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Oberharzer Bergwerksmuseum

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Oberharzer Bergwerksmuseum
Datei:Clausthal-Zellerfeld Bergwerksmuseum.jpg
Oberharzer Bergwerksmuseum
Daten
Ort DeutschlandDeutschland Clausthal-Zellerfeld Welt-IconKoordinaten: 51° 49′ 1,4″ N, 10° 20′ 9,2″ O
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Art
Eröffnung 1891
Betreiber
Oberharzer Bergwerksmuseum gGmbH (ab 2026)
Leitung
Axel Funke, Justus Teicke (ab 2026)
Website
ISIL [[[:Vorlage:ISIL-Link]] {{#property:P791}}]
Datei:Haengebank OBM.jpg
Originale Hängebank aus dem 19. Jahrhundert
Datei:Fahrkunst OBM.jpg
Blick in den Schacht des Schaubergwerkes mit Fahrkunst
Datei:Clausthal-Zellerfeld 2015-08-05d.jpg
Eingang zum Besucherbergwerk

Das Oberharzer Bergwerksmuseum ist ein Museum für Technik und Kulturgeschichte im Zentrum des Stadtteils Zellerfeld der Stadt Clausthal-Zellerfeld. Es zählt zu den ältesten Technikmuseen Deutschlands. Dargestellt wird der Oberharzer Bergbau bis zum 19. Jahrhundert.

Geschichte

Die Geschichte des Bergwerksmuseums begann im Jahre 1884, als der damalige Berghauptmann Adolf Achenbach in einer Direktive die Bergleute dazu aufrief, besondere ausgediente Geräte des historischen Bergbaus einer Sammlung zum Aufbau eines Museums zuzuführen. Im Jahre 1892 erfolgte dann die offizielle Gründung als Museum des Landkreises Zellerfeld.<ref>Helmut Radday: Adolf Achenbach und Dr.-Ing. Wilhelm Bornhard, in: Unser Harz, Zeitschrift für Heimatgeschichte, Brauchtum und Natur, Nr. 6/2009, Verlag Fischer & Thielbar, Clausthal-Zellerfeld, 2009</ref>

Nach dem Zusammenschluss der bis dahin selbständigen Städte Zellerfeld und Clausthal zur Doppelstadt Clausthal-Zellerfeld im Jahre 1924 konnte das freigewordene Zellerfelder Rathaus bezogen und das Museum am 8. Oktober 1928 anlässlich der 58. Hauptversammlung des Harz-Vereins für Geschichte und Altertumskunde wiedereröffnet werden. In den Folgejahren wurde das Freigelände mit dem Schaubergwerk errichtet.

In den 1960er- und 1970er-Jahren wurde das Museum von Herbert Dennert geleitet. Bis zum Ende der 1980er-Jahre hatte das Bergwerksmuseum jährlich sechsstellige Besucherzahlen. Ab etwa 1990 gingen die Besucherzahlen aus unterschiedlichen Gründen zurück. Bis heute haben etwa 5,5 Mio. Menschen das Museum besucht.

Trägerschaft

Das Museum gehört der Stadt Clausthal-Zellerfeld, Träger war über viele Jahre der Oberharzer Geschichts- und Museumsverein. In den Jahren 2013 bis 2025 wurde das Museum von der Stiftung UNESCO-Welterbe im Harz betrieben.

Das Museum sollte laut Stadtratsbeschluss zum Jahresende 2025 geschlossen werden, wenn sich bis zum 4. Dezember 2025 kein geeigneter Betreiber findet. Nach Angaben der Stadt Clausthal-Zellerfeld seien die Kosten zu hoch und es habe sich kein Betreiber gefunden.<ref>Kein Betreiber gefunden: Oberharzer Bergwerksmuseum vor dem Aus. In: ndr.de. 1. Oktober 2025, abgerufen am 6. Oktober 2025.</ref> Unterstützer des Bergwerksmuseums haben eine Online-Petition zu dessen Erhalt gestartet.<ref>Hendrik Schläper: Rettet das Oberharzer Bergwerksmuseum in Clausthal-Zellerfeld! 5. Oktober 2025, abgerufen am 6. Oktober 2025.</ref> Der Oberharzer Geschichts- und Museumsverein hat daraufhin eine gGmbH gegründet und betreibt die Einrichtung damit seit dem 15. Januar 2026 weiter.<ref>Wiedereröffnung: Oberharzer Bergwerksmuseum will interaktiver werden aus www.goslarsche.de, abgerufen am 26. Januar 2026</ref>

Ausstellung

Das Museum betreibt als Außenstellen die übertägigen Schachtanlagen der stillgelegten Bergwerke Ottiliae-Schacht und Kaiser-Wilhelm-Schacht sowie die Anfang der 2000er Jahre freigelegten Anlagenteile (Runde Radstube u. a.) der Grube Rosenhof.

Am Hauptstandort sind unter anderem zu sehen:

Auszeichnungen

Seit 2009 trägt das Museum das Gütesiegel Registriertes Museum. Diese Auszeichnung dokumentiert, dass die Standards eines qualifizierten Museums mit den Aufgaben Sammeln, Bewahren, Forschen, Dokumentieren, Ausstellen und Vermitteln mit qualifiziertem Personal erfüllt werden.<ref>Museumsverband für Niedersachsen und Bremen e. V.: registrierte Museen 2009–2016</ref> 2019 wurde das Museum mit dem Museumsgütesiegel des Museumsverbands Niedersachsen und Bremen e. V. ausgezeichnet.<ref>Neun Museen mit Gütesiegel ausgezeichnet bei ndr.de vom 6. Februar 2019</ref>

Welterbe-Bestandteil

Das Museum ist Bestandteil der Welterbe-Route des UNESCO-Welterbes im Harz.<ref>Von der Goslarer Kaiserpfalz bis zum Wiesenbeker Teich: Welterbe-Route im Harz eröffnet. In: lauterneues.de. 14. Oktober 2021, abgerufen am 21. September 2022.</ref>

Am 18. September 2022 wurde am Oberharzer Bergwerksmuseum das dritte Welterbe-Informationszentrum eröffnet. Herzstück eines Welterbe-Infozentrums ist ein 3D-Landschaftsmodell mit Videoprojektion, die den Veränderungsprozess der 3.000 Jahre alten Kulturlandschaft im Westharz verdeutlicht.<ref>Das Welterbe-Infozentrum in Clausthal-Zellerfeld. In: welterbeimharz.de. Abgerufen am 19. Juli 2025.</ref>

Literatur

  • Helmut Radday: Das Oberharzer Bergwerksmuseum Clausthal-Zellerfeld. Führer durch das Museum mit einem Abriß zur Kultur- und Technikgeschichte des Oberharzes, 2., überarb. und erw. Aufl. – Oberharzer Geschichts- und Museumsverein, Clausthal-Zellerfeld 2002, ISBN 978-3-98055-220-2.

Weblinks

Commons: Oberharzer Bergwerksmuseum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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