Smallanthus
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| Smallanthus | ||||||||||||
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| Datei:Smallanthus pyramidalis, known as Arbol Loco (9461228541).jpg | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Smallanthus | ||||||||||||
| Mack. ex Small |
Die Smallanthus sind eine Pflanzengattung in der Unterfamilie der Asteroideae innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae).<ref name="FoNA" /><ref name="Vitali2015" /> Die etwa 23 Arten sind in der Neuen Welt verbreitet.<ref name="Vitali2015" /> Wenige von ihnen, beispielsweise Yacón (Smallanthus sonchifolius), werden als Heil- oder Nutzpflanzen verwendet.
Beschreibung
Vegetative Merkmale
Smallanthus-Arten wachsen als aufrechte, selten einjährige bis meist ausdauernde krautige Pflanzen und bilden manchmal Wurzelknollen als Überdauerungsorgane; oder wenn es sich um verholzende Arten handelt, wachsen sie als Sträucher oder kleine Bäume.<ref name="Vitali2015" /> Sie erreichen je nach Art meist Wuchshöhen von 1 bis 3, selten bis mehr als 12 Metern.
Die gegenständig an den Stängeln oder Zweigen verteilt angeordneten<ref name="Vitali2015" /> Laubblätter sind gestielt (meist mit geflügeltem Stiel) oder selten ungestielt. Die Blattspreite ist einfach bis gelappt. Der Blattrand ist gezähnt. Die Blattoberflächen sind je nach Art unterschiedlich behaart, mindestens die Unterseite.
Generative Merkmale
Die köpfchenförmigen Blütenstände stehen einzeln und endständig oder zu zweit bis fünft in verzweigten Gesamtblütenständen. Die Blütenkörbe sind bei Durchmessern von 0,8 bis über 1,5 Zentimetern kreisrund. In zwei Reihen stehen 12 bis 13, selten bis mehr als 25 Hüllblätter; die äußeren vier bis sechs sind breiter und krautig, die inneren sind schmaler, kürzer und häutig (grün) oder trockenhäutig (braun). Die Blütenstandsböden sind flach bis konvex. Es sind trockenhäutige Spreublätter vorhanden. Die Blütenkörbe enthalten sieben bis 13, selten bis mehr als 25 Zungenblüten und meist 40 bis 80 (20 bis über 150) Röhrenblüten. Die weiblichen, fertilen, zygomorphen Zungenblüten (= Strahlenblüten) sind meist gelb, selten weiß oder orangefarben mit behaarten Kronröhren. Die funktional männlichen, fertilen Röhrenblüten (= Scheibenblüten) sind meist gelb, selten orangefarben mit fünf Kronzipfeln.
Die 30-, 40-rippigen oder -streifigen Achänen sind meist eiförmig oder selten viereckig und manchmal an der Spitze behaart. Es ist kein Pappus vorhanden.<ref name="Vitali2015" />
Die Chromosomengrundzahl beträgt x = 16.<ref name="FoNA" />
Systematik und Verbreitung
Die Erstveröffentlichung der Gattung Smallanthus erfolgte 1933 durch Kenneth Kent Mackenzie in John Kunkel Small: Manual of the Flora of the Southeastern U.S. 1406 und sie wurde von Harold E. Robinson 1978 in Studies in the Heliantheae (Asteraceae). XII. Re-establishment of the genus Smallanthus. in Phytologia, Volume 39, S. 47–47<ref name="Robinson1978" /> reaktiviert. Der botanische Gattungsname Smallanthus ehrt den amerikanischen Botaniker John Kunkel Small (1869–1938).<ref name="FoNA" /> Die Gattung Smallanthus gehört zur Tribus Millerieae in der Unterfamilie der Asteroideae innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae).<ref name="Vitali2015" /> Viele Arten waren früher in der Gattung Polymnia <templatestyles src="Person/styles.css" />L. enthalten, in der nur noch die wenigen nordamerikanischen Arten verblieben sind.
2015 sind für Smallanthus <templatestyles src="Person/styles.css" />Mack. Synonyme: Alymnia <templatestyles src="Person/styles.css" />Neck. ex Spach, Polymniastrum <templatestyles src="Person/styles.css" />Lam.<ref name="Vitali2015" />
Das natürliche Verbreitungsgebiet der Gattung Smallanthus reicht von den USA (nur Smallanthus uvedalia) über Mexiko und Zentralamerika bis nach Südamerika, dort bis nach Argentinien auf 35° Südlicher Breite.
In der Gattung Smallanthus gibt es etwa 23 Arten (Stand Vitali et al. 2015):<ref name="GRIN" /><ref name="FoNA" /><ref name="TSAE" /><ref name="Robinson1978" /><ref name="Vitali2015" />
- Smallanthus apus <templatestyles src="Person/styles.css" />(S.F.Blake) H.Rob.: Sie kommt in Mexiko vor.<ref name="Vitali2015" />
- Smallanthus cocuyensis <templatestyles src="Person/styles.css" />(Cuatrec.) Vitali (Syn.: Polymnia cocuyensis <templatestyles src="Person/styles.css" />Cuatrec.): Diese Neukombination erfolgte 2015. Sie kommt in Kolumbien nur in Boyacá vor.<ref name="Vitali2015" />
- Smallanthus connatus <templatestyles src="Person/styles.css" />(Spreng.) H.Rob.: Sie ist in Brasilien, Bolivien, Paraguay, Uruguay, Argentinien sowie Chile verbreitet.<ref name="Vitali2015" />
- Smallanthus fruticosus <templatestyles src="Person/styles.css" />(Benth.) H.Rob.: Sie kommt in Ecuador sowie Peru vor.<ref name="Vitali2015" />
- Smallanthus glabratus <templatestyles src="Person/styles.css" />(DC.) H.Rob.: Sie kommt in Bolivien, Peru (in Ancash, Apurímac, Cajamarca, Huánuco, La Libertad, Lima)<ref name="Vitali2015" /> und vielleicht im nördlichen Chile vor.<ref name="GRIN" />
- Smallanthus jelskii <templatestyles src="Person/styles.css" />(Hieron.) H.Rob.: Sie kommt in Peru vor.<ref name="Vitali2015" />
- Smallanthus latisquamus <templatestyles src="Person/styles.css" />(S.F.Blake) H.Rob.: Sie kommt von Mexiko bis Zentralamerika vor.<ref name="Vitali2015" />
- Smallanthus lundellii <templatestyles src="Person/styles.css" />H.Rob.: Sie kommt in Guatemala vor.<ref name="Vitali2015" />
- Smallanthus macroscyphus <templatestyles src="Person/styles.css" />(Baker) A.Grau: Sie ist in Brasilien, Bolivien, Paraguay sowie Argentinien verbreitet.<ref name="Vitali2015" />
- Smallanthus maculatus <templatestyles src="Person/styles.css" />(Cav.) H.Rob. (Syn.: Smallanthus obscurus <templatestyles src="Person/styles.css" />B.L.Turner): Sie kommt von Mexiko (in Chiapas, Oaxaca, Tabasco, Veracruz) über Guatemala sowie Belize, El Salvador, Honduras, Nicaragua bis Panama vor.<ref name="GRIN" /><ref name="Vitali2015" />
- Smallanthus macvaughii <templatestyles src="Person/styles.css" />(J.R.Wells) H.Rob.: Sie kommt nur im mexikanischen Bundesstaat Jalisco vor.<ref name="Vitali2015" />
- Smallanthus meridensis <templatestyles src="Person/styles.css" />(Steyerm.) H.Rob.: Sie kommt in Venezuela vor.<ref name="Vitali2015" />
- Smallanthus microcephalus <templatestyles src="Person/styles.css" />(Hieron.) H.Rob.: Sie kommt in Ecuador sowie Peru vor.<ref name="Vitali2015" />
- Smallanthus oaxacanus <templatestyles src="Person/styles.css" />(Sch.Bip. ex Klatt) H.Rob.: Sie kommt von Mexiko über Guatemala bis Honduras vor.<ref name="Vitali2015" />
- Smallanthus obscurus <templatestyles src="Person/styles.css" />B.L.Turner: Sie kommt nur im mexikanischen Bundesstaat Chiapas vor.<ref name="Vitali2015" />
- Smallanthus parviceps <templatestyles src="Person/styles.css" />(S.F.Blake) H.Rob.: Sie kommt in Bolivien vor.<ref name="Vitali2015" />
- Smallanthus putlanus <templatestyles src="Person/styles.css" />B.L.Turner: Sie kommt nur im mexikanischen Bundesstaat Oaxaca vor.<ref name="Vitali2015" />
- Smallanthus pyramidalis <templatestyles src="Person/styles.css" />(Triana) H.Rob.: Sie kommt in Kolumbien, Ecuador sowie Venezuela vor.<ref name="Vitali2015" />
- Smallanthus quichensis <templatestyles src="Person/styles.css" />(J.M.Coult.) H.Rob.: Sie kommt in Guatemala sowie Costa Rica vor.<ref name="Vitali2015" />
- Smallanthus riograndensis <templatestyles src="Person/styles.css" />Mondin: Sie wurde 2004 aus dem brasilianischen Rio Grande do Sul erstbeschrieben.<ref name="Vitali2015" />
- Smallanthus riparius <templatestyles src="Person/styles.css" />(Kunth) H.Rob.: Sie ist von Chiapas sowie Guatemala und von Venezuela, Kolumbien, Ecuador bis Peru verbreitet.<ref name="Vitali2015" />
- Smallanthus siegesbeckius <templatestyles src="Person/styles.css" />(DC.) H.Rob.: Sie kommt in Bolivien, Paraguay sowie Peru vor.<ref name="Vitali2015" />
- Yacón (Smallanthus sonchifolius <templatestyles src="Person/styles.css" />(Poepp. & Endl.) H.Rob.)<ref name="Grau"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Alfredo Grau, Julio Rea: Yacon - Smallanthus sonchifolius (Poepp. & Endl.) H. Robinson. ( des Vorlage:IconExternal vom 23. August 2009 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> Sie kommt in Kolumbien, Ecuador, Bolivien und Peru vor.<ref name="GRIN" /><ref name="Vitali2015" />
- Smallanthus uvedalia <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Mack. ex Small (Syn.: Osteospermum uvedalia <templatestyles src="Person/styles.css" />L., Polymnia uvedalia <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) L.): Sie ist in den östlichen bis zentralen US-Bundesstaaten Indiana, Michigan, New York, Ohio, Pennsylvania, West Virginia, Illinois, Kansas, Missouri, Oklahoma, Alabama, Arkansas, Georgia, Kentucky, Louisiana, Maryland, Mississippi, North Carolina, South Carolina, Tennessee, Virginia, Texas sowie Florida weitverbreitet. Sie im Dickicht, an Waldrändern und oft an feuchten Standorten in Höhenlagen von 10 bis über 300 Metern.<ref name="FoNA" />
Trivialnamen
Spanischsprachige Trivialnamen sind: Jícama und Polaco<ref name="TSAE" />.
Nutzung
Wenige Smallanthus-Arten werden als Heil- oder Nutzpflanzen verwendet. Von Yacón (Smallanthus sonchifolius) werden die Wurzelknollen roh oder gegart gegessen.
Aus den unterirdischen Pflanzenteilen von Smallanthus uvedalius wird die Droge Extractum Polymniae Fluidum gewonnen.<ref name="Felter1898">Harvey Wickes Felter, John Uri Lloyd: King's American Dispensatory, 1898: Online.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Steckbrief bei killerplants.com. ( des Vorlage:IconExternal vom 28. Juni 2009 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
Quellen
- Maira Vitali, Gisela Sancho, Liliana Katinas: A revision of Smallanthus (Asteraceae, Millerieae), the "yacón" genus. In: Phytotaxa, Volume 214, Issue 1, 2015. doi:10.11646/phytotaxa.214.1.1
- Maira S. Vitali, J. Barreto: Phylogenetic studies in Smallanthus (Millerieae, Asteraceae): a contribution from morphology. In: Phytotaxa, Volume 159, 2014, S. 77–94. doi:10.11646/PHYTOTAXA.159.2.2
- Smallanthus bei Trees and shrubs of the Andes of Ecuador. (span.)
- Alfredo Grau, Julio Rea: Yacon – Smallanthus sonchifolius (Poepp. & Endl.) H. Robinson. mit vielen Informationen zur Gattung und den Arten. (PDF-Datei; 868 kB)
- John L. Strother: Smallanthus, S. 33 – textgleich online wie gedrucktes Werk. In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico, Volume 21: Magnoliophyta: Asteridae, part 8: Asteraceae, part 3 (Heliantheae, Eupatorieae). Oxford University Press, New York und Oxford, 2006, ISBN 0-19-530565-5.
Einzelnachweise
<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. </ref> <ref name="Vitali2015"> Maira Vitali, Gisela Sancho, Liliana Katinas: A revision of Smallanthus (Asteraceae, Millerieae), the "yacón" genus. In: Phytotaxa, Volume 214, Issue 1, 2015. doi:10.11646/phytotaxa.214.1.1 </ref> <ref name="FoNA"> John L. Strother: In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico, Volume 21: Magnoliophyta: Asteridae, part 8: Asteraceae, part 3 (Heliantheae, Eupatorieae). Oxford University Press, New York und Oxford, 2006, ISBN 0-19-530565-5. Smallanthus, S. 33 – textgleich online wie gedrucktes Werk. </ref> <ref name="Robinson1978"> Harold E. Robinson: Studies in the Heliantheae (Asteraceae). XII. Re-establishment of the genus Smallanthus. In: Phytologia, Volume 39, 1978, S. 47–47. </ref> <ref name="TSAE"> Smallanthus bei Trees and shrubs of the Andes of Ecuador. </ref> </references>
Weblinks
- Einträge zu Polymnia bei Plants For A Future, abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.