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Frederick Lorz

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Datei:Frederick Lorz 1904 olympics.jpg
Frederick Lorz 1904

Frederick G. Lorz (auch: Fred Lorz; * 5. Juni 1884 in New York City; † 4. Februar 1914 ebenda) war ein US-amerikanischer Langstreckenläufer, der durch einen bizarren Vorfall bei den Olympischen Sommerspielen 1904 in St. Louis bekannt wurde.

Beim Marathonlauf dieser Spiele lief er als erster ins Ziel ein und ließ sich feiern, bis ein Zuschauer ihn beschuldigte, betrogen zu haben. Daraufhin gab Lorz bereitwillig zu, die Hälfte der Strecke in einem Begleitfahrzeug zurückgelegt zu haben (in einigen Berichten heißt es, er habe von sich aus den Schwindel offengelegt). Seine Beteuerungen, er habe sich bloß einen Witz erlauben wollen, nutzten ihm nichts: Er wurde auf Lebenszeit von den Olympischen Spielen ausgeschlossen, und der Zweitplatzierte Thomas Hicks wurde zum Sieger erklärt.

Der amerikanische Verband war nachsichtiger und ließ die Sperre im darauffolgenden Jahr auslaufen. Lorz bewies daraufhin mit seinem Sieg beim Boston-Marathon 1905 und mit einer Zeit von 2:38:25 h, dass er auch auf ehrliche Weise gewinnen konnte.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Siegerliste Boston Marathon (Memento vom 29. März 2002 im Internet Archive)</ref>

1910 heiratete Lorz Dorothy Reilly, mit der er vier Kinder hatte. 1914 starb er mit 29 Jahren an einer Lungenentzündung.

Weblinks

Commons: Frederick Lorz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

<references />