Bergischer Dreiklang
Mit dem Bergischen Dreiklang bezeichnet man die typische Farbkombination in der Architektur im Bergischen Land in Nordrhein-Westfalen.<ref>Architektur in Wuppertal: Der Bergische Dreiklang. In: wuppertal.de. Wuppertal, abgerufen am 18. September 2021.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Bergische Dreiklang ( vom 8. Februar 2017 im Internet Archive) auf die-bergischen-drei.de, Zugriff Januar 2015</ref><ref>Bergischer Dreiklang auf farbimpulse.de Zugriff Januar 2015</ref>
Weiß - Grün - Schwarz
Die Kombination besteht aus dem schwarzen Fachwerkbalken, weißen Gefachen, strahlend weißen Fenster- und Türrahmen und bergisch-grünen Türen und Holzschlagläden. Häufig werden auch andere Elemente, insbesondere Regenrinnen und Fallrohre, grün gestrichen.<ref>August Arensmeier: Hüser on Hüsker - Altbergisches Fachwerk als bodenständige Volkskunst. 1. Auflage. Aussaat-Verlag, Wuppertal 1961, S. 16.</ref> Teilweise kann das weiße Gefache allerdings auch mit grau-schwarzem Schiefer (um 1750 eingeführt)<ref>August Arensmeier: Hüser on Hüsker - Altbergisches Fachwerk als bodenständige Volkskunst. 1. Auflage. Aussaat-Verlag, Wuppertal 1961, S. 14.</ref> zugedeckt und daher nicht sichtbar sein.
Bergisch Grün
Grün ist traditionell die dominante Farbe für farbige Gebäudeelemente im Bergischen Land, wie auch in angrenzenden westfälischen und linksrheinischen Gebieten. Obgleich der Begriff „bergisch grün“ oft verwendet wird, besteht hierfür keine eindeutige Definition.<ref>Ich sehe was, was du nicht siehst und das ist "bergischgrün"! Abgerufen am 9. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Zwecks Vereinheitlichung gibt es allerdings in vielen bergischen Städten behördliche Vorgaben.
Bis im 20. Jhr. wurden Farben von Malern selber angemischt. Die industrielle Farbherstellung im 19. Jhr. erlaubte eine gewisse Standardisierung, sodass für grün meistens eine witterungsfeste Mischung aus Preußischblau und Chromgelb hergestellt wurde.<ref>Chromgrün PG 15 | Material-Archiv. Abgerufen am 9. Februar 2026.</ref> Diese als Chromgrün bekannte und unter dem Namen „Zinnobergrün“ vermarktete Farbe hat warme, zum gelblichen neigende, Nuancen. Durch den Bleigehalt des Chromgelbs ist die Anwendung von Zinnobergrün inzwischen nur Restauratoren erlaubt und die Farbe nicht mehr frei verkäuflich.<ref>ECHA: Liste der beschränkten Stoffe – Anhang XVII der REACH-Verordnung, abgerufen am 12. August 2020.</ref>
| Zinnobergrün | Pantone 7741 c |
Bei denkmalgeschützten Häusern achtet meistens die Untere Denkmalbehörde in den bergischen Städten darauf, dass bei Fassadenarbeiten eine oder mehrere bestimmte Farben verwendet werden. Remscheid legt beispielsweise für seinen historischen Ortskern Lüttringhausen die Farben Bergischgrün-dunkel (RAL 6004) für Haustüre oder Tore und Bergischgrün-hell (RAL 6024) für restliche Bauelemente fest.<ref>Gestaltungssatzung für den historischen Ortskern Remscheid-Lüttringhausen (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive ) PDF-Datei</ref> Dieser Unterschied wird ebenfalls in Solingen gemacht.<ref>Ich sehe was, was du nicht siehst und das ist "bergischgrün"! Abgerufen am 9. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
In der niederbergischen Stadt Mettmann war bis 2024 eine Mischung zweier Farbtöne vorgeschrieben (RAL 6026 und 6029)<ref>Artikel auf cronenberger-woche.de über Bergisch Grün, aufgerufen am 15. April 2017</ref>, aber da RAL 6016 der Mischung aus RAL 6026 und RAL 6029 entspricht, hat das Bauamt der Stadt Mettmann entschieden, dass RAL 6016 auch zulässig ist. Diese leuchtende Farbe ist jedoch auch in Ratingen, Wülfrath und anderen bergischen Städten häufig zu sehen.
| Lütringhausener Grün - hell | RAL 6024 |
| Lüttringhausener Grün - dunkel | RAL 6004 |
| Mettmanner Grün (Türkisgrün) | RAL 6016 |
Einzelnachweise
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