulsnitz heinersdorf kroppen.JPG
Pulsnitz zwischen Heinersdorf (links) und Kroppen (rechts)

Heinersdorf ist ein Ortsteil im Süden der Gemeinde Kroppen im südbrandenburgischen Landkreis Oberspreewald-Lausitz.

Geografie

Datei:Nebelsieck Greischel 1910 (Kreiskarte) Ortrand IMG 7331.JPG
Heinersdorf auf einer geschichtlichen Karte des Kreises Liebenwerda (1910).

Der etwa 385 Hektar umfassende Ort befindet sich etwa zwei Kilometer nordöstlich von Ortrand am östlichen Rand der Schradenniederung an der Einmündung des Kieperbaches in die Pulsnitz.

Geschichte

Urkundliche Ersterwähnung und Ortsname

Heinersdorf wurde vermutlich um 1349 urkundlich als „Heinrichsdorf“ erstmals erwähnt. Der Ortsname wird als „Siedlung eines Heinrich“ gedeutet. Weitere Formen des Ortsnamens waren im Lauf der Zeit: Heinrichsdorf (1350, 1406), Heinrichstorff (1425), Heynersdorf (1520), Heinersdorf (1524), Hennersdorf (1748) und Hennersdorf b. Ortrandt im Jahre 1791.<ref name="Der Schraden Heinersdorf"/><ref name="HOV"/>

Weitere Entwicklung des Ortes

Heinersdorf soll als Straßendorf mit Gelängeflur angelegt worden sein. Laut dem entsprechenden Kapitel im 2005 erschienenen Band 63 der Publikationsreihe Werte der deutschen Heimat handelt es sich bei Heinersdorf allerdings vermutlich eher um ein Reihendorf. Dieses Dorf wurde im Jahre 1495 zusammen mit der Stadt und dem Schloss Ortrand vom Herzog von Sachsen, Albrecht der Beherzte, für 1900 Rheinische Gulden an Friedrich von Lüttichau verpfändet. Ab 1551 war es Bestandteil des Amtes Ortrand.<ref name="Der Schraden Heinersdorf"/><ref name="HOV"/>

Die Einwohner des Ortes betrieben zu jener Zeit hauptsächlich Ackerbau und Viehzucht. Außerdem waren sie seit dem 16. Jahrhundert nach Kroppen eingepfarrt. 1565 wird Caspar Hommel als Besitzer der Korn- und Sägemühle an der Pulsnitz genannt<ref>Kathleen Weser: Stimmung auf Mühlenhof in Kroppen in: Lausitzer Rundschau, Ausgabe Senftenberg, 6. Juni 2017; abgerufen am 7. Juni 2017</ref>. 1681 verkaufte die Stadt Ortrand das Dorf an Haubold von Miltitz, der auf Scharfenberg saß und auch das benachbarte Kroppen besaß. Um 1748 gab es im 16 Hufen großen Heinersdorf 14 besessene Mann sowie sieben Häusler. Zu jener Zeit war Heinersdorf Bestandteil des Amtes Großenhain.<ref name="HOV"/>

Nachdem Heinersdorf infolge der Bestimmungen des Wiener Kongresses 1815 vom Königreich Sachsen an die preußische Provinz Sachsen gefallen war, kam es 1819 zum Kreis Spremberg-Hoyerswerda. Im Jahre 1952 kam es zum neu entstandenen Kreis Senftenberg.<ref name="HOV"/>

Im Jahre 1938 erfolgte schließlich die Eingemeindung des Ortes in die benachbarte Gemeinde Kroppen.<ref name="Der Schraden Heinersdorf"/><ref name="HOV"/>

Literatur

  • Luise Grundmann, Dietrich Hanspach (Verf.): Der Schraden. Eine landeskundliche Bestandsaufnahme im Raum Elsterwerda, Lauchhammer, Hirschfeld und Ortrand. Hrsg.: Institut für Länderkunde Leipzig und der Sächsischen Akad. der Wissenschaften zu Leipzig. Böhlau Verlag, Köln/Weimar/Wien 2005, ISBN 3-412-10900-2.

Weblinks

Anmerkungen und Einzelnachweise

<references> <ref name="Der Schraden Heinersdorf">Luise Grundmann, Dietrich Hanspach (Verf.): Der Schraden. Eine landeskundliche Bestandsaufnahme im Raum Elsterwerda, Lauchhammer, Hirschfeld und Ortrand. Hrsg.: Institut für Länderkunde Leipzig und der Sächsischen Akad. der Wissenschaften zu Leipzig. Böhlau Verlag, Köln/Weimar/Wien 2005, ISBN 3-412-10900-2, S. 234.</ref>

<ref name="HOV">Heinersdorf im Historischen Ortsverzeichnis von SachsenVorlage:Abrufdatum, abgerufen am 23. Dezember 2017</ref> </references>