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Susan Boyle

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Susan Boyle (2013)

Susan Magdalane Boyle (* 1. April 1961 in Blackburn, West Lothian) ist eine schottische Sängerin, die einem größeren Publikum 2009 durch ihren Auftritt in der dritten Staffel der Castingshow Britain’s Got Talent bekannt wurde. Durch ihre Darbietung von „I Dreamed a Dream“ aus dem Musical Les Misérables erlangte sie internationale Berühmtheit.<ref>Jordan, Mary 14. April 2009 „The Scot Heard Round the World“. The Washington Post: p. A-8., 16. April 2009</ref>

Artikel über sie erschienen global; Videos ihres Auftritts wurden in der ersten Woche mehrere zehn Millionen Mal aufgerufen.<ref>Susan Boyle - Britains Got Talent 2009 Episode 1 - Saturday 11th April | HD High Quality</ref> In der Castingshow erreichte sie schließlich den zweiten Platz. Ihr 2009 erschienenes Debütalbum I dreamed a dream wurde national und international ein kommerzieller Erfolg, ebenso die beiden Nachfolgealben The Gift (2010) und Someone to Watch Over Me (2011).

Leben

Boyle ist das jüngste von insgesamt neun Kindern und lebt in Blackburn, einer Stadt in West Lothian nahe Edinburgh in Schottland.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www3.signonsandiego.comMcConville, Ben (16. April 2009). „Singing 'spinster' strikes chord in talent contest“. Associated Press via SignonSanDiego.com. (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2024. Suche im Internet Archive ), 17. April 2009</ref> Von ihren Klassenkameraden wurde sie aufgrund ihres Aussehens gehänselt; Schulkameraden schrieben ihr eine Lernbehinderung zu und hänselten sie deshalb.<ref name="Mirror12042009">Gould, Lara (12. April 2009). Britain’s Got Talent: „Singing sensation Susan Boyle sang to escape the bullies“. The Daily Mirror., 14. April 2009</ref> Das Wochenmagazin Der Spiegel berichtete im Dezember 2013, dass bei ihr das Asperger-Syndrom diagnostiziert wurde, wie auch eine überdurchschnittliche Intelligenz; Susan Boyle äußerte sich erleichtert über diese Diagnose.<ref>Der Spiegel, 12/2013: Talentshow-Star: Susan Boyle leidet unter Asperger-Syndrom Abgerufen am 8. Dezember 2013</ref>

Seit ihrer Kindheit erhielt sie Gesangsunterricht in Livingston, Schottland. Sie beendete ihre Gesangskarriere jedoch, um sich um ihre kranke Mutter zu kümmern, die 2007 im Alter von 91 Jahren starb. Beim Auftritt im Regionalfinale von „Britain’s Got Talent“ sang sie das erste Mal seit dem Tod ihrer Mutter.<ref>MacDonald, Stuart (12. April 2009). „Secret sadness of Britain’s Got Talent star“. The Sunday Times., 16. April 2009</ref> Boyle erwähnte in der Washington Post, dass sie an dem Wettbewerb im Gedenken an ihre verstorbene Mutter teilgenommen habe. Diese hatte sie dazu angehalten, auch einmal einen Auftritt vor einem größeren Publikum als dem der Gemeindekirche zu wagen.

Boyle ist unverheiratet und war vor ihrer Gesangskarriere arbeitslos.

Fernsehauftritt

In der ersten Runde der dritten Staffel von Britain’s Got Talent bot Boyle am 11. April 2009 „I Dreamed a Dream“ aus dem Musical Les Misérables dar. Dieser Auftritt wurde weit verbreitet und das Video hierzu wurde über 300 Millionen Mal auf der Online-Videoplattform YouTube gesehen.<ref>focus.de: „Susan Boyle YouTube-Star im Castingshow-Finale.“</ref><ref>YouTube Blog: „What You Watched and Searched for on YouTube in 2009“</ref> Über diese Reaktion soll Boyle gerührt und erstaunt gewesen sein.<ref>Scottish singer 'gobsmacked' by overnight stardom; CNN, 17. April 2009</ref>

Vor ihrem Auftritt waren Jury und Publikum skeptisch, insbesondere, als sie sich selbstbewusst vorstellte und als Ziel der Teilnahme, trotz ihrer schon 47 Jahre, eine Karriere als professionelle Sängerin und als Vorbild Elaine Paige nannte. Während der Darbietung und danach erhielt sie jedoch stark positive Rückmeldungen und Zustimmung vom anwesenden Publikum und der Jury. Die Fernsehsendung wurde in Schottland im Januar 2009 aufgezeichnet.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.redlasso.com„'Fox news, Simon Cowell interview'“. 16. April 2009 (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche im Internet Archive ), 16. April 2009</ref>

Am 24. Mai 2009 konnte sich Boyle mit dem Titel „Memory“ aus dem Musical Cats für das Finale des Wettbewerbs qualifizieren, in dem sie am 30. Mai 2009 den zweiten Platz belegte.<ref>„Britain’s Got Talent“-Finale Susan Boyle verliert – und wirkt erleichtert</ref> Nach dem Auftritt war sie so erschöpft, dass sie in ein Krankenhaus gebracht werden musste.<ref>Susan Boyle in Klinik eingeliefert. Auf: Spiegel online</ref>

Im später produzierten ITV-Spezial I Dreamed A Dream: The Susan Boyle Story kam es mit ihrem Idol Elaine Paige zu einem Duett-Auftritt,<ref name=dailymail/> der mit bislang über 54 Millionen Aufrufen ebenfalls sehr erfolgreich bei YouTube war.

Medienecho

Viele britische Zeitungen berichteten über Boyles Auftritt und die Reaktion darauf im Internet. Colin Robertson, Journalist in der britischen Boulevardzeitung The Sun nannte sie „Paula Potts“ in Anlehnung an den Gewinner der ersten Staffel, Paul Potts.<ref>Robertson, Colin (10. April 2009). „Paula Potts“. The Sun., 14. April 2009</ref>

Auch die internationale Presse wurde auf sie aufmerksam, unter anderem das deutsche Nachrichtenmagazin Der Spiegel,<ref>16. April 2009 „Die Maus, die brüllte“. Der Spiegel.</ref> aber auch Zeitschriften in Asien und in Nordamerika berichteten über Boyle. In den USA wurde von ABC News verkündet, dass Boyle womöglich die neueste Popsensation Großbritanniens sei, und sie wurde als „Die Frau, die [den Juroren] Simon Cowell zum Schweigen brachte“ bezeichnet.<ref>Farhanghi, Hoda 14. April 2009. „The Woman Who Shut Up Simon Cowell“. ABCNews Online., 14. April 2009</ref> Auch hier zogen mehrere Journalisten Parallelen zu Paul Potts, der ebenfalls als unerwartetes Gesangstalent durch die britische Castingshow berühmt geworden war.

Ebenso reagierten mehrere US-Fernsehsender in Form von Satelliteninterviews, unter anderem CBS, ABC und FOX.

Die wichtigste Rolle bei der Verbreitung von Boyles Ruhm spielten jedoch Webseiten wie YouTube, Facebook und Twitter. Das Video ihres Auftrittes bei YouTube wurde in den ersten 72 Stunden beinahe 2,5 Millionen Mal abgerufen, bereits am 17. April 2009, sechs Tage nach dem Auftritt, war es mit 22 Millionen Aufrufen das meistgesehene Video des Monats weltweit. Die Los Angeles Times schrieb, dass die Beliebtheit dieses Videos auf der emotionalen Breite innerhalb eines kurzen Zeitrahmens beruhe, was es für das Internet, wo kurze Clips zählen, perfekt mache.<ref>Collins, Scott; Stobart, Janet (17. April 2009). „Talent trumps all for YouTube sensation Susan Boyle“. Los Angeles Times. 17. April 2009</ref> Boyles Ruhm wurde auch über die Webseite Twitter verbreitet, u. a. durch Ashton Kutcher und Demi Moore.<ref>Robertson, Colin (14. April 2009). „Crying out for Moore“. The Sun. 14. April 2009</ref> Als sie davon erfuhr, gab Boyle zu, von Kutcher noch nie gehört zu haben und auch wenn ihr der Name „Demi Moore“ etwas sage, auch über sie relativ wenig zu wissen. Dennoch bedankte sie sich bei beiden für ihre Unterstützung.<ref>„Susan: Demi who?“. The Sun. 16. April 2009</ref>

Neben dem Medienecho des Hypes um Susan Boyle kurbelte die Sängerin auch Musiknotenverkäufe an.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />„Susan Boyle“. Phlow.net. (Memento vom 6. Juni 2009 im Internet Archive) 5. Mai 2009</ref> Der von ihr gesungene Titel „I Dreamed a Dream“ gehörte bereits kurz nach dem Auftritt zu den meistgekauften Artikeln auf Musicnotes.com.

Weitere Laufbahn

Das Album I Dreamed a Dream von Susan Boyle wurde 2009 das Debütalbum mit den höchsten Verkaufszahlen der ersten Woche in Großbritannien.<ref name="nme">Susan Boyle beats Leona Lewis, Arctic Monkeys to 'biggest first week sales for UK debut album' title | News. NME, 29. November 2009, abgerufen am 22. Dezember 2013 (englisch).</ref> Auch ihre weiteren Alben waren weltweit erfolgreich.

Es folgten viele weitere Auftritte: So trat Boyle am 13. Mai 2012 in Windsor Castle anlässlich des diamantenen Thronjubiläums vor der Queen auf und sang „Mull of Kintyre“ von Paul McCartney. Im November 2012 sang sie gemeinsam mit ihrem Idol Donny Osmond in Las Vegas ein Duett.<ref>Linda Das: As she meets her idol Donny Osmond in Las Vegas, Susan Boyle says she may have conquered her demons but now she's terrified it may all disappear. Mail Online, 16. November 2012, abgerufen am 13. Juli 2013 (englisch).</ref>

Im Juli 2013 ging Susan Boyle auf eine vielumjubelte Tour mit sieben Konzerten durch Schottland. Es war das erste Mal, dass sie live ganze Abende allein gestaltete.<ref>There's something about Susan. YouTube, 12. Dezember 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 19. Januar 2014; abgerufen am 22. Dezember 2013.</ref> Diese Konzertreise diente der Vorbereitung einer internationalen Tour, die 2014 stattfand.<ref>Susan Boyle's first live tour nears sell-out. The Scotsman, 1. Juli 2013, abgerufen am 22. Dezember 2013 (englisch).</ref>

Im Dezember 2013 lief in britischen Kinos der Film The Christmas Candle an, in dem Boyle nicht nur singt, sondern auch eine Nebenrolle übernommen hat.<ref>Weihnachtsfilm mit Susan Boyle. Euronews, 17. Dezember 2013, abgerufen am 22. Dezember 2013 (englisch).</ref>

Wohltätigkeits-CD

Bereits 1999 nahm Boyle das Lied Cry Me a River für eine Wohltätigkeits-CD an einer Schule in Whitburn auf. Auch diese Aufnahme wurde nach ihrem Auftritt bei der Casting-Show im Internet veröffentlicht und erhielt sogleich Zuspruch.<ref>„Exclusive: Susan Boyle's first ever song release revealed - listen to it here“. Daily Record. 17. April 2009</ref> Außerdem hat sie Anfang des Jahres 2010 als Helping Haiti Charity Song das Lied Everybody Hurts von R.E.M. zusammen mit Leona Lewis, Rod Stewart, Mariah Carey, Cheryl Cole, Mika, Michael Bublé, Joe McElderry, Miley Cyrus, James Blunt, Robbie Williams, Gary Barlow, Mark Owen, Jon Bon Jovi, James Morrison, Alexandra Burke, Aston Merrygold, Marvin Humes, Shane Filan, Mark Feehily und Kylie Minogue aufgenommen.

Ehrungen und Auszeichnungen

2012 wurde Susan Boyle die Würde eines Ehrendoktors von der Edinburgher Queen Margaret University verliehen, an der sie einst einen Abschluss in Pflege erworben hatte.<ref>Susan Boyle: Honorary doctorate for singer. BBC News, 6. Juli 2012, abgerufen am 22. Dezember 2013 (englisch).</ref><ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Dr Boyle: Susan picks up honorary doctorate for her contribution to music.] STV News, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 31. August 2013 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Diskografie

Studioalben

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Singles

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Auszeichnungen für Musikverkäufe

Goldene Schallplatte

Platin-Schallplatte

2× Platin-Schallplatte

3× Platin-Schallplatte

4× Platin-Schallplatte

5× Platin-Schallplatte

8× Platin-Schallplatte

10× Platin-Schallplatte

11× Platin-Schallplatte

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Weblinks

Einzelnachweise

<references> <ref name=dailymail> Simon Cable: „Susan Boyle is a virus“ claims Elaine Paige as she reveals her true feelings about their duet. (englisch). In: Daily Mail. 28. Januar 2015, abgerufen am 18. April 2015. </ref> </references>

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