Zum Inhalt springen

Iron Dome

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 19. April 2026 um 07:50 Uhr durch imported>ⵓ (; •6 externe Links geändert• 🌐︎).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Iron Dome
Datei:Iron Dome Battery Deployed Near Ashkelon.jpg
Allgemeine Angaben
Typ Counter rocket, artillery, and mortar (Multi-Mission Launcher bestückt mit Tamir Abfangraketen<ref>Jen Judson: Here’s who the US Army has tapped to build an enduring capability to counter drones and cruise missiles. 24. August 2021, abgerufen am 27. März 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>)
Radar: EL/M-2084<ref>defence.professionals. In: defpro.com. 2. April 2009, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 2. April 2009; abgerufen am 27. März 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Heimische Bezeichnung Iron Dome, כיפת ברזל
Herkunftsland IsraelDatei:Flag of Israel.svg Israel
Hersteller Rafael Advanced Defense Systems Ltd
Israel Aerospace Industries
Entwicklung 2005
Indienststellung 2010
Einsatzzeit im Dienst
Stückpreis 50 Mio. USD pro Batterie,
ca. 20.000 EUR pro Rakete,
(Stand 2023)<ref>Nils Metzger: Das Arsenal von Hamas und Co. - Diese Raketen sind auf Israel gerichtet. Zweites Deutsches Fernsehen, 12. Mai 2021, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 12. Mai 2021; abgerufen am 5. Juli 2023.</ref>
Technische Daten
Länge 3,00 m
Durchmesser 160 mm
Gefechtsgewicht 90 kg
Antrieb Feststoff-Raketentriebwerk
Geschwindigkeit 700 m/s<ref name="mmd">Ballistic Missile Defense: Iron Dome Description (December 5, 2012). Mostly Missiledefense.com, abgerufen am 11. Juni 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Reichweite ~17 km<ref name="mmd" />
Dienstgipfelhöhe 10.000 m
Ausstattung
Lenkung Trägheitsnavigationsplattform
Zielortung Radarsuchkopf<ref name="mmd" />
Gefechtskopf 11-kg-Splittergefechtskopf<ref name="mmd" />
Zünder Näherungs- und Aufschlagzünder
Waffenplattformen Anhänger mit 20 Raketen
Listen zum Thema
Datei:Channel2 - Iron dome.webm
Kurzes Video über den Iron Dome von der Israeli News Company

Iron Dome ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Kipat Barzel; deutsch Eiserne Kuppel, auch Eisenkuppel) ist ein mobiles bodengestütztes System zur Abwehr von Raketen, Artillerie- und Mörsergranaten, das von Rafael Advanced Defense Systems Ltd. und Israel Aerospace Industries zum Schutze Israels entwickelt wurde und dort neben David’s Sling und Arrow zur Flugabwehr eingesetzt wird.

Während Iron Dome gegen feindliche Raketen und Mörsergranaten aus kürzester Reichweite schützt, sind David’s Sling und Arrow auf die Abwehr von Lang- und Mittelstreckenraketen ausgelegt.

Entwicklung und Finanzierung

Datei:Gazastreifen Raketenreichweiten.png
Reichweiten von Raketen aus dem Gazastreifen

Israel sieht eine Bedrohung durch Raketen, vor allem durch Qassam-Kurzstreckenraketen der Hamas aus dem Gazastreifen, durch Katjuscha-Kurzstreckenraketen der Hisbollah aus dem Südlibanon und durch iranische Mittelstreckenraketen. Dies führte zur Entwicklung unterschiedlicher Abwehrsysteme.

Nach Angaben von Rafael soll das Iron Dome in der Lage sein, sowohl Kurzstreckenraketen als auch 155-mm-Artilleriegranaten unabhängig von Tageszeit und Wetter abzuwehren; dabei können mehrere Ziele gleichzeitig bekämpft werden.<ref>Iron Dome – Defense Against Short Range Artillery Rockets. Rafael Advanced Defense Systems, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 29. August 2012; abgerufen am 12. April 2011 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Im Februar 2007 wählte der israelische Verteidigungsminister Amir Peretz das System als Raketenabwehrsystem der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte gegen Kurzstreckenraketen aus. Die Gesamtkosten sollen sich auf 1,5 Milliarden Schekel (ca. 375 Millionen US-Dollar) belaufen, die Kosten pro Abfangrakete auf 35.000 bis 50.000 US-Dollar. Da normalerweise auf jedes Ziel zwei Abfangraketen gleichzeitig abgefeuert werden, liegen die Kosten pro Abfangversuch bei bis zu 100.000 US-Dollar;<ref>Yaakov Katz: Iron Dome successful in downing 75% of rockets. Jerusalem Post, abgerufen am 17. November 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>George Szpiro: Israel setzt neues Raketenabwehrsystem ein. In: NZZ. 12. April 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 1. März 2012; abgerufen am 13. April 2011.</ref> damit gilt Iron Dome als vergleichsweise kostengünstige Lösung.<ref>Ron Ben-Yishai: RAFAEL selected to produce rocket interception system. Yedioth Media, 1. Februar 2007, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 18. März 2008; abgerufen am 12. April 2011 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Lars Olberg: Iron Dome. In: Missile Monitor. 19. Oktober 2007, abgerufen am 12. April 2011 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Kosten und die Entwicklungszeit konnten reduziert werden, indem auf bereits vorhandene Komponenten des SPYDER-Flugabwehrsystems zurückgegriffen wurde. Zudem unterstützten die USA die Entwicklung und Beschaffung 2011 mit 205 Millionen US-Dollar. Im August 2012 erfolgte eine weitere Unterstützung der USA in Höhe von 70 Millionen US-Dollar.<ref>Jim Garamone: Iron Dome System Demonstrates U.S-Israeli Partnership. U.S. Departmend of Defense, 1. August 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 6. August 2012; abgerufen am 5. Juli 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Am 7. Juli 2008 wurde der erste erfolgreiche Test durchgeführt.<ref>Yuval Azoulay und Haaretz Correspondent: Israeli arms company successfully tests Iron Dome anti-Qassam missile. Haaretz Daily Newspaper, 7. Juli 2008, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 2. Dezember 2010; abgerufen am 12. April 2011 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Am 19. Juli 2010 meldeten die israelischen Streitkräfte das System als einsatzbereit, die ersten beiden Batterien wurden im November 2010 bei Sderot an der Grenze zum Gazastreifen stationiert.<ref>Iron Dome system passes final tests. The Jerusalem Post, 19. Juli 2010, abgerufen am 5. Juli 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im März 2011 folgte die Stationierung in Beʾer Scheva und nahe Aschqelon.

Bis Juli 2014 wurden neun Einheiten in Dienst gestellt, davon sind derzeit vier rund um den Gazastreifen stationiert. Israel plant, den Bestand in den nächsten Jahren auf insgesamt 15 Systeme auszubauen.Vorlage:Hinweisbaustein

Stand 2019 besaß die United States Army zwei Systeme und wollte bei Bedarf weitere Einheiten bestellen.<ref>Anna Ahronheim: U.S. Army doesn't want any more Iron Dome systems. American defense media reports that system isn’t a long-term solution for US Army. In: jpost.com. Jpost Inc., 16. Oktober 2019, abgerufen am 5. November 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Angesichts des Terrorangriffs der Hamas im Oktober 2023 beschlossen die USA am 19. Oktober 2023 diese zwei Systeme an Israel zurück zu verleihen.<ref>US to send two Iron Dome systems back to Israel - sources, Reuters, 19. Oktober 2023. Abgerufen am 22. Oktober 2023.</ref>

Gemäß Angaben des Herstellers Rafael wurden mit Iron Dome bis Ende 2020 über 2500 Ziele bekämpft und dabei eine Treffererwartung von annähernd 90 % erreicht.<ref>Light Years Beyond Original Design. In: monch.com. 7. April 2021, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 7. April 2021; abgerufen am 10. April 2021.</ref> Daten aus anderen Einsätzen weisen auf eine deutlich niedrigere Trefferquote hin (vgl. Absatz „Einsatz“ weiter unten).

Technik

Datei:Iron Dome radar.jpg
Radarsystem von Iron Dome
Datei:Raketenabwehrsystem "Iron Dome" – kurzerklärt.webm
Funktionsweise des Iron Dome (Video der Tagesschau)

Ein System besteht aus einem EL/M-2084-Multi-Mode-Radar (MMR), einem Kontrollzentrum (BMC) und bis zu vier Starteinheiten (MFU) für je 20 Abfangraketen. Das Radar von IAI Elta Systems erkennt den Start einer gegnerischen Rakete, berechnet deren Flugbahn und übermittelt diese Informationen an das Kontrollzentrum, das damit den Einschlagpunkt der Rakete bestimmt. Das System arbeitet vollautomatisch und berücksichtigt je nach Programmierung die nach Koordinaten festgelegten Schutzzonen. Sofern der Zielpunkt in eine der Schutzzonen fällt und daher die Kosten einer Abfangmaßnahme rechtfertigt, werden nach manueller Bestätigung<ref>Meet Israel's home-front hero: Iron Dome. Haaretz, 18. Juli 2014, abgerufen am 2. August 2014 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> eine oder mehrere Abfangraketen gestartet.<ref>Gili Cohen, Yanir Yagna, Avi Issacharoff, Barak Ravid: Iron Dome intercepts Gaza rockets over Ashdod, as escalation continues for third day. In: Haaretz. 11. März 2012, abgerufen am 11. März 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Abfangrakete basiert auf der Luft-Luft-Rakete Derby und trägt den Namen Tamir. Sie ist mit einem Radarsuchkopf<ref name="mmd" /> und einem Steuerleitwerk ausgerüstet, das ihr eine hohe Manövrierfähigkeit verleiht. Eine Iron-Dome-Batterie kann ein Gebiet von 150 km² (ein Kreis mit rund 7 km Radius) gegen Raketen- und Artillerieangriffe verteidigen und dabei bis zu sechs anfliegende Objekte gleichzeitig erfassen. Der mobile Aufbau des Abwehrsystems erlaubt ein rasches Verlegen in andere Regionen des Landes und ist allwettertauglich. Das Kontrollzentrum einschließlich der Gefechtstandssoftware wurde von dem israelischen Unternehmen MPrest Systems für Rafael entwickelt. Zukünftige Systeme sollen auch die gleichzeitige Erfassung mehrerer Raketen aus zwei verschiedenen Richtungen und eine Erweiterung der Abfangdistanz vorsehen.

Einsatz

Das Raketenabwehrsystem wurde am 26. März 2011 nördlich von Be’er Scheva erstmals in Betrieb genommen.<ref>Israel stationiert Raketenabwehrsystem "Iron Dome". In: news.ORF.at. Österreichischer Rundfunk, 27. März 2011, abgerufen am 5. Juli 2023.</ref> Am 7. April 2011 wurde es erstmals erfolgreich eingesetzt, als es eine aus dem Gazastreifen abgefeuerte Grad-Rakete abschoss.<ref>Anshel Pfeffer, Yanir Yagna: Iron Dome successfully intercepts Gaza rocket for first time. In: Haaretz. 7. April 2011, abgerufen am 13. April 2011 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Yaakov Katz: Iron Dome works in combat, intercepts Katyusha rocket. The Jerusalem Post, 7. April 2011, abgerufen am 5. Juli 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Matthias Chapman: Was taugt Israels neue Wunderwaffe? News Ausland: Naher Osten & Afrika. In: Der Bund. 11. April 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 26. Dezember 2011; abgerufen am 5. Juli 2023.</ref> An diesem und darauffolgenden Tagen konnten insgesamt acht Grad-Raketen und eine Kassam-Rakete abgefangen werden. Die Trefferquote lag dabei nach Angaben eines Armeesprechers bei nahezu 100 Prozent.<ref>Hanan Greenberg: Israel presents: Iron Dome in action. The Jerusalem Post, 10. April 2011, abgerufen am 13. April 2011 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Bei einer Eskalation im März 2012 wurden in den ersten drei Tagen 110 Raketen aus dem Gazastreifen auf den Süden Israels abgefeuert. Über 30 davon wurden abgefangen.<ref>Gili Cohen, Yanir Yagna, Avi Issacharoff, Barak Ravid: Iron Dome intercepts Gaza rockets over Ashdod, as escalation continues for third day. In: Haaretz. 11. März 2012, abgerufen am 14. Juli 2014 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Auch im Juli 2014 wurden zahlreiche Raketen aus dem Gazastreifen durch Iron Dome abgefangen.<ref>Israel's Iron Dome intercepts rockets fired from Gaza. BBC, 13. Juli 2014, abgerufen am 14. Juli 2014 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Bis zum 1. August 2014 wurden laut IDF 2968 Raketen auf Israel abgefeuert, davon wurden insgesamt 547 durch Iron Dome abgefangen.<ref>jpost.com staff: US Senate blocks Iron Dome funding to Israel. Republicans nix aid proposal out of fear that "it would increase the debt"; Majority Leader Harry Reid says"If this isn’t an emergency I don’t know anything that is.” In: jpost.com. Jpost Inc., 1. August 2014, abgerufen am 5. November 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im Israel-Gaza-Konflikt 2021 wurden in der ersten Woche laut Spiegel Online mehr als 3000 Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel abgefeuert, wobei 450 Raketen im Gazastreifen selbst niedergingen und 1150 Raketen durch Iron Dome abgefangen wurden.<ref>Nahostkonflikt: Heiko Maas fordert Dreistufenplan zur Deeskalation. In: Spiegel Online. 16. Mai 2021, abgerufen am 17. Mai 2021.</ref> Der Rest der nicht abgefangenen Raketen ging auf dem offenem Feld nieder. Ein nicht unbedeutender Vorteil ist, dass das Iron-Dome-System erkennt, wo der Abschussort der gegnerischen Rakete ist.

Operation Wolkensäule

Während der Operation Wolkensäule im November 2012 hatte Iron Dome eine enorme Bedeutung: US-amerikanische Sicherheitsexperten gaben an, dass ohne das Raketenabwehrsystem Israel wahrscheinlich direkt in der ersten Woche der Operation in den Gazastreifen einmarschiert wäre. Die fünfte Iron-Dome-Batterie wurde noch während der ersten Tage der Operation in der Nähe von Tel Aviv in Betrieb genommen. Das gesamte System fing während der Operation 421 aus dem Gazastreifen abgefeuerte Artillerieraketen verschiedener Typen, wie die Fadschr-5 (Kassam M-75), ab.<ref>Ralph Sina: US-Militärhilfe für Israel: "Eiserne Kuppel" statt Invasion? In: Tagesschau. Norddeutscher Rundfunk, 20. November 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 20. November 2012; abgerufen am 5. Juli 2023.</ref><ref>Charles Levinson, Adam Entous: Israels Iron Dome. In: The Wall Street Journal. 25. November 2012, abgerufen am 26. November 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Dies entsprach nach Angaben des israelischen Militärs einer Abfangquote von 84 %. Untersuchungen aus dem Jahr 2013 behaupten aber, dass die Trefferquote viel geringer sein könnte.<ref>UPI: Iron Dome shootdown rate disputed. In: UPI. 22. März 2013, abgerufen am 5. Juli 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Einer MIT-Studie zufolge hat Iron Dome bislang nur 5 % der angreifenden Gefechtsköpfe zerstören können.<ref>David Axe: Israel’s Iron Dome is more like an iron sieve. In: Reuters. 25. Juli 2014, abgerufen am 5. Juli 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Am 15. November 2012 kam es zu einem Ausfall des Iron Dome, bei dem durch den Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen in Kirjat Mal’achi drei Menschen ums Leben kamen.<ref>Gil Ronen: Did Iron Dome Malfunction Let In Lethal Rocket? In: IsraelNationalNews. 19. November 2012, abgerufen am 21. November 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Am 21. November 2012 einigten sich die Hamas und Israel auf eine Waffenruhe. US-Präsident Obama sagte daraufhin erneute Hilfe bei dem Ausbau von Iron Dome zu.<ref>Michael Borgstede: Nahost: Israel behält sich einen Bodeneinsatz in Gaza vor. In: welt.de. 21. November 2012, abgerufen am 7. Oktober 2018.</ref>

Angriffe der Hamas im Mai 2021

Datei:Operation Guardian of the Walls, May 2021. XVIII.jpeg
Operation Guardian of the Walls, Mai 2021

Die Hamas hat laut israelischer Zählung zwischen dem 10. und dem 20. Mai 2021 rund 4340 Kassam-Raketen und Ajjasch-250-Raketen während des Israel-Gaza-Konflikts 2021 („Operation Guardian of the Walls“) aus Gaza auf Israel abgefeuert. 460 davon hätten die Grenze zu Israel nicht überschritten und seien noch im Gazastreifen niedergegangen, teilte das Militär mit. Das Raketenabwehrsystem „Iron Dome“ habe eine Abfangquote von etwa 90 Prozent. Zum Vergleich: Während des Gaza-Kriegs 2014 wurden binnen 51 Tagen insgesamt 4481 Raketen auf Israel abgefeuert.<ref>Israel: Schon 3150 Raketen aus Gaza abgefeuert. Deutsche Welle, 17. Mai 2021, abgerufen am 17. Mai 2021.</ref><ref>Video: Nahost: Menschen in Angst – ARD-Mittagsmagazin. In: Das Erste. 19. Mai 2021, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 19. Mai 2021; abgerufen am 19. Mai 2021.</ref><ref>ntv 20. Mai. 2021</ref>

Angriffe der Hamas im Oktober 2023

Seit Beginn des Terrorangriffs der Hamas auf Israel 2023 wurden im Oktober 2023 rund 8000 Raketen auf Israel abgefeuert.<ref>So viele Raketen hat die Hamas seit Kriegsbeginn aus Gaza auf Israel abgefeuert, Jüdische Allgemeine, 27. Oktober 2023. Abgerufen am 27. Oktober 2023.</ref> Das war der größte Raketenangriff auf Israel in den vergangenen Jahren. Bei dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 wurden innerhalb von Stunden insgesamt mehr als 3000 Raketen aus dem Gazastreifen auf israelisches Staatsgebiet abgefeuert.<ref>Nahostkonflikt: Anzahl der abgefeuerten Raketen auf Israel in den Jahren 2021 bis 2023, statista, Stand Oktober 2023. Abgerufen am 21. Oktober 2023.</ref> Vorzeitig soll das Raketenabwehrsystem Iron Beam, das sich in der Erprobung befindet, nunmehr zusätzlich eingesetzt werden. Laut dem US-amerikanischen Politikmagazin The National Interest kostet ein Schuss vergleichsweise günstige 2000 Dollar, während die Kosten für eine Abfangaktion mit Raketen (Iron Dome) zwischen 15.000 und 20.000 Dollar liegen. Zudem sei eine unbegrenzte Anzahl an Abschüssen möglich, ohne dass zeitaufwendig nachgeladen werden muss.<ref>„Iron Beam“ ergänzt „Iron Dome“: Israels innovative Waffe im Kampf gegen Hamas-Raketen, Merkur, 20. Oktober 2023. Abgerufen am 23. Oktober 2023.</ref> Da die Produktion der Raketen massiv gesteigert wurde, ist auch der Stückpreis dementsprechend gesunken.

Verbreitung

Weblinks

Commons: Iron Dome – Sammlung von Bildern und Videos

Einzelnachweise

<references />