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Frotzersricht

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Frotzersricht
Gemeinde Schwarzenfeld
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(25)&title=Frotzersricht 49° 24′ N, 12° 7′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(25) 49° 23′ 51″ N, 12° 6′ 57″ O
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Höhe: 380 m
Einwohner: 25 (9. Mai 2011)<ref name="zensus2011" />
Postleitzahl: 92521
Vorwahl: 09435
Lage von Frotzersricht in Bayern

Frotzersricht ist ein Ortsteil des Marktes Schwarzenfeld im Oberpfälzer Landkreis Schwandorf (Bayern).

Geographische Lage

Der Weiler Frotzersricht befindet sich ungefähr 2,5 Kilometer nordwestlich von Schwarzenfeld 750 Meter nördlich der Staatsstraße 2151 und etwa 3,5 Kilometer westlich der A 93. Nördlich und südwestlich von Frotzersricht befinden sich ausgedehnte Weiher- und Teichgebiete.

Laut dem Bayern-Atlas<ref>Bayern-Atlas</ref> befindet sich der geographische Mittelpunkt des Regierungsbezirks Oberpfalz auf 49°23'55" nördl. Breite und 12°07'02" östl. Länge in der Gemarkung Frotzersricht der Gemeinde Schwarzenfeld.

Geschichte

Anfänge bis zum 18. Jahrhundert

Frotzersricht (auch: Frotzersried) gehört zu den Orten, die auf -ried, -richt und -reut enden. Diese Endung deutet darauf hin, dass diese Orte bei einer Rodungswelle gegen Ende des 11. Jahrhunderts entstanden. Die Nähe zu Schwarzenfeld gibt Frotzersricht den Charakter einer Ausbausiedlung. Eine ältere Bevölkerungsschicht erschloss hier rodend das Umland von Schwarzenfeld.<ref>Elisabeth Müller-Luckner, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 50, Nabburg, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 20</ref>

Anfang des 14. Jahrhunderts erwarb das Kloster Ensdorf Besitzungen in Frotzersricht.<ref>Elisabeth Müller-Luckner, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 50, Nabburg, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 48, 49</ref> Im Salbuch von 1473/75 wurde Frotzersricht gemeinsam mit Kögl aufgeführt.<ref>Elisabeth Müller-Luckner, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 50, Nabburg, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 77</ref>

Die Bevölkerungsentwicklung in Frotzersricht gemeinsam mit Kögl geht aus den Musterungsprotokollen hervor:

  • 1500: 9 Mannschaften
  • 1523: 9 Mannschaften
  • 1583: 9 Mannschaften
  • 1631: 11 Mannschaften
  • 1712: 11 Mannschaften.<ref>Elisabeth Müller-Luckner, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 50, Nabburg, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 86</ref>

Frotzersricht gemeinsam mit Kögl hatte 1513 11 Höfe, 1596 9 Höfe, 1606 10 Höfe, 13 Pferde, 1 Fohlen, 10 Ochsen, 29 Kühe, 10 Rinder, 6 Schweine, 2 Stiere, 9 Kälber, 120 Schafe, und 10 Frischlinge. 1721 und 1762 werden Frotzersricht und Kögl mit 12 Häusern aufgeführt. 1792 gab es in Frotzersricht und Kögl 10 hausgesessene Amtsuntertanen.

19. Jahrhundert bis Gegenwart

Im Häuser- und Rustikalsteuerkataster von 1808 werden für Frotzersricht (ohne Kögl) 8 Anwesen genannt.<ref>Elisabeth Müller-Luckner, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 50, Nabburg, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 302</ref>

1811 wurde das Landgericht Nabburg in 58 Steuerdistrikte unterteilt. Frotzersricht bildete zusammen mit dem Weiler Kögl und der Einöde Weiherhaus einen Steuerdistrikt zu dem 15 Häuser mit 92 Einwohnern gehörten.<ref>Elisabeth Müller-Luckner, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 50, Nabburg, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 398</ref>

Parallel zur Bildung der Steuerdistrikte entstanden ebenfalls 1811 Obmannschaften. Frotzersricht bildete zusammen mit Deiselkühn, Irrenlohe, Wohlfest, Kögl und Weiherhaus die Obmannschaft Frotzersricht.<ref>Elisabeth Müller-Luckner, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 50, Nabburg, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 407</ref>

1818 wurden Ruralgemeinden gebildet. Dabei entstand die Ruralgemeinde Frotzersricht, bestehend aus Frotzersricht selbst mit 10 Familien, Kögl mit 6 Familien, Weiherhaus mit 1 Familie, Deiselkühn mit 14 Familien, Irrenlohe mit 12 Familien und Wohlfest mit 7 Familien.<ref>Elisabeth Müller-Luckner, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 50, Nabburg, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 413</ref>

1828 hatte Frotzersricht 9 Häuser, 9 Familien und 56 Einwohner, 1964 hatte es 11 Häuser und 56 Einwohner. 1842 waren alle Einwohner von Frotzersricht katholisch und gehörten zur Schule und zur Pfarrei Schwarzenfeld.<ref>Elisabeth Müller-Luckner, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 50, Nabburg, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 427</ref>

Zum Stichtag 23. März 1913 (Osterfest) gehörte Frotzersricht zur Pfarrei Schwarzenfeld und hatte 8 Häuser und 56 Einwohner.<ref>Antonius von Henle (Hrsg.): Matrikel der Diözese Regensburg. Verlag der Kanzlei des Bischöflichen Ordinariates Regensburg, 1916, S. 420</ref>

Am 1. Januar 1972 wurden Teile der aufgelösten Gemeinde Frotzersricht in den Markt Schwarzenfeld eingegliedert.<ref></ref> Der Ortsname Weiherhaus wurde ab 1. August 1976 aufgehoben.<ref>Elisabeth Müller-Luckner, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 50, Nabburg, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 435</ref>

Am 31. Dezember 1990 hatte Frotzersricht 27 Einwohner und gehörte zur Pfarrei Schwarzenfeld.<ref>Manfred Müller (Hrsg.): Matrikel des Bistums Regensburg. Verlag des Bischöflichen Ordinariats Regensburg, 1997, S. 666</ref>

Einwohnerentwicklung ab 1819

1819–1913
Jahr Einwohner Gebäude
1819 10 Familien k. A.<ref name="habS413" />
1828 56 9<ref name="habS420" />
1838 66 9<ref name="MatR1838" />
1864 76 41<ref name="VZ1864" />
1875 71 52<ref name="VZ1875" />
1885 70 10<ref name="VZ1885" />
1900 50 12<ref name="VZ1900" />
1913 56 8<ref name="MatR1916" />
1925–2011
Jahr Einwohner Gebäude
1925 63 10<ref name="VZ1925" />
1950 52 8<ref name="VZ1950" />
1961 56 11<ref name="VZ1961" />
1964 56 11<ref name="habS420" />
1970 39 k. A.<ref name="VZ1970" />
1987 28 7<ref name="VZ1987" />
2011 25 k. A.<ref name="zensus2011" />

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references> <ref name="habS413"> Elisabeth Müller-Luckner, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 50, Nabburg, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 413</ref> <ref name="habS420"> Elisabeth Müller-Luckner, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 50, Nabburg, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 420</ref> <ref name="MatR1838"> Josepf Lipf (Bearbeiter): Matrikel des Bisthums Regensburg. Hrsg.: Bistum Regensburg. Pustet, Regensburg 1838, S. 187 (Digitalisat).</ref> <ref name="VZ1864">Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 701, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).</ref> <ref name="VZ1875">Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 875, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> <ref name="VZ1885">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 823 (Digitalisat).</ref> <ref name="VZ1900">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 859 (Digitalisat).</ref> <ref name="MatR1916"> Bistum Regensburg (Hrsg.): Matrikel der Diözese Regensburg. hrsg. i. A. Sr Exzellenz des Hochwürdigsten Herrn Bischofs Dr. Antonius von Henle vom Bischöflichen Ordinariate Regensburg. Regensburg 1916, S. 359 (Digitalisat). </ref> <ref name="VZ1925">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 865 (Digitalisat). </ref> <ref name="VZ1950">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 735 (Digitalisat).</ref> <ref name="VZ1961">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 543 (Digitalisat).</ref> <ref name="VZ1970">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 141 (Digitalisat).</ref> <ref name="VZ1987">Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 279 (Digitalisat).</ref> <ref name="zensus2011"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Zensus 2011 (Memento des Vorlage:IconExternal vom 3. März 2022 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/zensusatlas.statistikportal.de bei zensusatlas.statistikportal.de. Abgerufen am 11. März 2022.</ref> </references>

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