Landershausen
Landershausen Gemeinde Schenklengsfeld
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(200)&title=Landershausen 50° 48′ N, 9° 49′ O
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| Höhe: | 351 (343–369) m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 2,78 km²<ref name="lagis" /> | |||||
| Einwohner: | 200 (31. Dez. 2021)<ref>Zahlen, Daten & Fakten. In: Webauftritt. Gemeinde Schenklengsfeld, abgerufen im März 2022.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 72 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 31. Dezember 1971 | |||||
| Postleitzahl: | 36277 | |||||
| Vorwahl: | 06629 | |||||
Landershausen ist ein Ortsteil der Gemeinde Schenklengsfeld im osthessischen Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Der Ort liegt etwa 2,8 Kilometer südwestlich des Hauptortes Schenklengsfeld an den nordwestlichen Hängen des Ringberges (451 m ü. NN), im nördlichen Bereich der Rhön. In Ortsnähe entspringt der Ringbach, der in Schenklengsfeld in die Solz mündet.
Geschichte
Ortsgeschichte
Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Landershausen erfolgte unter dem Namen Lentershusen in einem Zinsverzeichnis des Reichsklosters Hersfeld und wird in die Zeit 1343–1364 datiert.<ref name="lagis" /> Die Schreibweise des Ortsnamens änderte sich weiter von Lanttirshausen Ende des 14. Jahrhunderts und Lendershausen im Jahr 1634. Das Dorf gehörte während dieser Zeit zum Landecker Amt.<ref>Dr. Groscurth: Dörfer des Landkreises Hersfeld in Mein Heimatland, Januar 1961, Band 19. (Beilage der Hersfelder Zeitung)</ref>
Zum 31. Dezember 1971 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Landershausen im Zuge der Gebietsreform in Hessen auf freiwilliger Basis in die Gemeinde Schenklengsfeld eingemeindet.<ref>Gemeindegebietsreform in Hessen: Zusammenschlüsse und Eingliederungen in Hessen vom 14. Dezember 1971. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1972 Nr. 01, S. 5, Punkt 8; Abs. 23. (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 4,9 MB]).</ref><ref></ref> Für Landershausen wurde, wie für alle bei der Gebietsreform eingegliederten Gemeinden sowie für die Kerngemeinde mit Lampertsfeld, ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 140 kB) § 5. In: Webauftritt. Gemeinde Schenklengsfeld, abgerufen im Oktober 2020.</ref>
Verwaltungsgeschichte im Überblick
Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,<ref group="Anm.">Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.</ref> denen Landershausen angehört(e):<ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>
- vor 1648: Heiliges Römisches Reich, Fürstentum Hersfeld, Amt Landeck
- 1648–1806: Heiliges Römisches Reich, Landgrafschaft Hessen-Kassel, Fürstentum Hersfeld, Amt Landeck
- 1807–1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Hersfeld, Kanton Landeck
- ab 1815: Kurfürstentum Hessen, Fürstentum Hersfeld, Amt Landeck<ref name="KHK1818" />
- ab 1821/22: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hersfeld<ref>Verordnung vom 30sten August 1821, die neue Gebiets-Eintheilung betreffend, Anlage: Übersicht der neuen Abtheilung des Kurfürstenthums Hessen nach Provinzen, Kreisen und Gerichtsbezirken. Sammlung von Gesetzen etc. für die kurhessischen Staaten. Jahr 1821 – Nr. XV. – August. (kurhess GS 1821) S. 75.</ref><ref group="Anm.">Trennung zwischen Justiz (Justizamt Friedewald) und Verwaltung.</ref>
- ab 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Hersfeld
- ab 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hersfeld
- ab 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hersfeld
- ab 1871: Deutsches Reich, Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hersfeld
- ab 1918: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hersfeld
- ab 1944: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Kurhessen, Landkreis Hersfeld
- ab 1945: Amerikanische Besatzungszone, Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld
- ab 1946: Amerikanische Besatzungszone, Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld
- ab 1949: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld
- ab 1972: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld-Rotenburg, Gemeinde Schenklengsfeld<ref group="Anm.">Am 31. Dezember 1971 als Ortsbezirk zur Gemeinde Schenklengsfeld.</ref>
Bevölkerung
Einwohnerstruktur 2011
Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag, dem 9. Mai 2011, in Landershausen 213 Einwohner. Darunter waren 3 (1,4 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 36 Einwohner unter 18 Jahren, 81 zwischen 18 und 49, 48 zwischen 50 und 64 und 48 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 78 Haushalten. Davon waren 15 Singlehaushalte, 18 Paare ohne Kinder und 39 Paare mit Kindern, sowie 6 Alleinerziehende und keine Wohngemeinschaften. In 18 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 48 Haushaltungen lebten keine Senioren.<ref name="Z2011E" />
Einwohnerentwicklung
| Landershausen: Einwohnerzahlen von 1834 bis 2019 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1834 | 126 | |||
| 1840 | 134 | |||
| 1846 | 129 | |||
| 1852 | 157 | |||
| 1858 | 139 | |||
| 1864 | 152 | |||
| 1871 | 147 | |||
| 1875 | 146 | |||
| 1885 | 123 | |||
| 1895 | 138 | |||
| 1905 | 136 | |||
| 1910 | 148 | |||
| 1925 | 150 | |||
| 1939 | 164 | |||
| 1946 | 281 | |||
| 1950 | 268 | |||
| 1956 | 238 | |||
| 1961 | 223 | |||
| 1967 | 226 | |||
| 1970 | 234 | |||
| 1980 | ? | |||
| 1990 | ? | |||
| 2000 | ? | |||
| 2011 | 213 | |||
| 2019 | 201 | |||
| Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: Die Bevölkerung der Gemeinden 1834 bis 1967. Wiesbaden: Hessisches Statistisches Landesamt, 1968. Weitere Quellen: LAGIS<ref name="lagis" />; Gemeinde Schenklengsfeld<ref name="EW" />; Zensus 2011<ref name="Z2011E" /> | ||||
Historische Religionszugehörigkeit
| • 1885: | 122 evangelische (= 99,19 %), ein katholischer (= 0,81 %), 100 jüdische (= 27,62 %) Einwohner<ref name="lagis" /> |
| • 1961: | 178 evangelische (= 79,82 %), 38 katholische (= 17,04 %) Einwohner<ref name="lagis" /> |
Politik
Für den Ortsteil Landershausen besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Landershausen) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung. Der Ortsbeirat besteht aus fünf Mitgliedern.<ref name="HS" /> Bei Kommunalwahlen in Hessen 2021 lag die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat bei 80,59 %. Alle Kandidaten gehören der „Gemeinschaftsliste“ an.<ref>Wahlergebnisse Ortsbeiratswahl Landershausen vom 14. März 2021. In: Votemanager. Abgerufen im Februar 2023.</ref> Der Ortsbeirat wählte Melanie Schade zur Ortsvorsteherin.<ref>Ortsbeirate Landershausen. In: Webauftritt. Gemeinde Schenklengsfeld, abgerufen im Februar 2023.</ref>
Verkehr
Die Hauptdurchgangsstraße ist die Kreisstraße 18, die den Ort mit Konrode und der Kerngemeinde und in Gegenrichtung mit Erdmannrode verbindet. Die nächsten überregionalen Straßen sind in etwa jeweils acht Kilometer Entfernung, die Bundesstraße 27 und die Bundesstraße 62.
Der öffentliche Personennahverkehr erfolgt durch die NVV mit der Linie 345 und dem Anrufsammeltaxi.
Infrastruktur
Im Ort gibt es ein Dorfgemeinschaftshaus.
Für die unter Denkmalschutz stehenden Kulturdenkmale des Ortes siehe die Liste der Kulturdenkmäler in Landershausen.
Weblinks
- Ortsteil Landershausen. In: Webauftritt. Gemeinde Schenklengsfeld
- Landershausen, Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
- Vorlage:HessBib
Anmerkungen und Einzelnachweise
Anmerkungen <references group="Anm." />
Einzelnachweise <references> <ref name="lagis">Landershausen, Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 8. Juli 2019). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="KHK1818"> Kur-Hessischer Staats- und Adress-Kalender: 1818. Verlag d. Waisenhauses, Kassel 1818, S. 35 f. (online bei Google BooksSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.). </ref> <ref name="Z2011E"> Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,0 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 22 und 78, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Oktober 2020. </ref> <ref name="EW"> Einwohnerzahlen aus Webarchiv. Gemeinde Schenklengsfeld, archiviert vom Vorlage:IconExternal; abgerufen im März 2022. </ref> </references>
Dinkelrode | Erdmannrode | Hilmes | Konrode | Landershausen | Malkomes | Oberlengsfeld | Schenklengsfeld mit Lampertsfeld | Schenksolz | Unterweisenborn | Wehrshausen | Wippershain | Wüstfeld