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Medgidia

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Medgidia
Datei:ROU CT Medgidia CoA.jpg
Basisdaten
Staat: RumänienDatei:Flag of Romania.svg Rumänien
Historische Region: Dobrudscha
Kreis: Constanța
Koordinaten: Vorlage:Infobox Ort in Rumänien/adm2iso_type:city(34612) 44° 15′ N, 28° 16′ OKoordinaten: Vorlage:Infobox Ort in Rumänien/adm2iso_type:city(34612) 44° 15′ 1″ N, 28° 15′ 41″ O
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  }}
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 75 m
Fläche: 66,63 km²
Einwohner: 34.612 (1. Dezember 2021<ref name="vz2021">Volkszählung 2021 in Rumänien, Populația rezidentă după etnie, 1. Dezember 2021 (rumänisch).</ref>)
Bevölkerungsdichte: 519 Einwohner je km²
Postleitzahl: 905600
Telefonvorwahl: (+40) 02 41
Kfz-Kennzeichen: CT
Struktur und Verwaltung (Stand: 2024<ref>Autoritatea Electorală Permanentă: Primar. prezenta.roaep.ro, 9. Juni 2024, abgerufen am 11. Oktober 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>)
Gemeindeart: Munizipium
Gliederung: Remus Opreanu, Valea Dacilor
Bürgermeister : Valentin Vrabie (PNL)
Postanschrift: Str. Decebal, nr. 35
loc. Medgidia, jud. Constanța, RO–905600
Website:

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Medgidia (<phonos file="Ro-Medgidia.ogg">Aussprache</phonos>/?; türkisch ursprünglich Karasu, später Mecidiye) ist eine Stadt in Rumänien und liegt im Kreis Constanța in der Region Dobrudscha (Dobrogea).

Geschichte

Medgidia wurde nach dem osmanischen Sultan Abdülmecid I. benannt, der die Stadt im Jahr 1856 gründete.<ref>Kemal H. Karpat: Ottoman Urbanism. 2002, S. 202 f.</ref> Seitdem ist Medgidia ein Zentrum des Islam in Rumänien.

Die Stadt präsentiert sich in ihrem Selbstverständnis als weltoffene und verkehrsgünstig gelegene Industriestadt, die sich seit 1950 weiterentwickelt hat. In einer Selbstbeschreibung heißt es, „Rumänen, Türken, Tataren, Makedonier, Griechen und Armenier seien für ihr harmonisches Miteinander berühmt“. Das älteste erhaltene Bauwerk der Stadt ist die Abdul-Medgid-Moschee, eine von insgesamt zwei islamischen Sakralbauten in der Stadt.

Es gibt auch eine weiterführende türkische Schule, die von der Türkei mitfinanziert wird und den Schülern neben dem Rumänischen auch die türkische Sprache nahebringt. Sie wird von türkischen und tatarischen Schülern besucht. In der Schule wird Türkeitürkisch unterrichtet. Ein Internat ist ebenfalls vorhanden. Als dritte Sprache wird Englisch unterrichtet.

Die türkische Volksgruppe in Medgidia besteht aus zwei Gruppen. Ethnische Türken machen etwa 30–40 % aus, während türkischsprachige muslimische Xoraxane-Roma, die sich selbst als Türken bezeichnen und sich nicht den Roma Zugehörig erklären, die Mehrheit der türkischen ethnischen Gruppe darstellen.<ref>Adriana Cupcea: The memories of communist life in a Turkish Muslim Roma community in Dobruja (Romania).</ref>

Wirtschaft

In Medgidia gibt es eine große Maschinenfabrik. Die Stadt hat außerdem einen Umschlagshafen, der am rechten Ufer des Donau-Schwarzmeer-Kanals liegt, der den Weg von der Donau zum Schwarzen Meer um etwa 240 Kilometer abkürzt. Die Kapazität der Anlagen beläuft sich auf jährlich 11,5 Millionen Tonnen. Weitere wichtige Wirtschaftszweige sind die Landwirtschaft und der Weinanbau.

Bauwerke

Literatur

  • Kemal H. Karpat: Ottoman Urbanism: The Crimean emigration to Dobruca and the founding of Mecidiye, 1856–1878. In: Kemal H. Karpat: Studies on Ottoman social and political history. Selected articles and essays (= Social, economic, and political Studies of the Middle East and Asia. Bd. 81). Brill, Leiden u. a. 2002, ISBN 90-04-12101-3, S. 202–234.

Weblinks

Commons: Medgidia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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