Zum Inhalt springen

Neukirchen (Mehlingen)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 7. März 2026 um 16:50 Uhr durch imported>Spurzem (Kultur: Die evangelische Kirche steht in Mehlingen.).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Neukirchen
Ortsgemeinde Mehlingen
Das Ortswappen bitte nur als Dateipfad angeben!
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city&title=Neukirchen 49° 29′ N, 7° 52′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 49° 29′ 20″ N, 7° 51′ 37″ O
 {{#coordinates:49,48879|7,86022|primary
dim=10000 globe= name=Neukirchen region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code type=city
  }}
Eingemeindung: 1. April 1939
Postleitzahl: 67678
Vorwahl: 06303
Lage von Neukirchen in Rheinland-Pfalz

Neukirchen (<phonos file="De-Neukirchen.ogg">anhören</phonos>/?) ist ein Ortsteil der rheinland-pfälzischen Gemeinde Mehlingen. Bis 1939 war er eine selbstständige Gemeinde.

Lage

Der Ort liegt in der Mehlinger Heide am nordwestlichen Rand des Pfälzerwaldes. Baulich ist er mit dem benachbarten unmittelbar nordwestlich liegenden Kernort Mehlingen inzwischen zusammengewachsen, sodass eine räumliche Trennung nicht mehr möglich ist. Zu Neukirchen gehören unter anderem die Eckstraße, die Enkenbacher Straße, die Fischbacher Straße, die Ludwigstraße, die Spelzenhofstraße und der südliche Teil der Hauptstraße.

Geschichte

Die älteste erhaltene Erwähnung von Neukirchen, als Nunkirchen, stammt von 1185. Der Name leitet sich davon ab, dass eine neue Kirche anstelle einer zuvor existierenden Kapelle errichtet worden war. Bis Ende des 18. Jahrhunderts gehörte der Ort zur Kurpfalz und war dort dem Oberamt Lautern unterstellt. Das Kloster Otterberg war im Ort begütert.<ref>Jürgen Keddigkeit, Michael Werling, Rüdiger Schulz und Charlotte Lagemann: Otterberg, St. Maria. Zisterzienserabtei Otterburg. In: Jürgen Keddigkeit, Matthias Untermann, Sabine Klapp, Charlotte Lagemann, Hans Ammerich (Hg.): Pfälzisches Klosterlexikon. Handbuch der pfälzischen Klöster, Stifte und Kommenden, Band 3: M–R. Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde. Kaiserslautern 2015. ISBN 978-3-927754-78-2, S. 524–587 (540).</ref>

Von 1798 bis 1814, als die Pfalz Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend Teil des Napoleonischen Kaiserreichs war, war Neunkirchen – so der damalige Name – in den Kanton Kaiserslautern eingegliedert und unterstand der Mairie Alsenborn. 1815 hatte der Ort 521 Einwohner. Im selben Jahr wurde er Österreich zugeschlagen. Bereits ein Jahr später wechselte der Ort wie die gesamte Pfalz in das Königreich Bayern. 1817 wechselte die Gemeinde in den Kanton Otterberg. Von 1818 bis 1862 gehörte er dem Landkommissariat Kaiserslautern an; aus diesem ging das Bezirksamt Kaiserslautern hervor. Ab 1939 war der Ort Bestandteil des Landkreises Kaiserslautern; im April selben Jahres wurde er ins benachbarte Mehlingen eingemeindet.

Kultur

In Neukirchen gibt es sieben Objekte, die unter Denkmalschutz stehen, darunter der als Dreiseithof angelegte Sickingen’sche Hof von 1801 und die 1898 im Stil der Neugotik gebaute katholische Pfarrkirche.

Infrastruktur

Zeitweise gab es in Neukirchen eine Schule. Ihr Geld verdienten früher etliche Neukirchener Bürger als Besenbinder.

Einzelnachweise

<references/>