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Kaditzsch

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Kaditzsch
Große Kreisstadt Grimma
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(189)&title=Kaditzsch 51° 13′ N, 12° 46′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(189) 51° 13′ 8″ N, 12° 45′ 48″ O
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Höhe: 182 m
Fläche: 2,18 km²<ref name="Gindex">Gemarkung Kaditzsch, Kreisstadt Grimma. In: GEOindex. Abgerufen im Februar 2026.</ref>
Einwohner: 189 (2025)<ref>Einwohner-Statistik. Stadt Grimma, abgerufen im Februar 2026.</ref>
Bevölkerungsdichte: 87 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Oktober 1938
Eingemeindet nach: Höfgen
Postleitzahl: 04668
Vorwahl: 03437
Lage von Kaditzsch in Sachsen
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Kaditzsch ist ein zur Ortschaft Höfgen der Großen Kreisstadt Grimma gehöriger Ortsteil im sächsischen Landkreis Leipzig.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 133 kB) § 19. In: Webauftritt. Stadt Grimma, abgerufen im Februar 2026.</ref> Es wurde am 1. Oktober 1938 nach Höfgen eingemeindet, mit dem es am 1. Januar 1994 zur Stadt Grimma kam.

Geographie

Geographische Lage und Verkehr

Kaditzsch befindet sich südöstlich der Kernstadt von Grimma an der Kreisstraße 8334 zwischen Neunitz und Höfgen. Westlich des Orts befindet sich über dem Ostufer der Mulde der Jutta-Park mit dem Bismarckturm, die Siedlung Turmweg und die Naturschaustätte Mohdschägiebchen.

Nachbarorte

Grimma Neunitz Grechwitz
Nimbschen (zu Grimma) Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt
Höfgen Schkortitz

Geschichte

Datei:KaditzschStregehaus.JPG
Gaststätte Stregehaus

Urkundlich wurde Kaditzsch 1350 das erste Mal als Katicz genannt. Weitere Nennungen waren:

  • 1384: Gatschicz
  • 1385: Katschicz
  • 1473: Gaschitcz
  • 1590: Katitzsch
  • 1768: Kaditzsch

Bis ins 16. Jahrhundert gehörte Kaditzsch zum Besitz des Zisterzienserinnen-Klosters Nimbschen, welches infolge der Einführung der Reformation und der Säkularisation als geistliches Institut im Jahr 1536 aufgelöst wurde. Anschließend wurde der Wirtschaftsbetrieb und die dazugehörigen Besitzungen vorerst von dem Klosterverwalter fortgeführt, bis im Jahr 1542 der Kurfürst Johann Friedrich von Sachsen (1525–1554) das Klostergut verpachtete. Als Teil des einstigen Besitzes des säkularisierten Klosters Nimbschen bildete Kaditzsch zwischen 1550 und 1856 ein Amtsdorf des kurfürstlich-sächsischen bzw. königlich-sächsischen Schulamts Grimma,<ref>Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas. Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0; S. 60 f.</ref> welches für die Verwaltung des Besitzes und der wirtschaftlichen Unterhaltung der Fürstenschule Grimma zuständig war. Das Schulamt Grimma wurde ab 1829 schrittweise mit dem Erbamt Grimma zusammengeführt. Bei den im 19. Jahrhundert im Königreich Sachsen durchgeführten Verwaltungsreformen wurden die Ämter aufgelöst. Dadurch kam Kaditzsch im Jahr 1856 unter die Verwaltung des Gerichtsamts Grimma und 1875 an die neu gegründete Amtshauptmannschaft Grimma.<ref>Die Amtshauptmannschaft Grimma im Gemeindeverzeichnis 1900. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Mai 2022; abgerufen am 18. Juli 2025.</ref>

Am 1. Oktober 1938 wurde Kaditzsch nach Höfgen eingemeindet.<ref>Kaditzsch im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum</ref> Kirchlich gehört Kaditzsch seit jeher zu Höfgen. Durch die zweite Kreisreform in der DDR im Jahr 1952 wurde Kaditzsch als Ortsteil der Gemeinde Höfgen dem Kreis Grimma im Bezirk Leipzig angegliedert, der 1990 als sächsischer Landkreis Grimma fortgeführt wurde und 1994 im Muldentalkreis bzw. 2008 im Landkreis Leipzig aufging. Seit der Eingemeindung der Gemeinde Höfgen nach Grimma am 1. Januar 1994<ref>Höfgen im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum</ref> bildet Kaditzsch einen von vier Ortsteilen der Ortschaft Höfgen der Großen Kreisstadt Grimma.

Entwicklung der Einwohnerzahl

Jahr Einwohnerzahl<ref>Vgl. Kaditzsch im Historischen Ortsverzeichnis von SachsenVorlage:Abrufdatum</ref>
1548/51 11 besessene Mann, 24 Inwohner, 1134 Hufen
1764 10 besessene Mann, 2 Gärtner, 4 Häusler, 1158 Hufen
1834 141
1871 245
1890 317
Jahr Einwohnerzahl
1910 279
1925 259
Jahr Einwohnerzahl
2007 206<ref>Landkreis Leipzig – Nahverkehrsplan. (PDF; 3,2 MB) Landkreis Leipzig, S. 10, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 17. November 2023.</ref>
2011 162<ref>Kleinräumiges Gemeindeblatt für Grimma, Stadt. (PDF; 1,8 MB) Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, September 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 8. Februar 2015.</ref>
2019 174<ref>Einwohner-Statistik. Stadt Grimma, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 4. September 2024; abgerufen im Februar 2026.</ref>

Sehenswürdigkeiten und Kultur

Datei:Bismarckturm Grimma.jpg
Bismarckturm Grimma

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In Kaditzsch befindet sich die Denkmalschmiede Höfgen (siehe dort). Des Weiteren befindet sich in unmittelbarer Nähe der Jutta-Park, ein im 19. Jahrhundert im englischen Stil angelegtes Waldgebiet am Ostufer der Mulde mit Springbrunnen und dem 1905 eingeweihten Bismarckturm. Im Parkgelände präsentieren die Künstler der Denkmalschmiede Höfgen ihre Werke. Nördlich des Jutta-Parks befindet sich die Naturschaustätte Mohdschägiebchen.<ref>Jugend und Familie Kreativ e. V.: Willkommen im "Mohdschägiebchn". Abgerufen am 5. Februar 2021.</ref>

Weblinks

Commons: Kaditzsch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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