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Aziz Salihu

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Aziz Salihu Vorlage:SportPicto
Daten
Geburtsname Aziz Salihu
Geburtstag 1. Mai 1954
Geburtsort Bandulić
Nationalität Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikDatei:Flag of Yugoslavia (1946–1992).svg Jugoslawien
Gewichtsklasse Superschwergewicht
Stil Rechtsauslage
Größe 1,86 m
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 0 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
Weltcups 0 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
Europameisterschaften 0 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 2 × Bronzemedaille
Mittelmeerspiele 1 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
 Olympische Spiele
Bronze 1984 Los Angeles Superschwergewicht
Weltcup
Bronze 1987 Belgrad Superschwergewicht
Europameisterschaften
Bronze 1985 Budapest Superschwergewicht
Bronze 1981 Tampere Superschwergewicht
 Mittelmeerspiele
Gold 1987 Latakia Superschwergewicht

Aziz „Zizi“ Salihu (* 1. Mai 1954 in Bandulić bei Pristina, SFR Jugoslawien, heute Kosovo) ist ein ehemaliger jugoslawischer Boxer.

Karriere

Salihu boxte von 1969 bis 1990, anfangs für MIK Skopje, später Radnički Prishtina, und war in diesem Zeitraum insgesamt 16 Jahre Mitglied der Nationalmannschaft Jugoslawiens.<ref>Aziz Salihu – zvezda Jugoslavije</ref> Er wurde 1971 und 1972 Jugoslawischer Juniorenmeister im Mittelgewicht<ref>Yugoslav Junior National Championships 1971</ref><ref>Yugoslav Junior National Championships 1972</ref> und gewann 1980 seinen ersten Jugoslawischen Meistertitel bei den Erwachsenen, dem in den folgenden Jahren mehrere weitere folgten.<ref>Yugoslav National Championships 1980</ref> 1981 in Pula<ref>Balkan Championships 1981</ref>, 1982 in Bursa<ref>Balkan Championships 1982</ref>, 1983 in Athen<ref>Balkan Championships 1983</ref> und 1987 in Prishtina gewann er jeweils die Balkanmeisterschaft<ref>Balkan Championships 1987</ref>, zudem siegte er 1987 bei den Mittelmeerspielen in Latakia.<ref>Mediterranean Games 1987</ref>

Im Laufe seiner Karriere startete er zudem bei sechs Europameisterschaften; 1979 in Köln unterlag er in der Vorrunde Ferenc Somodi<ref>European Championships 1979</ref>, 1981 in Tampere gewann er nach einer Niederlage im Halbfinale gegen Wjatscheslaw Jakowlew Bronze.<ref>European Championships 1981</ref> 1983 in Warna verlor er im Viertelfinale gegen Ulli Kaden<ref>European Championships 1983</ref>, gewann 1985 in Budapest jedoch erneut Bronze, nachdem er im Halbfinale wieder gegen Ferenc Somodi ausgeschieden war.<ref>European Championships 1985</ref> 1987 in Turin verlor er im Viertelfinale knapp mit 2:3 gegen Biagio Chianese<ref>European Championships 1987</ref> und 1989 in Athen ebenfalls im Viertelfinale gegen Swilen Rusinow.<ref>European Championships 1989</ref>

Bei Olympischen Spielen konnte er dreimal an den Start gehen; 1980 in Moskau verlor er im Achtelfinale gegen den späteren Silbermedaillengewinner Pjotr Sajew<ref>Olympic Games 1980</ref>, erzielte jedoch 1984 in Los Angeles mit dem Gewinn einer Bronzemedaille seinen größten Erfolg. Mit einem Sieg gegen Peter Hussing war er in das Halbfinale eingezogen, wo er gegen den späteren Goldmedaillengewinner Tyrell Biggs verlor.<ref>Olympic Games 1984</ref> 1988 in Seoul schied er im Achtelfinale gegen Ulli Kaden aus.<ref>Olympic Games 1988</ref>

Bei seiner einzigen WM-Teilnahme, 1986 in Reno, kam er mit einem Sieg gegen Ferenc Somodi in das Viertelfinale, wo er gegen Alex Garcia unterlag.<ref>World Championships 1986</ref> Beim Weltcup 1987 in Belgrad gewann er nach einer Niederlage im Halbfinale gegen Ulli Kaden eine weitere Bronzemedaille.<ref>World Cup 1987</ref>

Sonstiges

Salihu trainierte mehrere Jahre im serbischen Jagodina, wo auch seine Tochter Lidija geboren wurde, ehe er 1978 nach Prishtina zurückkehrte. Nach Ausbruch des Kosovokrieges lebte er rund zehn Jahre in Mazedonien und erhielt dort die Staatsbürgerschaft. Danach kehrte er nach Prishtina zurück,<ref>AZIZ SALIHU LEŽI U PRIŠTINSKOJ BOLNICI</ref> war an der Gründung des Olympischen Komitees des Kosovo beteiligt<ref>Aziz Salihu: Populli më do shumë</ref> und wurde Präsident des Boxclubs Prishtina (Stand: 2023).<ref>Aziz Salihu e ka një hall të madh</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />