Vanilla ovalis
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
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| Blanco |
Vanilla ovalis ist eine Pflanzenart aus der Gattung Vanille (Vanilla) in der Familie der Orchideen (Orchidaceae). Sie wächst als Kletterpflanze auf den Philippinen.
Beschreibung
Vanilla ovalis ist eine immergrüne Kletterpflanze. Die Blätter werden 15 bis 23 Zentimeter lang und vier bis sieben Zentimeter breit. Die Blattform ist oval mit kurz aufgesetzter Spitze.<ref name="Portères1954" /> Die anderen philippinischen Vanille-Arten sind blattlos.<ref name="SotoArenasCribb" />
Der Blütenstand wird bis 15 Zentimeter lang, er ist meist verzweigt und trägt zahlreiche Blüten. Die Tragblätter werden 0,3 bis 0,6 Zentimeter groß, sie sind länglich-oval, konkav, sie enden stumpf. Blütenstiel und Fruchtknoten messen zusammen 3,5 bis fünf Zentimeter. Die Blütenblätter sind cremefarben bis grünlich, die Lippe ist mit rötlichen Streifen versehen.<ref name="SotoArenasCribb" /> Sepalen und Petalen sind etwa 4,5 Zentimeter lang und lanzettlich geformt. Die Lippe ist 3,7 Zentimeter lang, dreilappig, der vordere Lappen ist länglich, er endet stumpf, auf der Oberseite ist er pelzig behaart. Die keulenförmige Säule wird 2,5 Zentimeter lang. Die gebogene Kapselfrucht wird etwa sechs Zentimeter lang bei 1,8 Zentimeter Durchmesser.<ref name="Portères1954" />
Verbreitung
Vanilla ovalis kommt auf den philippinischen Inseln Luzon, Mindanao, Leyte, Samar und Sibuyan vor.<ref name="SotoArenasCribb" /> Sie besiedelt Wälder an Flussufern und in steilen Tälern. Merrill berichtet ein häufiges Vorkommen in der Provinz Laguna, an den Hängen des Maquiling und Banajao.<ref name="Portères1954" />
Systematik und botanische Geschichte
Vanilla ovalis wurde 1845 von Blanco erstbeschrieben.<ref name="EB" /> Die gleichzeitig von Blanco beschriebene Vanilla majaijensis wird als Synonym betrachtet, ebenso die 1896 von Rolfe beschriebene Vanilla philippinensis.<ref name="WCSP" />
Innerhalb der Gattung Vanilla wird Vanilla ovalis in die Untergattung Xanata und dort in die Sektion Thetya, die sämtliche Arten der Paläotropis enthält, eingeordnet.<ref name="SotoArenasCribb" /> Nach Portères ähnelt Vanilla ovalis weiteren asiatischen Vanilla-Arten wie Vanilla albida und Vanilla moonii.<ref name="Portères1954" /> Soto Arenas und Cribb sehen in Vanilla platyphylla von Sulawesi und Arten aus Neuguinea die nächsten Verwandten.<ref name="SotoArenasCribb" />
Verwendung
Die langen und faserigen Wurzeln von Vanilla ovalis wurden zu Flechtarbeiten genutzt.<ref name="Portères1954" />
Literatur
- Le Vanillier et la Vanille dans le Monde. In: Gilbert Bouriquet (Hrsg.): Encyclopédie Biologique. Band XLVI. Paul Lechevalier, Paris 1954.
Einzelnachweise
<references> <ref name="Portères1954"> Roland Portères: Le Genre Vanilla et ses Espèces. In: Le Vanillier et la Vanille dans le Monde. S. 182–183. </ref> <ref name="WCSP">Vorlage:WCSP</ref> <ref name="SotoArenasCribb"> Miguel A. Soto Arenas, Phillip Cribb: A new infrageneric classification and synopsis of the genus Vanilla Plum. ex Mill. (Orchidaceae: Vanillinae). In: Lankesteriana. Band 9, Nr. 3, 2010, S. 385 (ucr.ac.cr [PDF; 692 kB]). </ref> <ref name="EB"> In: Flora de Filipinas: segun el sistema sexual de Linneo. 2. Auflage. 1845, S. 448. </ref> </references>