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Bleiphosphat

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Strukturformel
3 Bleiion <math>\mathrm{ \ \Biggl[}</math> Struktur des Phosphations <math>\mathrm{ \ \!\ \Biggr]_2}</math>
Allgemeines
Name Bleiphosphat
Andere Namen
  • Tribleibis(orthophosphat)
  • Blei(II)-phosphat
  • C. I. Pigment White 30
Summenformel Pb3(PO4)2
Kurzbeschreibung

weißer Feststoff<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 231-205-5
ECHA-InfoCard 100.028.368
PubChem 16685997
ChemSpider 22442
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 811,5 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

6,9–7,3 g·cm−3<ref name="GESTIS" />

Schmelzpunkt

1014 °C<ref name="GESTIS" />

Löslichkeit

praktisch unlöslich in Wasser<ref name="GESTIS" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),<ref name="CLP_100.028.368">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der Datenbank ECHA CHEM der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA)Vorlage:Abrufdatum Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.</ref> ggf. erweitert<ref name="GESTIS" />
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 360Df​‐​373​‐​410
P: ?
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Bleiphosphat ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Phosphate.

Vorkommen

Bei Vergiftungen mit Blei oder seinen Verbindungen wird dieses in Form von Bleiphosphat in den Knochen abgelagert.<ref>Universität Rostock – Institut für Arbeitsmedizin: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Merkblatt zur BK Nr. 1101: Erkrankungen durch Blei oder seine Verbindungen (Memento vom 30. Juli 2014 im Internet Archive).</ref> Blei zeigt bei Freisetzung in der Natur eine ausgeprägte Tendenz zur Anreicherung im Boden, wodurch es dort bei entsprechender Kontamination auch als schwerlösliches Bleiphosphat zu finden ist.<ref>Lebensmittelchemisches Institut des Bundesverbandes der Deutschen Süsswarenindustrie: Wissenswertes über das Schwermetall Blei. in: SÜSSWAREN (2007) Heft 11.</ref>

Gewinnung und Darstellung

Bleiphosphat kann durch Reaktion von Bleiacetat oder Bleinitrat mit Natriumphosphat gewonnen werden.

<math>\mathrm{3\ Pb(NO_3)_2 + 2\ Na_3PO_4 \ \longrightarrow \ Pb_3(PO_4)_2 + 6 \ NaNO_3 }</math>

Sicherheitshinweise

Bleiphosphat ist als Reproduktionstoxisch Kategorie 1A und mit einer Spezifischen Zielorgan-Toxizität (STOT) der Kategorie 2 eingestuft.<ref name="GESTIS"/> Die MAK-Kommission stuft Blei und seine Verbindungen als krebserzeugend, Kategorie 4 ein.<ref name="MAK" />

Einzelnachweise

<references> <ref name="MAK">Ständige Senatskommission zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe: MAK- und BAT-Werte-Liste 2021. 57. Mitteilung. In: Deutsche Forschungsgemeinschaft (Hrsg.): Maximale Arbeitsplatzkonzentrationen und Biologische Arbeitsstofftoleranzwerte. PUBLISSO, 2021, ISBN 978-3-9822007-1-2, doi:10.34865/mbwl_2021_deu.</ref> </references>