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Navalia

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Vorlage:Hinweisbaustein Navalia bezeichnete bei den Römern sowohl Schiffshäuser als auch Werftanlagen.

Werften

Bei den Griechen waren Werften private Schiffsbauunternehmen ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), die im Wesentlichen Handelsschiffe bauten. Auch Aufträge für den Bau von Kriegsschiffen wurden vom Staat an solche Werften vergeben.

Bei den Römern gab es zumindest zeitweise staatliche Kriegswerften (eigentlich „Helling“), so etwa beim Bau der Flotte des Agrippa 37 v. Chr. in Portus Iulius in der Bucht von Misenum. Auch bei den später angelegten Kriegshäfen Misenum und Classis bei Ravenna waren Werftanlagen vorhanden.

Schiffshäuser

Die Schiffshäuser ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) werden bei den Griechen erstmals von Herodot (3.45.4) erwähnt. Ursprünglich Holzbauten für jeweils ein Schiff, später Steinbauten mit boxenartig nebeneinander liegenden Räumen für jeweils ein bis zwei Schiffe. Die Breite eines solchen Gelasses ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) orientierte sich an den größeren Schiffen (Breite etwa 6,5 m, Länge etwa 40 m in Athen, 20 m in Pyrrha auf Lesbos). Die Schiffe wurden über ein flach aus dem Wasser steigende Rampe auf das Trockene gezogen.

Navalia muss es in allen Häfen gegeben haben, in denen Kriegsschiffe dauerhaft stationiert waren. In ihnen konnten die Kriegsschiffe über längere Zeiträume aufbewahrt werden, wenn der Friede sehr lange währte, mussten sie erst mit einigem Aufwand wieder seetüchtig gemacht werden. Für Handelsschiffe gab es daher keine Navalia, da diese nicht über längere Zeit stillgelegt wurden.

Die Römer haben an der Architektur und der Organisation nichts Wesentliches mehr geändert, wie anhand von Gemälden und Münzen erkennbar ist.

Skeuotheken

Die zu den Navalia gehörigen Zeughäuser ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) bezeichnete man als Skeuothek. Bekanntestes Gebäude dieser Art ist die Skeuothek des Philon in Piräus. Weitere Skeuotheken sind aus Milet und Pergamon überliefert.

Literatur

  • Hans Philipp: Navalia. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band XVI,2, Stuttgart 1935, Sp. 1888 f. (einführender Fachartikel zu Docks und Werften für Kriegsschiffe in der römischen Republik)
  • Walter Hatto Gross: Navalia. In: Der Kleine Pauly (KlP). Band 4, Stuttgart 1972, Sp. 20 f.
  • Olaf Höckmann: Antike Seefahrt. Beck, München 1985, ISBN 3-406-30463-X.
  • Karl Lehmann-Hartleben: Die antiken Hafenanlagen des Mittelmeeres. Beiträge zur Geschichte des Städtebaus im Altertum (= Klio. Beihefte. 14 = NF 1). Dieterich, Leipzig 1923 (Zugleich: Berlin, Friedrich-Wilhelm-Universität, Dissertation, 1922; Neudruck: Scientia-Verlag, Aalen 1963).
  • Hans D. L. Viereck: Die römische Flotte. Classis romana. Koehler, Herford 1975, ISBN 3-7822-0106-X (Auch: Nikol, Hamburg 1996, ISBN 3-930656-33-7).