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Hundskohl

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Hundskohl
Datei:Flore coloriée de poche du littoral méditerranéen de Gênes à Barcelone y compris la Corse (6244469616).jpg

Hundskohl (Theligonum cynocrambe), Abbildung

Systematik
Asteriden
Euasteriden I
Ordnung: Enzianartige (Gentianales)
Familie: Rötegewächse (Rubiaceae)
Gattung: Theligonum
Art: Hundskohl
Wissenschaftlicher Name
Theligonum cynocrambe
L.

Der Hundskohl<ref name="deutsch"/> (Theligonum cynocrambe) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Theligonum innerhalb der Familie der Rötegewächse (Rubiaceae).

Beschreibung

Datei:Theligonum cynocrambe RF.jpg
Hundskohl (Theligonum cynocrambe)
Datei:Theligonum cynocrambe sl9.jpg
Habitus

Vegetative Merkmale

Theligonum cynocrambe ist eine einjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 5 bis 30 Zentimetern erreicht. Der Stängel ist niederliegend bis aufsteigend. Die Knoten sind verdickt.

Die einfachen, etwas fleischigen, kleinen Laubblätter sind gestielt, ganzrandig und eiförmig sowie bewimpert. Die unteren Laubblätter sind gegenständig, die oberen wechselständig. Die Nebenblätter sind scheidig und häutig.

Generative Merkmale

Die Blütezeit reicht von Februar bis Mai. Der Hundskohl ist einhäusig monözisch. Die Blüten erscheinen meist einzeln und achselständig. Die eingeschlechtigen Blüten mit einfacher, zwei-, dreiteiligen Blütenhülle, die Kelchblätter fehlen, sind klein, grünlich und sitzend. Männliche Blüten haben 7 bis 12 (19) Staubblätter mit langen, länglichen Staubbeuteln und eine zurückgerollte meist zweiteilige Krone. Der Fruchtknoten der weiblichen Blüten ist unterständig mit seiten- bis grundständigem Griffel. Die Blütenhülle der weiblichen Blüten ist seitlich verschoben, sie umfasst röhrig den seitlichen Griffel und besitzt oben winzige Kronzipfel.

Die einsamige und kugelige Frucht, Nüsschen, Steinfrucht, mit Elaiosom, ist eiförmig und bis 2 Millimeter groß.

Ökologie

Beim Hundskohl handelt es sich um einen Kriech-Therophyten.

Vorkommen

Theligonum cynocrambe kommt auf den Kanarischen Inseln und im Mittelmeerraum bis zum nordwestlichen Iran<ref name="POWO" /> in Felsspalten, Mauern und auf offenen, steinigen oder sandigen Böden vor. Auf Kreta siedelt er in Höhenlagen bis 1400 Metern. Theligonum cynocrambe hat in Europa ursprüngliche Vorkommen in Portuigal, Spanien, Frankreich, Italien, im früheren Jugoslawien, Albanien, Griechenland, Bulgarien, in der Türkei und in der Ukraine.<ref name="POWO" />

Systematik

Die Erstveröffentlichung von Theligonum cynocrambe erfolgte 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus II, Seite 993 als erstbeschrieben. Das Artepitheton cynocrambe hat Linné von Caspar Bauhins Pinax (1623) übernommen.

Die Arten der Gattung Theligonum wurden schon in die Nähe vieler verschiedener Familien gestellt, die Euphorbiaceae, Urticaceae, Garryaceae, Elatinaceae, Solanaceae und natürlich auch in eine eigene Familie, die Theligonaceae. Erst 1971 wurde durch P. Kooiman aus phytochemischen Gründen vermutet, sie könnten mit den Rubiaceae verwandt sein. Diese Meinung ist auch bei AGP IV so.

Verwendung

Vorlage:Hinweisbaustein Die Blätter sind essbar.

Literatur

  • Thomas Gaskell Tutin, Vernon Heywood: Flora Europaea. Volume 2, Cambridge Univ. Press, 1968, ISBN 0-521-06662-X, S. 312 f.
  • Rolf Rutishauser, Louis P. Ronse De Craene, Erik F. Smets, Ilse Mendoza-Heuer: Theligonum cynocrambe: Developmental morphology of a peculiar rubiaceous herb. In: Plant Systematics and Evolution. Volume 210, 1, 1998, S. 1–24, doi:10.1007/BF00984724.
  • P. Kooiman: Ein phytochmischer Beitrag zur Lösung des Verwandtschaftsproblems der Theligonaceae. In: Österreichische Botanische Zeitschrift, Band 119, S. 395–398, 1971. doi:10.1007/BF01377491

Weblinks

Commons: Hundskohl (Theligonum cynocrambe) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references> <ref name="deutsch">Deutscher Trivialname nach Schönfelder: Die neue Kosmos-Mittelmeerflora. 2008, ISBN 978-3-440-10742-3, S. 336. </ref> <ref name="POWO"> Theligonum cynocrambe. In: POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew ScienceVorlage:Abrufdatum </ref> </references>