Sironidae
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| Sironidae | ||||||||||||
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| Datei:Opiliones, Cyphophthalmi, Sironidae, Siro (2404167613).jpg
Siro sp. | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Sironidae | ||||||||||||
| Simon, 1879 |
Sironidae sind eine Familie der Weberknechte (Opiliones). In Mitteleuropa ist sie mit nur zwei Arten vertreten. Siro carpaticus, Rafalski 1956, wurde in Polen und der Slowakei nachgewiesen, und Siro duricorius (Joseph, 1868) in Österreich und Slowenien.<ref name="Blick Komposch">Blick, T. & C. Komposch (2004): Checkliste der Weberknechte Mittel- und Nordeuropas. Checklist of the harvestmen of Central and Northern Europe. (Arachnida: Opiliones). Version 27. Dezember 2004. PDF</ref> Weltweit wurden über 30 Spezies beschrieben,<ref name="Hallan Catalog"/> deren Verbreitungsgebiet auf das mesozoische Laurasien hinweist<ref name="Rocha">Pinto-da-Rocha, Machado, Giribet, 2007: Harvestmen - The Biology of Opiliones. Harvard University Press ISBN 0-674-02343-9</ref>. Sie sind weltweit verbreitet, mit Ausnahme Asiens, aber mit Vorkommen in der Türkei<ref name="Martens">Jochen Martens, 1978: Weberknechte, Opiliones. Die Tierwelt Deutschlands, Teil 64. VEB G. Fischer, Jena.</ref>. Der Namensteil Siron ist die latinisierte Form von Ciron, einem französischen Landstrich.<ref name="Rocha"/>
Merkmale
Sironiden haben einen 1 bis 2,5 mm kleinen Körper ohne Augen. Sie sind gelblich, orange, rot oder schwarz.<ref name="Rocha"/> Das Scutum des Vorder- und Hinterkörpers ist verschmolzen zum Scutum completum (komplett verwachsene Tergite)<ref name="Martens"/>. Der Rücken ist furchig mit granulatartigen Flocken besetzt. Im hinteren Bereich erhebt sich ein mittlerer Hügel, die Ozophore ist seitwärts orientiert. Die Kieferklauen (Cheliceren) sind robust und mit einem Typ von Zähnen bezahnt, während das Grundglied meist glatt ist. Es besteht bis auf die Ausprägung der Analregion kein ausgeprägter Geschlechtsdimorphismus.<ref name="Rocha"/>
Die männlichen Vertreter dieser Familie besitzen komplexe Drüsenorgane in der Haut des Tarsus des vierten Laufbeines. Aus einem System von Kanälen werden die unterschiedlichen Proteine aus den Drüsen gesammelt und das (Abwehr-)Sekret an die Oberfläche des Tarsus transportiert. Vereinzelte Ausgänge sind über die gesamte Haut (Epidermis) des Tarsus verstreut.<ref>Jochen Martens, 1979: Feinstruktur der Tarsal-Drüse von Siro duricovius (Joseph) (Opiliones, Sironidae). Zoomorphology 92, 77 – 93.</ref>
Gattungen
- Iberosiro
- Odontosiro Juberthie, 1961
- Paramiopsalis Juberthie, 1962 (Portugal, Spanien)
- Siro Latreille, 1796 (Westeuropa, Nordamerika)
- Cyphophthalmus
- Suzukielus Juberthie, 1970 (Japan)
- Tranteeva (Bulgarien)
Einzelnachweise
<references> <ref name="Hallan Catalog">Joel Hallan: Sironidae Catalog, Hosted at the Department of Entomology, Texas A&M University, last updated 2008</ref> </references>
Literatur
- Sarah Boyer, I. Karaman, and G. Giribet. "The Family Sironidae (Opiliones, Cyphophthalmi) in Europe: a phylogenetic approach to Eastern Mediterranean biogeography" Molecular Phylogenetics and Evolution 36.3 (2005): 554–567.
Weblinks
- Sironidae Wiki der Arachnologischen Gesellschaft e.V.