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Halothamnus somalensis

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Halothamnus somalensis
Datei:Halothamnus somalensis, herbarium sheet.JPG

Halothamnus somalensis

Systematik
Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales)
Familie: Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae)
Unterfamilie: Salsoloideae
Tribus: Salsoleae
Gattung: Halothamnus
Art: Halothamnus somalensis
Wissenschaftlicher Name
Halothamnus somalensis
(N.E.Br.) Botsch.

Halothamnus somalensis ist eine Pflanzenart aus der Gattung Halothamnus in der Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae). Sie kommt in Trockengebieten Ostafrikas (Dschibuti, Somalia, Äthiopien) vor und wird volksmedizinisch verwendet.

Beschreibung

Vegetative Merkmale

Halothamnus somalensis wächst als Strauch und erreicht Wuchshöhen von 30 bis 90 Zentimeter. Die dornig zugespitzten, olivgrünen Zweige werden zum Teil beim Trocknen schwarz. Die an den Zweigen angedrückt stehenden, halbstielrunden Laubblätter sind bei einer Länge von nur 0,5 bis 3 Millimeter linealisch.

Generative Merkmale

Die Blüten sind 3 bis 4,7 Millimeter groß. Die geflügelte Frucht besitzt Durchmesser von 8 bis 12,5 Millimeter, wobei die Flügel auch an schwarzen Pflanzen hell bleiben. Die Gruben auf der Unterseite der Frucht sind strichförmig und grenzen dicht an den umgebenden Wall, zwischen ihnen sind keine Nerven zu erkennen.

Anatomische Merkmale

Im Unterschied zu anderen Halothamnus-Arten ist die Epidermis der Sprossachse von Halothamnus somalensis in den Außenwänden und teilweise auch den Radialwänden cutinisiert.<ref name="Southwest Asia">Gabriele Kothe-Heinrich: The genus Halothamnus (Chenopodiaceae) in Southwest Asia. In: Flora et Vegetatio Mundi 9, 1991, S. 43–52.</ref>

Vorkommen

Halothamnus somalensis ist in Dschibuti, Somalia und Trockengebieten Äthiopiens heimisch; ähnliche Pflanzen von der Arabischen Halbinsel gehören zu Halothamnus bottae subsp. niger.<ref name="Southwest Asia" /> Die Pflanzen wachsen in offener Dornsavanne auf sandigem, lehmigem oder felsigem Untergrund in Höhenlagen zwischen 0 und 1750 Meter.

Nutzung

Die Wurzeln von Halothamnus somalensis werden traditionell als Heilpflanze gegen parasitische Würmer bei Tieren und Menschen angewendet.<ref>F. Dawo & M. Tibbo: Anthelmintic effect of Halothamnus somalensis in Arsi-Bale goats. In: Livestock Research for Rural Development. Volume 17, Article #68, 2005.</ref>

Taxonomie

Die Erstbeschreibung dieser Art erfolgte 1909 durch Nicholas Edward Brown unter dem Namen Salsola somalensis<ref>Nicholas Edward Brown: Salsola somalensis N.E.Br. In: Bull. Misc. Inform. 2, 1909, S. 50 (Erstbeschreibung)</ref>. Sie wurde 1981 durch Victor Petrovič Botschantzev unter dem Namen Halothamnus somalensis in die Gattung Halothamnus eingegliedert<ref>Victor Petrovič Botschantzev: Revisio generis Halothamnus Jaub. et Spach (Chenopodiaceae) (russisch). In: Bot. Mater. Gerb. Bot. Inst. Komarova Akad. Nauk SSSR = Novosti Sistematiki Vysshikh Rastenii. Moscow & Leningrad 18, 1981, S. 151. (Neukombination zu Halothamnus)</ref>.

Synonyme für Halothamnus somalensis <templatestyles src="Person/styles.css" />(N.E.Br.) Botsch. sind Salsola somalensis <templatestyles src="Person/styles.css" />N.E.Br., Salsola bottae <templatestyles src="Person/styles.css" />(Jaub. & Spach) Boiss. var. faurotii <templatestyles src="Person/styles.css" />Franchet und Salsola bottae <templatestyles src="Person/styles.css" />(Jaub. & Spach) Boiss. var. farinulenta <templatestyles src="Person/styles.css" />Chiov.

Volksnamen

In Somalia ist Halothamnus somalensis als "gosomadowbeye" bekannt<ref name="JSTOR" /> ("gowsa-madobeyi", "goso-mudo-weyi", "gusomadobeye", "gosama do beya"<ref name="Cufodontis" />), was sich von den somalischen Wörtern goso (= Backenzahn) und madow (= schwarz) ableitet, und sich auf die Beobachtung bezieht, dass die Zähne und Lippen von Weidetieren oft schwarz werden, nachdem sie die Pflanzen gefressen haben.<ref name="JSTOR" /> Andere Trivialnamen sind "afmadobeye",<ref name="JSTOR" /> "dankup",<ref name="JSTOR" /> "mirrow"<ref name="JSTOR" />, "mimou"<ref>Herbarbeleg Hemming 1435 (Herbarium: K ex EA)</ref>, oder "mirgi-edalis".<ref name="Cufodontis" /> In Djibouti wird die Art auch "Yagali" genannt.<ref>Herbarbelege Chedeville 75, Chedeville 216 (Herbarium: FT), Denis 79 (Herbarium: P)</ref>

Literatur

Einzelnachweise

<references> <ref name="Cufodontis">G. Cufodontis: Enumeratio plantarum Aethiopiae. - Bull. Jard. Bot. État 23 (3/4) Suppl., 1953</ref> <ref name="JSTOR">Eintrag und Herbarbelege von Halothamnus somalensis bei JSTOR</ref> </references>

Weblinks

Commons: Halothamnus somalensis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien