Zum Inhalt springen

Schwinge (Peene)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 25. September 2025 um 04:50 Uhr durch imported>Hutch (Leerzeichen vor/nach Schrägstrich korrigiert).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Schwinge
Datei:Schwinge s-lich pustow.jpg
Schwinge südlich von Pustow, Blick entgegen der Fließrichtung.

Schwinge südlich von Pustow, Blick entgegen der Fließrichtung.

Daten
Gewässerkennzahl DE: 96674
Lage Mecklenburg-Vorpommern
Flusssystem Peene
Abfluss über Peene → Ostsee
Flussgebietseinheit Warnow/Peene
Quelle bei Behrenhoff
54° 0′ 10″ N, 13° 22′ 40″ O
 {{#coordinates:54,002833333333|13,377861111111|
dim=500 globe= name=Quelle Schwinge region=DE-MV type=waterbody
  }} 
Quellhöhe 32 m ü. NHN<ref name="DE-MV_GDV">Geodatenviewer des Amtes für Geoinformation, Vermessungs- und Katasterwesen Mecklenburg-Vorpommern (Hinweise)</ref>
Mündung in die PeeneKoordinaten: 53° 58′ 5″ N, 13° 10′ 1″ O
 {{#coordinates:53,967944444444|13,166944444444|primary
dim=1000 globe= name=Mündung Schwinge region=DE-MV type=waterbody
  }}
53° 58′ 5″ N, 13° 10′ 1″ O {{#coordinates:53,967944444444|13,166944444444|
dim=1000 globe= name=Mündung Schwinge region=DE-MV type=waterbody
  }} 
Mündungshöhe 0,2 m ü. NHN<ref name="DE-MV_GDV">Geodatenviewer des Amtes für Geoinformation, Vermessungs- und Katasterwesen Mecklenburg-Vorpommern (Hinweise)</ref>
Höhenunterschied 31,8 m
Sohlgefälle ca. 1,3 ‰
Länge ca. 24 km
Einzugsgebiet 96 km²<ref name="bestand04">Bestandsaufnahme 2004 nach Wasserrahmenrichtlinie in der Flussgebietseinheit Warnow/Peene, Hrsg. Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie Mecklenburg-Vorpommern, Güstrow 2005</ref>
Abfluss am Pegel Historische Wassermühle n. Loitz<ref>Zur Nutzbarmachung der Wasserkraftpotentiale in Mecklenburg-Vorpommern, W. Krüger, Karl-Heinz Brock, Parchim 1999</ref> MQ
200 l/s

Die Schwinge ist ein ungefähr 24 Kilometer langer Bach in Vorpommern und ein linker Nebenfluss der Peene.

Etymologie

Der Name leitet sich wahrscheinlich vom altsächsischen Verb swingan „schwingen, sich ausbreiten“ ab und nimmt wohl Bezug auf den Unterlauf, der von den Gezeiten (schwankender Wasserstand) betroffen ist.<ref>Vorlage:Greule-DGNB</ref>

Geographie

Die Schwinge entspringt westlich von Behrenhoff. Sie verläuft zunächst in nordöstlicher Richtung und wendet sich bei Busdorf nach Nordwesten. Ab Busdorf durchfließt sie eine mehrere hundert Meter breite feuchte Niederung. In ihrem weiteren Verlauf durchquert sie in südwestlicher Richtung in einem Erosionstal eine hügelige Kames- (Åser-) Landschaft. Dieses Tal entstand infolge des abschmelzenden Eises am Ende der Weichseleiszeit als subglaziales Quertal. Durch die anfangs höheren Schmelzwassermengen bildeten sich kolkartige Vertiefungen und Mäander. Später entstanden Moore, die, wie Messungen am Anfang des 20. Jahrhunderts ergaben, bis auf zehn Meter aufwuchsen. Östlich der Stadt Loitz mündet das Tal der Schwinge in das Urstromtal des Ibitzgraben. Durch dessen ebene Niedermoorlandschaft und die des Peenetals fließt sie in südöstlicher Richtung auf einer Strecke von etwa 2,5 Kilometern bis zur Mündung in die Peene.

Datei:Location dot green.svg Quelle mit GKZ 96674 (Schwinge-L37),
Datei:Location dot cyan.svg Quelle „Schwinge“ mit GKZ 966742,
Datei:Location dot blue.svg Mündung

Geschichte

In einer Urkunde des Herzogs Kasimir II. von 1219 wurde der Bach als „aqua molendini“ (Mühlengewässer) erwähnt.<ref name="B1">Berghaus: Landbuch des Herzogthums Pommern. S. 88–89 (Digitalisat)</ref> Die Erwähnung als „Zwinga“ erfolgte 1248 in einer Urkunde des Herzogs Wartislaw III. von Pommern-Demmin<ref>Berghaus: Landbuch des Herzogthums Pommern. S. 57 (Digitalisat)</ref> bei der Beschreibung der Grenzen des Klosters Hilda mit den Gütern der ritterschaftlichen Familien von Behr und von Blixen. 1248 wurde eine Wassermühle bei Dersekow und eine weitere bei Subzow genannt, 1280 wurde von fünf Mühlen an der Schwinge berichtet.<ref name="B1"/> Für den Betrieb der Wassermühlen wurde die Schwinge aufgestaut. Die Namen der Ortslagen Mühlenkamp und Schoppenmühle bezeichnen ehemalige Mühlenstandorte im Unterlauf des Baches.

Im Jahr 1990 erfolgte die Unterschutzstellung des mittleren und unteren Tals als Naturschutzgebiet Schwingetal und Peenewiesen bei Trantow.

Literatur

  • H. Klose: Die alten Stromtäler Vorpommerns. In: Rudolf Credner (Hrsg.): Jahrbuch der Pommerschen geographischen Gesellschaft Sitz Greifswald. Julius Abel, Greifswald 1905, S. 27 f. (Digitalisat)
  • Heinrich Berghaus: Landbuch des Herzogthums Pommern und des Fürstenthums Rügen. Teil 4, Bd. 2, Dietze, Anklam 1868.

Weblinks

Commons: Schwinge – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein