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Pilzkiosk

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Datei:Milchpilz DSCN9459.JPG
Milchpilz in Lindau im Bodensee (errichtet 1952)

Ein Pilzkiosk ist ein für die 1950er Jahre typisches Kioskgebäude in Form eines Fliegenpilzes, das ursprünglich für die Verkaufsförderung von Milch und Milchprodukten als „Milchpilz“ entwickelt wurde.

Hintergrund

Das Wirtschaftswunder der 1950er Jahre zeigte sich im wiedergewonnenen Wohlstand. Da es Alkohol erst mit 21 Jahren gab, galt es als schick, sich in Milchbars und Eisdielen zu treffen. Gleichzeitig konkurrierten auch in Deutschland die Molkereien und ihre Erzeugnisse gegen die neuen Erfrischungsgetränke, die es an jedem Kiosk einfach und verbrauchernah zu kaufen gab. Der Milch fehlte es an solchen Verkaufsstellen.

Mit der Idee eines Milchkiosks mit einem breiten Angebot von Milchprodukten sollte diese Versorgungslücke geschlossen werden. Das erste Kioskhäuschen in Fliegenpilzform wurde bei der Tagung der „Großstädtischen Milchversorgungsbetriebe“ im Mai 1952 in Bayreuth als sogenannter „Milchverbrauchswerber“ präsentiert und später nach Regensburg gebracht. Später ließ sich der Hersteller, die Hermann Waldner KG aus Wangen im Allgäu, sowohl den Entwurf als auch den Namen „Milchpilz“ gesetzlich schützen.<ref>Pilzkiosk.de</ref> Da ein Milchkiosk einen hohen Wiedererkennungswert haben sollte, wählte Hermann Waldners Sohn Anton, zum damaligen Zeitpunkt Geschäftsführer, die markante Form eines Fliegenpilzes.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Aufstieg beginnt in bescheidener Werkstatt (Memento des Vorlage:IconExternal vom 25. Februar 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.schwaebische.de. In: Schwäbische Zeitung vom 1. September 2008</ref>

Die eigentliche Konstruktion des Bauwerks war ein weiß bemalter Holz-Fertigbau. In der ursprünglichen Form wurde der Kiosk von einer flexiblen, wasserabweisenden Dachhaut aus Polyvinylchlorid (Handelsname Mipolam) überspannt. Sie hatte die charakteristische rote Farbe mit weißen Punkten. Im Lauf der farblichen und strukturellen Alterung ergab sich auch eine merkliche Schrumpfung dieses Weich-PVCs, so dass manches Exemplar bald mit einer massiven Dachhaut aus Metall überzogen und danach in vergleichbarem Stil bemalt wurde.

Milchpilze hatten ab Werk eine Gesamthöhe von rund 4,0 Metern und eine Dachbreite von 4,60 Meter. Der Durchmesser des Nutzraumes maß 3,15 Meter. Er hatte vier Schiebefenster, eine Glastür, drei eingebaute Tische und vier Regale. Einbaukühlschrank, Heißwasserspeicher mit Waschbecken, Schlagsahnezapfer und Eismaschine konnten als standardisierte Zusatzgeräte hinzugekauft werden.

Manchen Behörden war das Konzept ein Dorn im Auge: Die Württembergische Landesstelle für Naturschutz und Landschaftspflege in Ludwigsburg schrieb in einem auf den 12. August 1952 datierten Brief an die Geschäftsleitung von Waldner: „Die Gestaltung Ihrer Milchhäuschen in Pilzform halte ich für völlig abwegig. Die Ablehnung dieses Bauwerks, das besser nach Amerika passen würde, durch die Stadtbauämter ist in Ordnung. Ich glaube nicht, daß es eines Milchpilzes bedarf, um die Milchgetränke populär zu machen. Zuverlässige Bedienung und niedrige Preise werden mehr dazu betragen als geschmacklose Reklame.“

Die Pilze wurden nicht nur in Deutschland vertrieben, sondern auch nach Österreich, in die Schweiz, nach Italien, Frankreich, Belgien und nach Griechenland exportiert.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Schwammerl in Regensburg (Memento vom 12. Januar 2014 im Internet Archive) - Bayern 1</ref>

Die letzte Position des Orderbuches der Waldner KG ist die Nummer 49: Die Auslieferung erfolgte am 21. November 1958 nach Mannheim. Zur Landesgartenschau in Wangen 2024 baute das Unternehmen Waldner drei neue Milchpilze. Einer steht zusammen mit dem bisherigen auf dem Wangener Festplatz.<ref>Julia Kretschmer: Neuer Milchpilz für die Landesgartenschau in Wangen bei Südwestrundfunk, Regionalstudio Friedrichshafen, vom 12. Dezember 2023</ref> Die beiden anderen sind im Gartenschaugelände,<ref>Jan Peter Steppat: Der Wangener Milchpilz bekommt neue Geschwister, in: Schwäbische Zeitung (Ausgabe Allgäu) vom 11. Dezember 2023</ref> von denen einer im Frühjahr 2025 an das Bauernhaus-Museum Wolfegg überstellt wurde.<ref>Pauline Stumm: Tradition wurde wiederbelebt, jetzt kommt das Kultobjekt ins Museum. In: Schwäbische Zeitung Online, Ausgabe Allgäu. Schwäbischer Verlag R. Drexler GmbH & Co. KG, 26. April 2025, abgerufen am 9. Mai 2025.</ref>

Die Aufstellung weiterer Exemplare wird geprüft, wobei die Form leicht modifiziert wurde, von einem Fünfeck hin zu einem Sechseck, das gefälliger wirken soll und standfester ist.<ref>Eberhard Wein: Der legendäre Milchpilz kehrt zurück, in: Stuttgarter Zeitung vom 16. Juli 2024</ref><ref>Auf der Argenwiese steht der dritte neue Milchpilz, in: Schwäbische Zeitung vom 18. April 2024</ref>

Standorte

Von den verkauften Kiosken sind noch acht in Betrieb:

Bild Standort Beschreibung
Datei:Milchpilz Bregenz.JPG Bregenz,
Bezirk Bregenz,
Vorarlberg,
Österreich
→ Seestraße/Haupteingang Seeanlagen
(47° 30′ 17,72″ N, 9° 44′ 46,44″ O
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dim=5 globe= name=Pilzkiosk Bregenz region=AT-8 type=landmark
  }})
Am Bregenzer Bodenseeufer am Haupteingang zur Seeanlage gegenüber dem Kunsthaus Bregenz (KUB) steht der am 20. Juli 1953 ausgelieferte Milchpilz. In den 1990er Jahren war er den Verkehrsplanern im Weg. Nach Bürgerprotest<ref>Milchpilz feiert Geburtstag. In: vorarlberg.orf.at. 20. Juli 2021, abgerufen am 5. Februar 2023.</ref> waren die Abrisspläne vom Tisch<ref>Eva Moser: Bodensee: Drei Länder – Kultur und Landschaft zwischen Stein am Rhein, Konstanz und Bregenz. DuMont, Köln, 2. Aufl. 2002, hier S. 260.</ref> und man hat ihn 1997<ref>Stand er nicht mal da drüben? In: milchpilz.at. Milchpilz e.U., Sabina Sakic, abgerufen am 5. Februar 2023.</ref> um etwa 30 Meter versetzt an den heutigen Standort beim Bahnübergang verlagert.<ref>Sabrina Stauber: Milchpilz als Treffpunkt: Der beliebte Pilz-Kiosk an der Bregenzer Seestraße feiert heuer sein 60-jähriges Bestehen. In: Vienna.at vom 17. August 2013; abgerufen am 24. Februar 2015</ref>

Er steht seit 2007 unter Denkmalschutz.<ref>Soll der Milchpilz erhalten werden? In: Vorarlberg Online vom 9. Februar 2007.</ref> Eigentümer ist die Firma Vorarlberg Milch eGen („Ländle Milch“). Der Milchpilz Bregenz ist der einzige Kiosk, der 2025 noch seinem ursprünglichen Zweck dient: dem Verkauf von Milch und Milchprodukten, wobei das ursprüngliche Angebot um Backwaren erweitert wurde.<ref>Milchpilz Bregenz. In: vmilch.at. Vorarlberg Milch, abgerufen am 5. Februar 2023.</ref><ref>Milchpilz ist Kult! Seit 1953. Milchpilz e.U., Sabina Sakic, abgerufen am 5. Februar 2023 (Mit historischen Fotos des Milchpilz in Bregenz).</ref> Bereits 2015 schloss die Landeshauptstadt Bregenz mit der Eigentümerfirma einen Optionsvertrag ab. Darin wird der Stadt ein dreißigjähriges Recht eingeräumt, das Objekt zum Preis von 20.000 Euro wertgesichert ankaufen zu können, um sicherzustellen, dass der Milchpilz auch künftig den Bregenzer Bürgern erhalten bleibt.<ref>fst: Zukunft des “Milchpilz” in Bregenz ist gesichert. In: Vorarlberger Nachrichten vom 5. Februar 2015.</ref><ref>rj: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kult in Bregenz: der Milchpilz. Stadt sichert sich Vorkaufsrecht für die „kleine Sehenswürdigkeit“ (Memento vom 25. Februar 2015 im Internet Archive). In: Blättle. Unabhängige Wochenzeitung für die Region Bregenz mit amtlichen Mitteilungen der Landeshauptstadt. 33. Jg., Ausg. KW 7 vom 12. Februar 2015, S. 14.</ref><ref>Kultkiosk hat neue Pächterin. In: vn.at. Vorarlberger Nachrichten, 25. April 2023, abgerufen am 22. Juli 2023.</ref> Mit Stand 20. September 2025 hat die Pächterin nach 3 Jahren aus privaten Gründen den Pachtvertrag gekündigt, es wird ein neuer Pächter gesucht.<ref>Angela Ganthaler: Bregenz : Milchpilz steht vor ungewisser Zukunft. In: orf.at. 20. September 2025, abgerufen am 20. September 2025.</ref>

Datei:Milchpilz DSCN9459.JPG Lindau (Bodensee), Landkreis Lindau (Bodensee),
Bayern,
Deutschland
→ Sina-Kinkelin-Platz 1
(47° 32′ 52,94″ N, 9° 40′ 56,43″ O
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dim=5 globe= name=Pilzkiosk Lindau (Bodensee) region=DE-BY type=landmark
  }})
Der Lindauer Milchpilz ist der erste in Serie gefertigte Pilz. Er wurde am 13. Mai 1952 ausgeliefert. Sein Standort ist auf der Nordseite der Insel Lindau unterhalb der Thierschbrücke. Er steht heute unter Denkmalschutz (D-7-76-116-533) und ist noch immer in Betrieb, aktuell als Kiosk mit Schankkonzession, Vesperkarte und Biergarten.<ref>Denkmalliste für Lindau beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref><ref>Heimatgeschichten: Der “Milchpilzkiosk” in Lindau. Beitrag aus der Sendereihe Wir in Bayern des Bayerischen Fernsehens vom 10. September 2014.</ref>
Datei:Pilzkiosk Mardorf.jpg Mardorf,
Neustadt am Rübenberge,
Region Hannover,
Niedersachsen,
Deutschland
→ Warteweg/Uferweg am Steinhuder Meer
(52° 29′ 11,05″ N, 9° 18′ 21,11″ O
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  }})
Der Milchkiosk befindet sich am Nordufer des Steinhuder Meers am Bootsanleger „Mardorfer Warte“ der Steinhuder Personenschifffahrt & Berufssegler GmbH. Der so genannte „Fliegenpilz“ am Südende des Wartewegs wurde im Jahr 1952 vor den Dükerstuben aufgestellt und entwickelte sich später zur Fischbrötchen-Station mit Anbau. 2004 wurde das Baudenkmal renoviert und neu eröffnet, musste aber im Winter 2012/2013 generalsaniert werden. Grund war die Erneuerung des Uferwegs. Hierzu musste der Pilz wenigstens zeitweise versetzt werden. Dabei fiel auf, dass viele Holzbretter am Stiel verrottet waren und die Plane der Haube verwittert war. Nur die Rahmenkonstruktion war noch intakt. Neben dem Pilz entstand noch ein Holzanbau mit Lagerraum und öffentlichem WC.<ref>Der Pilz ist wieder da. In: Steinhuder Meer und Mehr. Ein Magazin der Leine-Zeitung vom 28. März 2013, S. 16.</ref> Er konnte im Juli 2013 wiedereröffnet werden und dient als Imbiss- und Eisstand. Eigentümer ist die Realgemeinde.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Realgemeinde weiht den “Fliegenpilz” ein. Wahrzeichen steht am Nordufer (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive). In: Wunstorfer Stadtanzeiger. Ausgabe-Nr. 30B vom 27. Juli 2013.</ref> Seit April 2019 ist der Pilz unter dem Namen „Klücks Pilz“ neu eröffnet.
Datei:Borgholzhausen Bahnhof Milchpilz.jpg Oldendorf,
Borgholzhausen,
Kreis Gütersloh,
Nordrhein-Westfalen,
Deutschland
→ Versmolder Straße
(52° 5′ 8,88″ N, 8° 16′ 3,59″ O
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dim=5 globe= name=Pilzkiosk Oldendorf region=DE-NW type=landmark
  }})
Der Kiosk in Borgholzhausen-Oldendorf wird als Schnellimbiss genutzt. Der Innenraum des Pilzes dient zur Speisenzubereitung, die Speisen können in einem Holzanbau verzehrt werden. Der Bestand dieses Kiosks ist durch den Weiterbau der Bundesautobahn 33 zwischen Borgholzhausen und Bielefeld gefährdet. Während derzeit der Verkehr vom Ausbauende der Autobahn noch vollständig am Kiosk vorbeigeführt wird, ist durch die Vollendung des Lückenschlusses mit einer starken Reduktion des Verkehrsaufkommens zu rechnen. Daher hat der Betreiber etwa 1,4 Kilometer weiter südwestlich am Autohof Borgholzhausen einen größeren Nachbau des Pilzes erstellen lassen. Dieser Imbiss mit dem Standort Kurt-Nagel-Straße 2a hat einen Durchmesser von zwölf Metern und ein stabiles Lamellendach. Der Spatenstich erfolgte am 25. Juni 2007 und am 6. Januar 2008 wurde eröffnet.<ref>Anke Schneider: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Gottesmann statt Burger King (Memento vom 25. Februar 2015 im Internet Archive). In: Haller Kreisblatt vom 3 Januar 2008; abgerufen am 24. Februar 2015, Memento.</ref> (52° 4′ 45,95″ N, 8° 14′ 58,32″ O
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dim=5 globe= name=Pilz.Imbiss Borgholzhausen region=DE-NW type=landmark
  }})
Datei:Milchschwammerl Regensburg.jpg Regensburg,
Bayern,
Deutschland
Fürst-Anselm-Allee
(49° 0′ 48,6″ N, 12° 5′ 56,2″ O
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dim=5 globe= name=Pilzkiosk Regensburg region=DE-BY type=landmark
  }})
Der seit 2003 unter Denkmalschutz stehende Regensburger Milchpilz in der Fürst-Anselm-Allee (D-3-62-000-1587) ersetzte den Prototyp, der nach der Bayreuther Tagung 1952 in Regensburg aufgestellt worden war. Er trägt die Serientyp-Nr. 38, 1954, und dient mittlerweile als Stehcafé.<ref>Denkmalliste für Regensburg beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege.</ref>
Datei:PilzkioskKiekeberg.JPG Rosengarten,
Landkreis Harburg,
Niedersachsen,
Deutschland
Freilichtmuseum am Kiekeberg, Wasserspielplatz
(53° 26′ 21,37″ N, 9° 54′ 28,01″ O
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Der am 7. Mai 1955 an R. Scherer, Betreiber der Bahnhofsgaststätte in Ingelheim am Rhein, ausgelieferte Milchkiosk stand bis 1999 gegenüber der Nordostecke des Ingelheimer Bahnhofs.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ingelheimer Milchpilz landet in norddeutschem Freilichtmuseum (Memento des Vorlage:IconExternal vom 24. Februar 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.allgemeine-zeitung.de. In: Allgemeine Zeitung der Verlagsgruppe Rhein Main vom 6. Mai 2014; abgerufen am 24. Februar 2015.</ref> Als Milchmixgetränke und Milchbars aus der Mode gekommen waren, diente er zeitweise als Taxizentrale. Als das Bahnhofsgelände komplett neu bebaut wurde, musste der zwischenzeitlich leerstehende Pilz weichen. Er wurde durch den Seniorchef Dirk Gemünden der Baufirma Karl Gemünden GmbH & Co. KG, die bei der Erschließung des Grundstücks und des Neubaus involviert war, vorsichtig abgebaut und eingelagert. 2007 war das Freilichtmuseum am Kiekeberg auf der Suche nach Gebäuden für den neuen Ausstellungsbereich „Nachkriegszeit auf dem Lande“. Nach einer ersten Kontaktaufnahme schenkte Dirk Gemünden dem Museum kurzerhand den Pilzkiosk.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />“Milchpilz”, wie er an vielen Orten stand. Farbtupfer zwischen Trümmern – der Pilzkiosk aus Ingelheim (Memento des Vorlage:IconExternal vom 24. Februar 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.hanz-online.de. In: Heimatanzeiger online; abgerufen am 24. Februar 2015.</ref> Nach umfassender Restaurierung dient er seit 2008 im Freilichtmuseum als Kiosk für Eis, Getränke und kleine Speisen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Milchpilz - Ein Kiosk aus den 1950ern! (Memento des Vorlage:IconExternal vom 24. Februar 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.kiekeberg-museum.de Freilichtmuseum am Kiekeberg.</ref> Im August 2014 wurde in Ingelheim bei einer Mitmachaktion der Pilzkiosk in kleinerer Version als das Original nachgebaut und kann nun ausgeliehen werden.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Pilzkiosk von Kindern für Kinder gebaut (Memento vom 7. Dezember 2017 im Internet Archive) In: Allgemeine Zeitung. 25. August 2014.</ref>
Datei:Wangen Pilzkiosk 1.jpg Wangen im Allgäu,
Landkreis Ravensburg,
Baden-Württemberg,
Deutschland
→ Festplatz (Ecke Klosterbergstraße/Aumühleweg)
(47° 41′ 3,94″ N, 9° 49′ 59,33″ O
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  }})
Der Wangener Pilz, dessen hölzernes Grundgerüst nicht mehr dem Originalzustand entspricht, wird immer noch bewirtschaftet. Bei einer Restaurierung wurde er mit neuen Wänden ausgestattet, die nun gebogene Fenster haben. In den letzten Jahren durchlief er mehrere Pächterwechsel, wurde jedoch stets als Imbiss genutzt – von Döner über Bratwurst hin zu thailändischem Essen wurden schon Speisen verschiedener Nationalitäten in dem Pilz angeboten. Er erhielt 2009 eine neue Inneneinrichtung.<ref>Milchpilz wird „aufpoliert“. In: Schwäbische Zeitung vom 7. August 2009, abgerufen am 24. Februar 2015.</ref>
Datei:Wien Leopoldstadt Pilzkiosk.jpg Leopoldstadt,
Wien,
Österreich
Wurstelprater
(48° 12′ 56,21″ N, 16° 24′ 1,07″ O
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  }})
Der Pilzkiosk im Wiener Wurstelprater, Ecke Leichtweg/Jantschweg, wurde mit einer eckigen Holzwand verkleidet. Die Bausubstanz der heutigen „Schwammerlhütte“ ist aber noch an ihrer runden Dachform zu erkennen. Er wird als Imbiss-Stand für Pilzgerichte genutzt.

Weitere noch erhaltenen Waldner-Milchpilze oder Pilzkioske ungeklärten Status sind:

Bild Standort Beschreibung
Datei:Pilzkiosk Radauwasserfall.jpg Bad Harzburg,
Landkreis Goslar,
Niedersachsen,
Deutschland
Radauwasserfall, Nordhäuser Straße 17
(51° 51′ 12,97″ N, 10° 32′ 49,31″ O
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dim=5 globe= name=Pilzkiosk Radauwasserfall region=DE-NI type=landmark
  }})
Der Pilzkiosk an der Bundesstraße 4 dient der Waldgaststätte Radau-Wasserfall zur Vermarktung von Andenken.
Datei:Pilzkiosk Bad Sachsa mit roter Bank.jpg Bad Sachsa,
Landkreis Göttingen,
Niedersachsen,
Deutschland
→ Hindenburgstraße 9
(51° 35′ 51,44″ N, 10° 33′ 0,63″ O
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dim=5 globe= name=Pilzkiosk Bad Sachsa region=DE-NI type=landmark
  }})
Der Milchpilz in Bad Sachsa dient heute dem nahegelegenen Hotel Lindenhof zu Reklamezwecken.
Frankenthal (Pfalz),
Rheinland-Pfalz,
Deutschland
→ Nachtweideweg 44
(49° 32′ 20,46″ N, 8° 22′ 22,3″ O
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  }})
Das Bauwerk wurde von 1952 bis 1962 als Milchpilz der Molkereigenossenschaft Frankenthal/Pfalz am Frankenthaler Strandbad betrieben und von 1962 bis 1978 als Kiosk am heutigen Standort. In den Jahren 1983 (Dach) und 2003 folgten Restaurierungen.
Heidelberg,
Baden-Württemberg,
Deutschland
→ Im Neuenheimer Feld 304, direkt am Botanischen Garten der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (Südwestseite der Mensa)
(49° 24′ 55″ N, 8° 40′ 12,46″ O
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dim=5 globe= name=Pilzkiosk Heidelberg region=DE-BW type=landmark
  }})
Ob es sich beim so genannten „Bierpilz“ um einen umgebauten Milchkiosk der Firma Waldner handelt, ist bisher ungeklärt. Stand 2015: Der Milchpilz befindet sich nicht mehr an dieser Stelle.
Datei:Pilzkiosk Wehrda.jpg Wehrda,
Marburg
Landkreis Marburg,
Hessen,
Deutschland
→ Zum Marienhäuschen 9
(50° 49′ 59,38″ N, 8° 45′ 16,2″ O
 {{#coordinates:50,833161111111|8,7545|
dim=5 globe= name=Pilzkiosk Wehrda region=DE-HE type=landmark
  }})
Im Gartengrundstück der ehemaligen Gaststätte Zwergenschänke, damals ein beliebtes Ausflugslokal bei Marburg-Wehrda, befindet sich noch heute ein Milchpilz. Jedoch handelt es sich hierbei möglicherweise um einen Nachbau.

Miniaturausgaben

Bekannt geworden sind diese „Pilze“ auch durch eine Miniaturausgabe der Firma Faller für Modelleisenbahnen. Das Modell für die Nenngröße H0 ist seit dem Jahr 1961 im Programm.<ref>www.modelleisenbahnfan.de – Produktbeschreibung</ref> Im Jahr 2024 hat die in Wangen im Allgäu ansässige Firma NOCH, die Zubehör für Modelleisenbahnanlagen herstellt, aus Anlass der Landesgartenschau in Wangen ein neues Modell eines Milchpilzes herausgebracht. Als Vorbild diente hier augenscheinlich der umgebaute Wangener Milchpilz mit seinen gebogenen Scheiben. Das Modell wurde im Gästeamt Wangen zu ermäßigtem Preis als Fanartikel für die Gartenschau abgegeben. Das Modell gelangte jedoch auch in den normalen Handel über das Netz der Modelleisenbahnhändler.<ref>[1] - Neuheitenblatt d. Fa. Noch 2024 </ref>

Literatur

Weblinks

Commons: Pilzkioske – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references responsive />

Vorlage:Hinweisbaustein