Sonia Sotomayor
Sonia Maria Sotomayor [<templatestyles src="IPA/styles.css" />] (* 25. Juni 1954 in New York City) ist eine US-amerikanische Juristin und seit 2009 Richterin am Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten. Am 26. Mai 2009 wurde sie von US-Präsident Barack Obama für dieses Amt nominiert.<ref>Meldung auf nytimes.com vom 26. Mai 2009, abgerufen am 26. Mai 2009</ref> Am 6. August 2009 bestätigte der Senat ihre Nominierung. Zwei Tage später wurde sie vom Obersten Richter John Roberts vereidigt.<ref>Sotomayor takes oath, becomes Supreme Court justice, CNN, vom 8. August 2009, abgerufen am 8. August 2009</ref>
Leben und Wirken
Sonia Sotomayor, deren Eltern aus Puerto Rico stammen, wuchs in der Bronx auf. Ihre Eltern, Celina und Juan Sotomayor, heirateten während des Zweiten Weltkriegs. Ihre Mutter war Mitglied des US-amerikanischen Frauenkorps, später war sie als Telefonistin und als Krankenschwester tätig.<ref name=":0">Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Vorlage:Cite book/URL. Abgerufen am 29. November 2018 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> Sotomayor stand als Kind ihrer Großmutter sehr nahe.<ref name=":1">Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name Vorlage:Cite book/URL In: NPR.org. Abgerufen am 1. Dezember 2018 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> Im Alter von acht Jahren wurde bei ihr Diabetes diagnostiziert. Als sie neun Jahre alt war, verstarb der Vater im Alter von 42 Jahren an Herzproblemen als Folge jahrelangen Alkoholkonsums.<ref>Der Spiegel, 31. März 2014, S. 84.</ref><ref name=":02">Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Vorlage:Cite book/URL. Abgerufen am 29. November 2018 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> Erst nach seinem Tod erlernte Sotomayor die englische Sprache fließend, da der Vater zuvor nur Spanisch mit ihr gesprochen hatte.<ref name=":2">Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Vorlage:Cite book/URL. Abgerufen am 29. November 2018 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> Als Kind wollte Sotomayor Polizistin werden. Wegen ihres Diabetes war ihr dies jedoch nicht möglich und sie wandte sich stattdessen einer Karriere in der Judikative zu.<ref name=":03">Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Vorlage:Cite book/URL. Abgerufen am 29. November 2018 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> Aufgrund der damals deutlich schlechteren Prognose von Diabetes ging Sotomayor von einer verminderten Lebenserwartung aus und versuchte, ihrer eigenen Aussage nach, das Leben in vollen Zügen zu genießen.<ref name=":12">Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name Vorlage:Cite book/URL In: NPR.org. Abgerufen am 1. Dezember 2018 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> Ihr Studium wurde ihr durch Maßnahmen der Affirmative Action ermöglicht.<ref>Von der Bronx ins Verfassungsgericht Die Zeit vom 26. Mai 2009.</ref> Sie studierte an der Princeton University mit dem Abschluss Bachelor of Arts 1976 und studierte danach bis 1979 Rechtswissenschaft an der Yale Law School. Während ihres Studiums in Princeton war sie als Aktivistin für die internationale Anerkennung Puerto Ricos tätig<ref name=":05">Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Vorlage:Cite book/URL. Abgerufen am 29. November 2018 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> und versuchte, eine erhöhte Zahl hispanischer Professoren durchzusetzen.<ref name=":4">Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Sotomayor's College Activism Was Passionate but Civil.] In: washingtonpost.com. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Außerdem war sie auch als Herausgeberin des Yale Law Journal tätig.
Anschließend war sie als Staatsanwältin im New York County, welches das Gebiet von Manhattan umfasst, unter dem dortigen langjährigen Oberstaatsanwalt Robert M. Morgenthau tätig, bis sie 1984 in eine New Yorker Rechtsanwaltskanzlei wechselte. Von 1984 bis 1992 war Sotomayor Unternehmensanwältin bei der New Yorker Kanzlei Pavia & Harcourt. Während dieser Zeit vertrat Sotomayor italienische Luxuswarenhersteller im Kampf gegen Fälschungen.<ref name=":3">Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Nominee's civil practice was with a small, but specialized, firm.] In: law.com. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 4. Dezember 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
1991 wurde Sotomayor von US-Präsident George H. W. Bush für ein Richteramt am United States District Court for the Southern District of New York nominiert und 1992 vom US-Senat bestätigt. 1992 war Sotomayor der erste Richter hispanischer Abstammung, der am Bundesgericht des südlichen Distrikts von New York tätig war.<ref name=":23">Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Vorlage:Cite book/URL. Abgerufen am 29. November 2018 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> 1995 beendete eine von Sotomayor erlassene Verfügung einen Arbeitskampf in der Major League Baseball, bei dem die Spieler zuvor 232 Tage gegen Gehaltsobergrenzen gestreikt hatten.<ref>Roger I. Abrams: Legal bases. Baseball and the law. Temple University Press, Philadelphia 1998. S. 173–200</ref> 1997 nominierte US-Präsident Bill Clinton die Bundesrichterin Sotomayor für einen der Sitze am United States Court of Appeals for the Second Circuit. Nach Bestätigung durch den Senat trat sie dieses Amt 1998 an. In den nächsten zehn Jahren beim Second Circuit Court of Appeals verhandelte Sotomayor über 3.000 Fälle und Beschwerden und schrieb rund 380 Urteilsbegründungen.<ref name=":07">Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Vorlage:Cite book/URL. Abgerufen am 29. November 2018 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> Zusätzlich zu ihrer Richtertätigkeit lehrte Sotomayor von 1998 bis 2007 Rechtswissenschaften als Adjunct Professor an der New York University.
Richterin am Obersten Gerichtshof
Nachdem David Souter im Mai 2009 ankündigte, sein Amt als Richter am Obersten Gerichtshof der USA niederzulegen, wurde Sotomayor schon sehr bald als eine Favoritin für Souters Nachfolge gehandelt. Die Nominierung durch Präsident Obama erfolgte am 6. Mai 2009.
Der Senat stimmte schließlich am 6. August mit 68 zu 31 Stimmen für Sotomayors Nominierung, wobei die an der Abstimmung beteiligten Mitglieder der demokratischen Fraktion (abgesehen vom krankheitsbedingt abwesenden Ted Kennedy) geschlossen für sie stimmten. Von den Republikanern kamen neun Ja- sowie alle 31 Nein-Stimmen.<ref>Abstimmungsergebnis des Senats. Senat der Vereinigten Staaten von Amerika, 6. August 2009, abgerufen am 6. Januar 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Sie ist die erste Person aus der Bevölkerungsgruppe der Hispanics und die dritte Frau überhaupt in einem Richteramt am Obersten Gerichtshof.<ref name="washingtonpost">Keith B. Richburg: N.Y. Federal Judge Likely on Shortlist, www.washingtonpost.com vom 7. Mai 2009, abgerufen am 7. Mai 2009</ref>
Sotomayor gilt als Vertreterin der politischen Mitte. Dezidiert linke Positionen nahm sie bisher fast ausschließlich in der Frage von Affirmative Action ein – den Maßnahmen, mit denen Angehörige von Minderheiten bei Bildung und Beruf gefördert werden sollen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Christoph von Marschall: Obamas Oberste Richterin ( vom 28. Mai 2009 im Internet Archive), www.tagesspiegel.de vom 26. Mai 2009</ref> In mehreren Fällen, in denen es um die Vollstreckung der Todesstrafe ging, vertrat sie die von der Mehrheit des Gerichts abweichende Ansicht, dass die Verwendung von Midazolam dazu führen könne, dass der Todeskandidat qualvolle Schmerzen erleiden müsse. Wenn dies der Fall sei, würde die Hinrichtung gegen das Verbot einer grausamen und ungewöhnlichen Bestrafung („cruel and unusual punishment“) verstoßen.<ref>Deanna Paul, Mark Berman: Tennessee executes killer with controversial drugs that Justice Sotomayor said could inflict ‘torturous pain’, Washington Post, 9. August 2018</ref>
Sonia Sotomayor wurde von mehreren US-amerikanischen Universitäten mit der Ehrendoktorwürde ausgezeichnet. 2002 wurde sie in die American Philosophical Society<ref>Member History: Sonia Sotomayor. American Philosophical Society, abgerufen am 8. Februar 2019.</ref> und 2018 in die American Academy of Arts and Sciences gewählt. Sie ist geschieden und hat keine Kinder.<ref name="washingtonpost" />
Anfang 2013 veröffentlichte sie eine Autobiografie unter dem Titel My Beloved World.<ref>Emily Bazelon: The Making of a Justice. Rezension, in: New York Times, 18. Januar 2013</ref>
Gegenpositionen
Sotomayor wurde im Zuge ihrer Nominierung als Richterin am Obersten Gerichtshof vom republikanischen Politiker Newt Gingrich Rassismus vorgeworfen. Sie hatte, nach Lesart der Kritiker, in einer Rede 2001 die Erfahrung einer „weisen Latina“ („wise latina“) als höherwertig als die eines männlichen Weißen dargestellt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Right calls Sotomayor racist over line in talk ( vom 21. Mai 2012 im Internet Archive), San Francisco Chronicle, 29. Mai 2009</ref> Von dieser Interpretation distanzierte sie sich allerdings entschieden in ihren Senatsanhörungen.
Ihre Nominierung für den Supreme Court wird von Fred Barnes, einem Journalisten des konservativen Fox News Channel und Redakteur des The Weekly Standard, als reine Umsetzung des Affirmative-Action-Konzepts gesehen. Sotomayor sei als Exponentin zweier marginalisierter Gruppierungen (Frau, Latina) besser qualifizierten Mitbewerbern vorgezogen worden.<ref>Matt Corley: Barnes: Sotomayor ‘benefited’ from affirmative action ‘tremendously.’ In: Think Progress, 28. Mai 2009.</ref>
Veröffentlichungen
- My Beloved World. Knopf, New York 2013, ISBN 978-0-307-59488-4.
- Meine geliebte Welt. Übersetzung Sabine Roth und Rudolf Hermstein. C. H. Beck, München 2014, ISBN 978-3-406-65947-8.
- Turning pages: My life story. Philomel, 2018, ISBN 978-0-525-51408-4.
Weblinks
- Sonia Sotomayor in der Notable Names Database (englisch)
- Eintrag im Biographical Directory of Article III Federal Judges, 1789-present
Einzelnachweise
<references/>
Clarence Thomas | Samuel Alito | Sonia Sotomayor | Elena Kagan | Neil Gorsuch | Brett Kavanaugh | Amy Coney Barrett | Ketanji Brown Jackson
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Sotomayor, Sonia |
| ALTERNATIVNAMEN | Sotomayor, Sonia Maria (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanische Juristin |
| GEBURTSDATUM | 25. Juni 1954 |
| GEBURTSORT | New York City |
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- Richter (United States District Court)
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