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Anja Hauptmann

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Anja Hauptmann (* 15. Juni 1941 in München; † 11. September 2025 in Bad Belzig) war eine deutsche Fernsehansagerin, Sängerin, Liedtexterin und Übersetzerin.

Leben

Anja Hauptmann wurde 1941<ref>Anja Hauptmann, Abi Ofarim (mi., Sänger), Klaus Wowereit (Bürgermeister von Berlin), Feier zum 70. Geburtstag von Anja Hauptmann, Restaurant „Fischerhütte am Schlachtensee“, Zehlendorf, Berlin, Deutschland, Europa, Party, feiern, Geburtstagsfeier, Geburtstagsparty, rosa Rose, Kette, Schmuck, (Photo by Peter Bischoff/Getty Images). Getty Images, 15. Juni 2011, abgerufen am 12. September 2025.</ref> als Tochter Benvenuto Hauptmanns (1900–1965) und dessen vierter und letzter Ehefrau Barbara, geb. Kemp (1908–1982) in München<ref name="Bio" /> geboren. Ihr Vater war ein Sohn des Schriftstellers Gerhart Hauptmann, ihre Mutter die Tochter der Opernsängerin Barbara Kemp.<ref>Standesamt Berlin III, Geburtsurkunde Nr. 1018 vom 26. Oktober 1908</ref> Sie hatte einen Halbbruder, den Physiker Arne Hauptmann (1932–1992).<ref>Hauptmann-Nachlass – Ungeheures durchgemacht. Der Spiegel 17/1962, 24. April 1962, abgerufen am 20. April 2013.</ref>

Die Kindheit und Schulzeit verlebte Hauptmann abwechselnd in Deutschland und der Schweiz. In München absolvierte sie die Mittlere Reife, in Zürich eine Dolmetscherschule. 1961 nahm sie Schauspielunterricht bei Hilde Körber und machte eine Ausbildung als Autorin.<ref name="Bio" /> Als Schauspielschülerin wurde sie an der Münchner Otto Falckenberg Schule aufgrund ihrer Größe von 1,86 m von Gerd Brüdern abgelehnt.<ref name="Article1" />

1966 bekam Hauptmann einen Sohn, den späteren Musiker Emanuel Hauptmann, den sie allein großzog.<ref name="Bio">Anja Hauptmann, Autorin – Biografie</ref><ref>Barbara Jänichen: Dichter-Urenkel Emanuel Hauptmann macht als Musiker Karriere. In: Berliner Morgenpost. 21. Juni 2009, abgerufen am 31. Dezember 2025.</ref> 1996 wechselte sie den Wohnsitz von München nach Berlin. In den 2020er-Jahren zog sie in ein Seniorenheim in Bad Belzig und starb dort am 11. September 2025 an Organversagen.<ref name="Star">Tanja May, Iris Rosendahl: 70er-Star Anja Hauptmann gestorben. In: bild.de. 11. September 2025, abgerufen am 12. September 2025.</ref><ref>Schlagersängerin Anja Hauptmann ist tot. In: t-online.de. Abgerufen am 11. September 2025.</ref>

Wirken

Von 1961 an arbeitete Hauptmann beim neu gegründeten ZDF in Wiesbaden und Mainz. Ab Sendestart 1963 bis 1964<ref name="Bio" /> gehörte sie zu den ersten Ansagerinnen.<ref>ZDF-Programmstart, Mitarbeiter der ersten Stunde, 1963. Keystone Pressedienst, 1. April 1963, abgerufen am 12. September 2025.</ref>

1964 wieder in München, schrieb Hauptmann Liedtexte und Libretti, so für Katja Ebstein, Daliah Lavi, Rex Gildo, Su Kramer, Lena Valaitis und Curd Jürgens.<ref name="Bio" /><ref name="Article1">Barbara Jänichen: „Nur Dichter-Enkelin, das reicht mir nicht“. In: Berliner Morgenpost. 6. April 2009, abgerufen am 12. September 2025.</ref> Sie wurde auch Übersetzerin aus dem Englischen, beispielsweise für Gedichte von Rudyard Kipling und Liedtexte von Leonard Cohen. Außerdem übersetzte sie zahlreiche Musical-Texte, darunter Jesus Christ Superstar (1970) und Dirty Dancing.<ref name="Bio2">Musical Übersetzungen. In: Anja Hauptmann. Abgerufen am 13. September 2025.</ref><ref name="Article1" /> Des Weiteren verfasste sie Bühnensketche für die Münchner Lach- und Schießgesellschaft, Liedertexte für Kindersendungen in Funk und Fernsehen und war in beiden Medien auch Sprecherin in Werbespots.<ref name="Bio" />

Als freie Journalistin arbeitete Hauptmann für Illustrierte und Tageszeitungen und führte insbesondere Interviews mit Prominenten.<ref name="Bio" />

1975 brachte Hauptmann das von ihr gesungene und getextete Album Mein Kind heraus; auf dem Cover waren sie und ihr Sohn abgebildet.<ref>Anja Hauptmann – Mein Kind (1975) HD. YouTube, 26. Oktober 2024, abgerufen am 12. September 2025.</ref><ref name="Article2">Horst Lietzberg: Ihr Sohn ist der Ideen-Lieferant. In: Hamburger Abendblatt. 17. April 1976, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 29. Mai 2023; abgerufen am 29. Mai 2023.</ref> Zu diesem Album entstand ein Jahr später die 45-minütige ZDF-Produktion Mein Kind, Lieder von und mit Anja Hauptmann.<ref name="Film1">Vorlage:IMDb/1</ref>

1982 gründete Hauptmann ihr AHA-Tonstudio & Musikverlag, das sie bis 1992 führte. Regisseur Helmut Dietl engagierte sie für seine Serien als Kleindarstellerin.<ref name="Bio" />

Werke

Alben

Single

Filme

Textübersetzungen (Auswahl)

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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