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Larisa

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Vorlage:Hinweisbaustein

Gemeinde Larisa
{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)
Basisdaten
Staat: GriechenlandDatei:Flag of Greece.svg Griechenland
Region: Thessalien
Regionalbezirk: Larisa
Geographische Koordinaten: Vorlage:Infobox Ort in Griechenland/Region zu ISO-Code_type:city(162591) 39° 38′ N, 22° 25′ OKoordinaten: Vorlage:Infobox Ort in Griechenland/Region zu ISO-Code_type:city(162591) 39° 38′ N, 22° 25′ O
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dim=20000 globe= name= region=Vorlage:Infobox Ort in Griechenland/Region zu ISO-Code type=city
  }}
Fläche: 336,441 km²
Einwohner: 162.591 (2011<ref name="VZ2011">Ergebnisse der Volkszählung 2011 beim Nationalen Statistischen Dienst Griechenlands (ΕΛ.ΣΤΑΤ) (Excel-Dokument, 2,6 MB)</ref>)
Bevölkerungsdichte: 483,3 Ew./km²
Postleitzahl: 412, 413, 414, 415
Gemeindelogo:
Sitz: Larisa
LAU-1-Code-Nr.: 2201
Gemeindebezirke: 3 Gemeindebezirke
Lokale Selbstverwaltung: f126 Stadtbezirke
8 Ortsgemeinschaften
Website: www.larissa-dimos.gr
Lage in der Region Thessalien
Datei:2011 Dimos Larisas.png
Datei:2011 Dimos Larisas.png

Larisa ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)), deutsch auch Larissa, ist die Hauptstadt der griechischen Region Thessalien. Sie liegt im Zentrum des Thessalischen Beckens, das von Bergen wie dem Ossa zur Ägäis hin abgeschirmt ist, und wird vom Fluss Pinios durchflossen. Dort befinden sich eine medizinische Fakultät der Universität Thessalien sowie mehrere Fachhochschulen. Mit 162.591 Einwohnern ist Larisa die einwohnerstärkste Gemeinde Thessaliens. Nach ihr ist der Asteroid (1162) Larissa benannt.

Klima

Vorlage:Hinweisbaustein Durch die Lage in einem Talkessel umgeben von Gebirgen – unter anderem im Nordosten der Olymp, mit 2917 m ü. NN der höchste Berg Griechenlands – ist das Klima Larisas wesentlich kontinentaler als im Rest Griechenlands. Zwar hat auch Larisa das typische mediterrane Klima mit trockenen, heißen Sommern und milden, feuchten Wintern, jedoch sind die Extreme nach oben wie nach unten größer als gewöhnlich. Der Unterschied zwischen der höchsten jemals gemessenen Temperatur in Larisa (45,2 °C) und der kältesten (−21,6 °C) beträgt 66,8 K. Larisa ist im Sommer oft der wärmste Ort Griechenlands.

Larisa
Klimadiagramm
JFMAMJJASOND
 
 
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6
 
 
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2
Vorlage:Farbe Temperatur (°C)   Vorlage:Farbe Niederschlag (mm)
Quelle: wetterkontor.de
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Larisa
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Mittl. Tagesmax. (°C) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format 21,4
Mittl. Tagesmin. (°C) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format 8,7
Niederschlag (mm) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Σ Vorlage:Klimatabelle/Format
Sonnenstunden (h/d) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format
Regentage (d) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Σ Vorlage:Klimatabelle/Format
Luftfeuchtigkeit (%) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format 66,5

Etymologie

Der Name ist wahrscheinlich vorgriechisch, möglicherweise einer nicht-indogermanischen Sprache entstammend. In der griechischen Mythologie ist die thessalische Nymphe Larissa Mutter des Königs Pelasgos.<ref>Servius, Kommentar zu Vergil, Aeneis 2,197, Stephanos von Byzanz s. v. {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); bei Pausanias ist die argivische Heroine Larissa die Tochter des Pelasgos, so auch bei Hellanikos von Lesbos (Die Fragmente der griechischen Historiker 4 F 36a und 36b).</ref>

Geschichte

Datei:ThessalyLarissa.jpg
Münze von Larisa, 440 vor Chr.

Antikes Griechenland und Hellenische Ära

Im Gebiet von Larisa wurden Spuren paläolithischer Besiedlung gefunden.<ref>Curtis Runnels, Tjeerd H. van Andel: The Palaeolithic in Larisa, Thessaly. In: Geoff Bailey, Eugenia Adam, Eleni Panagopoulou, Catherine Perlés, Kostas Zachos (Hrsg.): The Palaeolithic Archaeology of Greece and Adjacent Areas. Proceedings of the ICOPAG Conference, Ioannina, September 1994 (= British School at Athens Studies. Band 3). British School at Athens, London 1999, S. 215–220.</ref>

Larisa, das in Homers Schiffskatalog nicht erwähnt wird, beteiligte sich wohl um 590 v. Chr. unter Eurylochos am Ersten Heiligen Krieg.<ref>Strabon. Geographika 9, 3, 4, p. 418 und 9, 3, 10, p. 421; Polyainos, Strategemata 6, 13.</ref> In Thessalien herrschten damals die Aleuaden, die oft das hohe militärische Amt des Tagos bekleideten.<ref>Herodot, Historien 5, 63, 3 und 7, 6, 2; Thukydides, Peloponnesischer Krieg 1, 111, 1.</ref> Als der Perserkönig Xerxes 480 v. Chr. gegen Griechenland zog, gingen sie zur Sicherung ihrer Position zu ihm über.<ref>Herodot, Historien 7, 6, 2; 7, 130, 3; 7, 172, 1ff.; 9, 1 und 9, 58.</ref> Nach dem Scheitern des Perserzugs konnten sie eine gegen sie unternommene Strafexpedition zurückschlagen.<ref>Herodot, Historien 6, 72; Pausanias, Beschreibung Griechenlands 3, 7, 9.</ref> Dennoch verloren sie in den nächsten Jahrzehnten allmählich an Einfluss. Larisa und andere thessalische Städte vermochten unabhängiger von den Aleuaden zu werden.<ref>Ernst Meyer: Larisa 3. In: Der Kleine Pauly (KlP). Band 3, Stuttgart 1969, Sp. 499.</ref> In der Endphase des Peloponnesischen Kriegs herrschte in Larisa eine moderate Oligarchie.<ref>Aristoteles, Politik 1305 b 28ff.; 1275 b 26 ff.</ref> Lykophron von Pherai führte 404 v. Chr. Krieg gegen Larisa und errang dabei mit Hilfe Spartas einen Sieg.<ref>Xenophon, Hellenika 2. 3. 4.</ref> Anschließend gelang es dem Aleuaden Aristippos, auf ein Söldnerheer und bedeutende Geldleistungen des achämenidischen Prinzen Kyros des Jüngeren gestützt, die Herrschaft in Larisa an sich zu reißen.<ref>Xenophon, Anabasis 1, 1, 10; 1, 2, 1; 2, 6, 28.</ref>

Zu Beginn des 4. Jahrhunderts v. Chr. konnten die Aleuaden ihre Machtbestellung in Larisa behaupten. Sie waren mit den Tyrannen von Pherai verfeindet. Iason von Pherai unterwarf sich indessen die Stadt.<ref>Xenophon, Hellenika 6, 4, 33 f.</ref> Nach Iasons Ermordung 370 v. Chr. folgten ihm Polydoros und Alexander von Pherai. Der makedonische König Alexander II. konnte den Tyrannen 369 v. Chr. aus Larisa vertreiben und wurde neuer Herr der Stadt.<ref>Diodor, Bibliothḗkē historikḗ 15, 61, 3 ff.</ref> Im folgenden Jahr wurde Larisa von Pelopidas erobert.<ref>Diodor, Bibliothḗkē historikḗ 15, 67, 4; Plutarch, Pelopidas 26, 2 f.</ref> 352 v. Chr. versuchten Teisiphonos und Lykophron von Pherai, sich der Stadt zu bemächtigen. Die Aleuaden wandten sich an den mächtigen Makedonenkönig Philipp II. und baten ihn um militärische Unterstützung gegen Pherai.<ref>Diodor, Bibliothḗkē historikḗ 16, 14, 2.</ref> Allerdings kam nun Larisa wie die anderen thessalischen Städte langfristig unter die Hegemonie Makedoniens. Nach dem entscheidenden Sieg des römischen Feldherrn Titus Quinctius Flamininus in der Schlacht von Kynoskephalai über den makedonischen König Philipp V. (197 v. Chr.) verbündete sich Larisa mit dem Römischen Reich. Während der Kriege dieser Weltmacht gegen den Seleukidenherrscher Antiochos III. und den Makedonenkönig Perseus diente die Stadt den Römern als wichtiger Stützpunkt. Larisa blieb nun in der späteren Republikszeit und der Kaiserzeit die bedeutendste thessalische Stadt.<ref>Ernst Meyer: Larisa 3. In: Der Kleine Pauly (KlP). Band 3, Stuttgart 1969, Sp. 500.</ref>

Datei:Ancient Theatre Larissa.jpg
Antikes Theater „Α“ von Larisa
Datei:Λάρισα, Αρχαίο Θέατρο Β 7.jpg
Antikes Theater „Β“ von Larisa

Es befinden sich zwei antike Theater in der Stadt, von denen das östliche „Α“ und das wesentlich kleinere westliche „Β“ genannt wird. Sie liegen wenige hundert Meter auseinander. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

Römische und byzantinische Herrschaft

Larisa war seit der Zeit der Aufteilung der großen römischen Provinzen in kleinere durch Kaiser Diokletian die amtliche Hauptstadt der Provinz Thessalien und Sitz eines Präses. In dieser Gestalt ging es in die byzantinische Zeit über, in der es bis zur Eroberung durch die Kreuzfahrer des lateinischen Kreuzzuges der politische Mittelpunkt Thessaliens blieb, das längere Zeit eine Eparchie des großen makedonischen Themas war. dagegen schon seit dem ausgehenden 9. Jahrhundert mit dem Thema Hellas verbunden erscheint. Larisa ist auch für die griechische Kirchengeschichte früh bedeutend geworden. In der Mitte des 2. Jahrhunderts n. Chr. bestand in Larisa bereits eine ansehnliche christliche Gemeinde, und während der Regierung Konstantins des Großen erscheint die Stadt als namhafter Bischofssitz. Zur Zeit des Konzils von Nicäa (325 n. Chr.) war der Bischof Achillios Thaumaturgos von Larisa einer der entschiedensten Gegner des Arianismus. Unter Oberhoheit der Erzbischöfe von Thessaloniki waren seit 381 n. Chr. die Bischöfe von Larisa die Metropoliten für Thessalien. In der hierarchischen Rangordnung des Byzantinischen Reichs, in dem Leo III. die hellenische Kirche vollständig von Rom getrennt hatte, nahmen die Erzbischöfe von Larisa die 34. Stelle ein.<ref name=Hertzberg> Gustav Hertzberg: Larissa, in: Johann Samuel Ersch, Johann Gottfried Gruber (Hrsg.): Allgemeine Encyclopädie der Wissenschaften und Künste, 2. Sektion, 42. Teil (1888), S. 123 f.</ref>

Seit der Völkerwanderungszeit gab es zahlreiche Einbrüche nördlicher Völker ins Innere der Balkanhalbinsel, die dabei oft auch Thessalien heimsuchten. Der Ostgotenkönig Theoderich der Große raubte bei seinem Krieg gegen den byzantinischen Kaiser Zenon Larisa im Jahr 482 gründlich aus. Kaiser Justinian ließ aber Larisa stark befestigen. Im 9. und 10. Jahrhundert war es ein administratives und militärisches Zentrum des byzantinischen Themas Hellas. Dennoch konnte der bulgarische Zar Samuil die Stadt um 986 vorübergehend einnehmen. Damals schaffte er auch die Reliquien des heiligen Achillios nach seiner Residenz Prespa. Energisch durch die Byzantiner verteidigt, hielt Larisa 1082/83 eine Belagerung der gefürchteten apulischen Normannen unter Robert Guiskards Sohn Bohemund aus. Dieser Feldherr wurde dann im Sommer 1084 bei Larisa durch Kaiser Alexios I. Komnenos schwer geschlagen. Wenig tritt dagegen Larisa in der Zeit des oftmaligen Besitzwechsels hervor, die mit 1204 beginnt und mit der Eroberung Thessaliens durch die Osmanen endet. Die Stadt wurde zunächst im Herbst 1204 von Bonifatius von Montferrat für das lombardische Königreich Thessaloniki erobert. Bereits 1222 war es wieder in den Händen der Griechen des Despotats Epirus, seit 1259 in denen der Palaiologen und seit 1348 in denen serbischer Fürsten.<ref name=Hertzberg />

Teil des Osmanischen Reichs

Datei:Λάρισα, Αρχαιολογικός χώρος φρουρίου, Παλαιοχριστιανική βασιλική Αγίου Αχιλλείου 2.jpg
Überreste der während der osmanischen Ära zerstörten Basilika St. Achilleios

Von den Osmanen wurde Larisa erstmals 1386/87 durch die Militärkommandanten Evrenos Bey und Khayr ul-Din Pascha vorübergehend erobert. Der türkische Sultan Bayezid I. nahm die Stadt in den 1390er Jahren mit einem großen Teil Thessaliens ein. Endgültig kam sie erst 1423 nach ihrer Erstürmung durch Turahan Bey unter osmanische Kontrolle. Larisa wurde nicht die politische Hauptstadt des thessalischen Sandschak, als welche die Osmanen vielmehr Trikala nutzten, weshalb Thessalien nun als Sandschak Trikala bezeichnet wurde. Aber unter dem Namen Yeni-Shehir i-Fenari (d. h. „neue Zitadelle“), den Larisa 1423 erhielt, gedieh die Stadt, das damals etwa 20.000 Einwohner zählte, durch Ackerbau und Wirtschaft, vor allem Rotfärberei, zu neuer Blüte. Turahan Bey wurde erster türkischer Statthalter Thessaliens und richtete sein Hauptquartier in Larisa ein, ebenso sein Sohn und Nachfolger Ömer Bey, der hier eine Moschee gründete. Während der langen osmanischen Herrschaft lebten zahlreiche Muslime in der Stadt. Zu Aufständen gegen die türkische Hegemonie wie jenen des Bischofs der Stadt, Dionysios, im Jahr 1600/01 kam es nur gelegentlich.<ref name=Savvides>A. Savvides: Yeni Shehir, in: Encyclopaedia of Islam, 2. Auflage, Bd. 11 (2002), S. 333.</ref><ref name=Hertzberg />

Im 17. und 18. Jahrhundert entwickelte sich in Larisa ein bedeutender lokaler Jahrmarkt. Die Griechen gründeten hier zu Anfang des 18. Jahrhunderts ein hellenisches Gymnasium. 1770 wurde die Stadt auch der Verwaltungssitz des thessalischen Sandschaks. Während des griechischen Freiheitskrieg war Larisa 1821/22 das Hauptquartier von Hurschid Pascha. Infolge der Bestimmungen des Berliner Vertrags (1878), der den Russisch-Osmanischen Krieg beendete, wurden im Sommer 1881 große Teile Thessaliens samt Larisa von der Hohen Pforte an das Königreich Griechenland abgetreten. Danach wurde Larisa Hauptstadt einer griechischen Nomarchie und zählte damals über 13.000 Einwohner. Seit dem Mai 1884 war es mit Volos durch eine Eisenbahnlinie verbunden und gelangte durch Handel, Industrie, Acker- und Gartenbau zu neuem Wohlstand.<ref name=Hertzberg /><ref name=Savvides /> Während des Türkisch-Griechischen Kriegs von 1897 war die Stadt das Hauptquartier des griechischen Kronprinzen Konstantin. Die griechische Armee floh am 23. April 1897 von hier nach Farsala. Zwei Tage später marschierten türkische Truppen in der Stadt ein. Nach dem Abschluss des Friedens zogen sie wieder ab, und Larisa blieb fortan dauernd bei Griechenland. Bis in die 1920er Jahre wanderten zahlreiche muslimische Einwohner der Stadt aus.<ref name=Savvides />

Zweiter Weltkrieg

Während des Zweiten Weltkriegs kesselten die deutschen Besatzer am 25. März 1944 die Ghettos von Ioannina ein. Sämtlichen jüdischen Bewohnern wurde befohlen, binnen drei Stunden auf den Sammelplätzen anzutreten. Unter Aufsicht der deutschen Feldgendarmerie und Ordnungspolizei wurden 1725 Menschen in 80 Lastwagen verladen und nach Larisa transportiert. Nach einer Zugfahrt, die eine Woche dauerte und von den Logistikstäben der Deutschen Reichsbahn geplant worden war, kamen die Deportierten in Auschwitz an.

21. Jahrhundert

In Larisa wurde 2007 das Hauptquartier der Balkan Battlegroup der EU eingerichtet.

Gemeindegliederung

Bei der Verwaltungsreform 2010 wurden die Nachbargemeinden Giannouli und Kilada nach Larisa eingemeindet. Seither gliedert sich die Gemeinde in drei Gemeindebezirke (die Gemeinden bis 2010) und in 14 Stadtbezirke (über 2.000 Einwohner, griechisch dimotiki kinotita) bzw. Ortsgemeinschaften (bis 2.000 Einwohner, topiki kinotita), die eigene Ortsvertretungen wählen. Die Kernstadt Larisa wurde 2006 in vier Abschnitte geteilt, die ebenfalls als Ortsgemeinschaften geführt werden. Die Einwohnerzahlen stammen aus dem Ergebnis der Volkszählung 2011.<ref name="VZ2011" />

  • Gemeindebezirk Giannouli – {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – 12.496 Einwohner
    • Stadtbezirk Giannouli – {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – 7.885 Einwohner
    • Stadtbezirk Falanna – {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – 4.611 Einwohner
  • Gemeindebezirk Kilada – {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – 3.169 Einwohner
    • Ortsgemeinschaft Amygdalia – {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – 336 Einwohner
    • Ortsgemeinschaft Eleftheres – {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – 520 Einwohner
    • Ortsgemeinschaft Kilada – {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – 628 Einwohner
    • Ortsgemeinschaft Koutsochero – {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – 327 Einwohner
    • Ortsgemeinschaft Loutro Larisis – {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – 332 Einwohner
    • Ortsgemeinschaft Mandra – {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – 512 Einwohner
    • Ortsgemeinschaft Rachoula – {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – 514 Einwohner
  • Gemeindebezirk Larisa – {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – 146.926 Einwohner
    • Stadtbezirk 1. Bezirk Larisas – {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) − 31.522 Einwohner
    • Stadtbezirk 2. Bezirk Larisas – {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) − 42.135 Einwohner
    • Stadtbezirk 3. Bezirk Larisas (inkl. Siedlungen Koulouri und Amfithea) – {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – 32.785 Einwohner
    • Stadtbezirk 4. Bezirk Larisas – {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) − 36.472 Einwohner
    • Ortsgemeinschaft Terpsithea – {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – 1.992 Einwohner

Wirtschaft

Larisa ist Wirtschaftszentrum des landwirtschaftlich geprägten Umlands. Tabak, Obst, Gemüse und Baumwolle werden hier in überwiegend Kleinbetrieben angebaut. Farsala, Elassona, Tyrnavos und Agia sind die agrarischen Handelszentren in der Umgebung.

Larisa erfreut sich seit einigen Jahren immer größerer Beliebtheit als Urlaubsziel, einerseits die Stadt selbst, als historisch attraktives Zentrum, andererseits auch wegen des 50 km entfernten, 17 km langen Strandabschnitts am Thermaischen Golf. Beliebte Urlaubsziele für Touristen und die Larissäer selbst sind Stomio, Agiokambos, Velika und Sotiritsa. Larisa besitzt das größte antike Marmortheater Griechenlands, das erst 1989 ausgegraben wurde.

Verkehr

Straße

Larisa wird durch die Autobahn 1 mit Athen und Thessaloniki verbunden. Vom Busbahnhof gibt es zahlreiche Direktverbindungen zu mehreren größeren Städten Griechenlands.

Schiene

Die Eisenbahn erreichte Larisa 1884 mit der meterspurigen Strecke von der Hafenstadt Volos. Die zweite Bahnanbindung erfolgte 1908, als die normalspurige Strecke, die von Athen aus nach Norden vorangetrieben wurde, Larisa erreichte.<ref>History. In: Thessaly Museum Railway. Abgerufen am 14. Oktober 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 1960 wurde die Schmalspurbahn nach Volos dann ebenfalls auf Normalspur umgespurt.<ref>Henning Wall: Eisenbahnatlas Griechenland. Schweers + Wall, Köln 2018. ISBN 978-3-89494-148-2, S. 15.</ref> Im Bahnhof Larisa vereinigen sich so heute die Strecken Piräus–Thessaloniki und Larisa–Volos. Mit der Hauptstrecke ist Larisa an den innergriechischen Fernverkehr angeschlossen und hatte – bevor das durch die Jugoslawienkriege zum Erliegen kam – direkte, internationale Verbindungen nach Nordeuropa. Auf der Strecke nach Volos verkehren ausschließlich Regionalzüge.

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden. Flugplatz

Der Militärflugplatz (Welt-Icon

 {{#coordinates:39,6491|22,465453|
   |dim=
   |globe=
   |name=Militärflugplatz Larisa
   |region=GR-E
   |type=landmark
  }} IATA: LRA, ICAO: LGLR), der nordöstlich von Larisa liegt, wurde 1912 errichtet und war bis 1997 der kommerzielle Flughafen von Larisa (National-Flughafen Larisa „Thessalien“). Die asphaltierte Start- und Landebahn mit einer Ausrichtung von 08R/26L ist 2.960 m lang. Der Militärflugplatz liegt auf einer Höhe von 69 m (207 ft) über dem Meeresspiegel.

Städtepartnerschaften

Larisa unterhält Städtepartnerschaften mit

Söhne und Töchter der Stadt

Weblinks

Commons: Larisa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Agia | Almyros | Alonnisos | Argithea | Elassona | Farkadona | Farsala | Meteora | Karditsa | Kileler | Larisa | Limni Plastira | Mouzaki | Notio Pilio | Palamas | Pyli | Rigas Fereos | Skiathos | Skopelos | Sofades | Tembi | Trikala | Tyrnavos | Volos | Zagora-Mouresi Vorlage:Klappleiste/Ende