Zum Inhalt springen

Walter Meyer (Ruderer)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 28. Januar 2026 um 21:22 Uhr durch ~2026-62454-8 (Diskussion) (https://www.youtube.com/watch?v=9YhVknPlcxA).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Meyer Junior-vierer-1923.jpg
Junior-Vierer des RC „Werder“ Magdeburg 1923 in Berlin-Grünau. Der sogenannte „Hoffmann“-Vierer mit G. Schultz, G. Dankworth, Walter Meyer, G. Hoffmann und Stm. Werner Fischer (v. r. n. l.)

Walter Meyer (* 14. September 1904 in Tangermünde; † 5. Dezember 1949 im Speziallager Nr. 2 Buchenwald; auch Walther Meyer) war ein deutscher Ruderer, der 1932 Olympiasieger im Vierer mit Steuermann wurde.

Meyer entstammte der Tangermünder Industriellenfamilie Meyer (Familie), die die Schokolade Feodora herstellte.

Das Rudern erlernte Meyer im Ruder-Club „Werder“ in Magdeburg. Hier konnte er 1923 im Junior-Vierer mit Steuermann mit Siegen in Dessau, Berlin und Hamburg erste überregionale Erfolge feiern.<ref>Chronik der Ruder-Vereinigung Alt-Werder Magdeburg 1925–1935</ref> Seinen ersten Deutschen Meistertitel gewann Walter Meyer vom Berliner Ruder-Club 1926 mit dem Achter.<ref>Deutsche Meisterschaften Achter</ref> 1927 gewann Meyer den Titel im Vierer ohne Steuermann<ref>Deutsche Meisterschaften Vierer ohne Steuermann</ref> und belegte mit dem Achter den zweiten Platz. 1930 belegte Meyer mit dem Vierer ohne Steuermann den zweiten Platz bei der Deutschen Meisterschaft. 1932 erreichte Meyer mit dem Vierer mit Steuermann das Finale bei den Olympischen Spielen 1932. In der Besetzung Hans Eller, Horst Hoeck, Walter Meyer, Joachim Spremberg und Steuermann Carlheinz Neumann siegte das Boot mit knappem Vorsprung vor dem italienischen Boot.

Der ausgebildete Kaufmann Meyer trat zum 1. Mai 1933 der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 1.995.544)<ref>Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/27390186</ref> und wurde Direktor der Zuckerfabrik in Tangermünde. 1945 wurde er wegen der Ausbeutung von Zwangsarbeitern während des Zweiten Weltkriegs im Speziallager Nr. 2 in Buchenwald interniert. Dort starb Meyer am 5. Dezember 1949 an Knochentuberkulose.<ref>Totenbuch des Speziallagers Buchenwald, S. 91 (unter der Falschschreibung Meier)</ref><ref>Volker Kluge, Seite 773, Anmerkung 279</ref>

Der Enkel von Walter Meyer, Malte Herwig, widmete sich in einer vielbeachteten Fernsehdokumentation im Jahre 2026 dessen Lebensgeschichte und der Frage inwieweit Meyer sich im Dritten Reich schuldig gemacht haben könnte.<ref>NDR Doku: Eine Spurensuche im Holocaust | Doku | NDR Story. 26. Januar 2026, abgerufen am 28. Januar 2026.</ref>

Literatur

  • Volker Kluge: Olympische Sommerspiele. Die Chronik I. Athen 1896 – Berlin 1936. Sportverlag Berlin, Berlin 1997, ISBN 3-328-00715-6.

Weblinks

Einzelnachweise

<references/>

Vorlage:Klappleiste/Anfang

1900: Bouckaert, Cau, Delchambre, Hazebrouck, Stm. Charlot (FRA) sowie G. Goßler, O. Goßler, Katzenstein, Tietgens, Stm. C. Goßler (GER) | Zwischenspiele 1906: Bruna, Fontanella, Zardinoni, Poli, Stm. Cesana (ITA) | 1912: Arnheiter, Wilker, R. Fickeisen, O. Fickeisen, Stm. Maier (GER) | 1920: Brüderlin, M. Rudolf, P. Rudolf, Walter, Stm. Staub (SUI) | 1924: Albrecht, Probst, Sigg, Walter, Stm. Lachapelle (SUI) | 1928: Perentin, D’Este, Vittori, Delise, Stm. Petronio (ITA) | 1932: Eller, Hoeck, Meyer, Spremberg, Stm. Neumann (GER) | 1936: Maier, Volle, Gaber, Söllner, Stm. Bauer (GER) | 1948: Westlund, Martin, Will, Giovanelli, Stm. Morgan (USA) | 1952: Mejta, Havlis, Jindra, Lusk, Stm. Koranda (TCH) | 1956: Winkler, Sgheiz, Vanzin, Trincavelli, Stm. Stefanoni (ITA) | 1960: Cintl, Effertz, Riekemann, Litz, Stm. Obst (EUA) | 1964: Neusel, Britting, Werner, Hirschfelder, Stm. Oelke (EUA) | 1968: Joyce, Collinge, Storey, Cole, Stm. Dickie (NZL) | 1972: Berger, Färber, Auer, Bierl, Stm. Benter (GER) | 1976: Jeschinow, Iwanow, Kusnezow, Klepikow, Stm. Lukjanow (URS) | 1980: Wendisch, U. Dießner, W. Dießner, Döhn, Stm. Gregor (DDR) | 1984: Cross, Budgett, Holmes, Redgrave, Stm. Ellison (GBR) | 1988: Niesecke, Schmeling, Eichwurzel, Klawonn, Stm. Reiher (DDR) | 1992: Ruican, Talapan, Popescu, Țaga Stm. Răducanu (ROM)

Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Hinweisbaustein