Zum Inhalt springen

Shazam (Dienst)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 12. Dezember 2025 um 19:53 Uhr durch imported>Ankermast (Wochentag irrelevant, Grammatik, wertend).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Shazam

[[Datei:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|150px]]
Basisdaten

Maintainer Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Entwickler Apple Inc.
Erscheinungsjahr 2002
Aktuelle Version variiert je nach Gerät (Android)
08. November 2021<ref>Shazam – Apps bei Google Play. Abgerufen am 15. Januar 2023.</ref>

17.7 (iOS)
12. April 2024<ref>Shazam. Abgerufen am 12. April 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Aktuelle Vorabversion Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
(Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Betriebssystem Android, iOS, Windows 10 Mobile, Windows bis Februar 2017, macOS
Programmier­sprache Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Kategorie Musikerkennung
Lizenz proprietär
deutschsprachig ja
shazam.com

Shazam ist eine App für mobile Geräte und Personal Computer, die durch die Möglichkeit, laufende Musik zu erkennen, bekannt wurde. Shazam kann aufgenommene Audiosequenzen analysieren und dazu, basierend auf einem akustischen Fingerabdruck, den Titel und weitere passende Informationen aus Shazams Datenbank anzeigen.

Die App wurde von Shazam Entertainment Limited mit Hauptsitz in London entwickelt. Das Unternehmen wurde 1999 von Chris Barton, Philip Inghelbrecht, Dhiraj Mukherjee und Avery Wang gegründet und 2018 für 400 Millionen Dollar an Apple verkauft.<ref name=":0">Danielle Newnham: The Story of Shazam: The Startup Days. 31. Oktober 2020, abgerufen am 1. Mai 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name=":1" />

Funktionen

2008 führte Shazam eine App für Apple iOS ein.<ref>Shazam on iPhone could change music discovery</ref> Derzeit werden zusätzlich die Betriebssysteme Android, Windows Phone und macOS unterstützt, ehemals auch Windows 7, Windows 10 und Windows 10 Mobile.<ref>Shazam. Abgerufen am 20. März 2022.</ref> Mit den Apps können anhand von Audiosequenzen, die mit dem eingebauten Mikrofon des entsprechenden Gerätes aufgenommen wurden, Musiktitel und in den USA auch TV-Sendungen erkannt werden.<ref>Janko Roettgers: Shazam adds automatic music and TV show recognition to its iPhone app. 19. Dezember 2013, abgerufen am 20. März 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Anhand des akustischen Fingerabdrucks der Audiosequenz wird in einer zentralen Datenbank nach Treffern gesucht und das Ergebnis in der Anwendung angezeigt. Dieses enthält neben dem Titel weitere Informationen, wie zum Beispiel Interpret, Liedtext, Musiklabel und einen Link zum Herunterladen beziehungsweise Streamen auf verschiedenen Diensten, wie beispielsweise Spotify, Apple Music und Deezer.

Die Verwendung der Apps benötigt eine Verbindung zum Internet, über die die Erkennung durchgeführt wird. Allerdings besteht auch die Möglichkeit, offline die Tonerkennung zu speichern und erst danach, über eine WLAN-Verbindung, das Musikstück abzufragen.

Einschränkungen

Da die Erkennung auf Fingerabdrücken basiert, ist es prinzipbedingt mit Shazam nur möglich, akustisch exakte Kopien eines Musikwerkes bzw. Samples daraus zu identifizieren.<ref>3.3 Specificity and False Positives in: An Industrial-Strength Audio Search Algorithm by Avery Li-Chun Wang, Sprache: Englisch, Zitat: »The algorithm was designed specifically to target recognition of sound files that are already present in the database. It is not expected to generalize to live recordings.« Abgerufen am 3. Juni 2024</ref> Beispielsweise wird die Wiedergabe eines Ausschnittes der Aufführung eines musikalischen Werkes wie Beethovens 8. Symphonie durch ein beliebiges Orchester, die nicht als Tonträger, Audiodatei oder Stream kommerziell vermarktet wurde, von Shazam fälschlich als diverse Stücke aus der Pop-, Country- und Rockmusik identifiziert, da jede Interpretation eines Werkes und jede weitere Aufführung einen anderen Fingerabdruck erhält und somit z. B. weder Beethoven als Komponist noch seine 8. Symphonie als Werk erkannt wird. Zudem ist die Datenbank auf Einträge durch kommerzielle Labels beschränkt<ref>Make your music discoverable, in: Shazam user guide, Apple Inc, 2024, Sprache: Englisch, Zitat: »To get your music, lyrics, music videos, and more added to the Shazam catalog (and to Apple Music), work with an Apple-approved distributor or encoding house.«, abgerufen am 3. Juni 2024</ref>, die Suchfunktion ist ausschließlich auf eine Vermarktung der damit beworbenen Produkte durch Vertragspartner im Sinne von Promotion ausgerichtet<ref>Final Remarks On What Is Shazam Music Recognition in A Complete Guide To The Shazam Music App von Mari Gikaru, 26. April 2023, Sprache: Englisch, Zitat: »Getting your music in the Shazam database offers a huge advantage for artists, and is an exceptional promotion tool.«, abgerufen am 3. Juni 2024</ref>.

Geschichte

Im Dezember 1999 gründeten Chris Barton, Philip Inghelbrecht und Dhiraj Mukherjee zusammen mit dem für die technische Umsetzung verantwortlichen Ingenieur Avery Wang das Unternehmen Shazam Entertainment Limited.<ref name=":0" /> Die Gründer begannen die für ihre Idee, Musiktitel mit Hilfe eines Mobiltelefons zu erkennen, notwendige Technologie zu entwickeln, was von einigen Experten der damaligen Zeit für unmöglich gehalten wurde.

2002–2017: Vom Kurzwahldienst zur Smartphone-App

Im Jahr 2002 wurde Jerry Roest als CEO eingestellt, um die Markteinführung von Shazam zu unterstützen.<ref name=":0" /> Am 19. August 2002 startete Shazam mit seinem Verfahren zur Identifikation von Musiktiteln mit Hilfe eines Mobiltelefons. Der erste verfügbare Dienst war die Abfrage eines Musiktitels mittels Anruf der Kurzwahlnummer „2580“ und war beschränkt auf das Gebiet des Vereinigten Königreichs. Die Kurzwahlnummer „2580“ wurde deshalb ausgewählt, weil die Zahlen auf dem Tastenfeld des Mobiltelefons in einer Reihe untereinander liegen. Das Ergebnis der Anfrage (Titel und Name des Künstlers) wurde dem Benutzer per SMS mitgeteilt. Für den Anruf der Kurzwahlnummer und für jedes erfolgreiche Ergebnis fielen Kosten an.<ref>Shazam & AQA: The answer is on your mobile – CNET. 18. Mai 2017, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 18. Mai 2017; abgerufen am 30. November 2019.</ref>

2008 war Shazam eine der ersten Apps im neuen Apple App Store und damit verfügbar zum Download auf iPhones mit iOS-Betriebssystem. Bald darauf folgten Versionen für Android- und Windows-Geräte.

Die Funktionen der App wurden stetig weiterentwickelt und seit 2011 ist es möglich mit Shazam nicht nur Musik, sondern auch TV-Programme und Werbung zu erkennen.<ref>Shazam. Abgerufen am 1. Mai 2021.</ref>

2016 gab Shazam an, ihre App sei eine Milliarde Mal heruntergeladen worden.<ref>Shazam Tops 1 Billion Downloads and Achieves EBITDA Profitability. In: Mynewsdesk. (shazam.com [abgerufen am 2. Februar 2018]).</ref>

Seit iOS 8 (2014) ist Shazam in Apples Sprachassistenten Siri integriert.<ref>Lance Whitney: Shazam-powered Siri can now name that tune in iOS 8. Abgerufen am 20. März 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Version für Microsoft Windows ist seit dem 7. Februar 2017 nicht mehr verfügbar und wird auch nicht mehr unterstützt.<ref>Use Shazam on iPhone, iPad, iPod touch, Apple Watch, or Mac. Abgerufen am 20. März 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Seit 2018: Apple übernimmt Shazam

Im Dezember 2017 wurde zunächst über die Übernahme von Shazam durch Apple spekuliert, am 11. Dezember dann der Kauf mit einer Höhe von 400 Millionen Dollar bestätigt.<ref name=":1">Chip.de: Für 400 Millionen Dollar: Apple kauft Musikerkennungsdienst Shazam. 12. Dezember 2017, abgerufen am 12. Dezember 2017.</ref> Im September 2018 hat Apple bekannt gegeben, dass die Übernahme von Shazam abgeschlossen ist und angekündigt, die zukünftige Nutzung der App sei werbefrei.<ref>Apple übernimmt Shazam und bietet mehr Möglichkeiten, Musik zu entdecken und zu genießen. Abgerufen am 1. Mai 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Laut Informationen von Apple hatte Shazam Ende 2020 monatlich über 200 Millionen aktive Nutzer.<ref>heise online: Apple: Shazam hat 200 Millionen aktive Nutzer. Abgerufen am 1. Mai 2021.</ref>

Finanzierung

Im August 2000 hatten die Firmengründer ihre erste Fundraising-Runde abgeschlossen und von Business Angels eine Million US-Dollar eingeworben, um die Entwicklung einer Demo-Version des Shazam-Dienstes zu finanzieren.<ref name=":0" /> Im November desselben Jahres startete die nächste Finanzierungsrunde und bis Juli 2001 konnte Shazam Wagniskapital in Höhe von 7,5 Millionen US-Dollar akquirieren. Als Hauptinvestor konnte Ajay Chowdhury von IDG Ventures Europe gewonnen werden. Das eingeworbene Kapital diente zur technischen Weiterentwicklung und der Vorbereitung der Markteinführung des Dienstes im Jahr 2002.

Zu den früheren Geldgebern des Unternehmens gehört das europäische Risikokapitalunternehmen DN Capital, das 2004 in Shazam investierte.<ref>Lisa Fleisher: London’s DN Capital Closes $200 Million Fund. In: WSJ. 1. September 2014, abgerufen am 20. September 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Bis September 2012 hatte Shazam 32 Millionen US-Dollar an Fördermitteln aufgebracht.<ref>Shazam Raises A Huge Round To The Tune of $32 Million. In: TechCrunch. Abgerufen am 20. September 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im Juli 2013 investierte Carlos Slim Helú 40 Millionen US-Dollar in Shazam für eine nicht genannte Aktie.<ref>Subscribe to read. Abgerufen am 20. September 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im März 2014 bestätigte Shazam eine weitere Finanzierung in Höhe von 20 Millionen US-Dollar.<ref>Shazam Confirms $20M in New Funding, Raising Value to $500M. Abgerufen am 20. September 2019.</ref>

Seit 2018 gehört Shazam dem US-amerikanischen Konzern Apple.

Kritik

Im Februar 2014 fanden IT-Experten heraus, dass Shazam ungefragt private Daten von Android-Geräten an Werbeunternehmen sendet.<ref>Shazam meldet Standort heimlich an Werbenetzwerke. heise.de vom 13. Februar 2014, abgerufen am 14. Februar 2014.</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references responsive />