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Trompetenzunge

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Trompetenzunge
Datei:Salpiglossis sinuata 2022-07-24 7486 (cropped).jpg

Trompetenzunge (Salpiglossis sinuata)

Systematik
Asteriden
Euasteriden I
Ordnung: Nachtschattenartige (Solanales)
Familie: Nachtschattengewächse (Solanaceae)
Gattung: Trompetenzungen (Salpiglossis)
Art: Trompetenzunge
Wissenschaftlicher Name
Salpiglossis sinuata
Ruiz & Pav.
Datei:Salpiglossis- Sinuata.jpg
Blaue Form der Trompetenzunge in Chile
Datei:Salpiglossis sinuata 03.JPG
Blüten

Die Trompetenzunge (Salpiglossis sinuata) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Trompetenzungen (Salpiglossis) in der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Die Heimat der oft als Zierpflanze genutzten Art ist das mittlere Chile und Argentinien.<ref name="POWO" />

Beschreibung

Die Trompetenzunge ist eine krautige Pflanze mit einer Wuchshöhe von bis über 1 m. Die Stängel sind klebrig-drüsig.

Die wechselständigen, kurz gestielten Laubblätter sind meist ganzrandig, nur die unteren sind gelappt oder grob gezähnt.

Die Blüten sind sehr auffällig und nicht duftend.<ref name="Hunziker01">Armando T. Hunziker: The Genera of Solanaceae. A.R.G. Gantner Verlag K.G., Ruggell, Liechtenstein 2001. ISBN 3-904144-77-4.</ref> Sie erscheinen end- oder achselständig und einzeln. Die fünfzähligen Blüten sind zwittrig mit doppelter Blütenhülle. Der fünfzipflige, becherförmige Kelch ist drüsig. Die Kronen haben einen Durchmesser von bis zu 6 cm, sind breit glockenförmig, sehr variabel gefärbt, von Weiß, Gelb, Orange, Rot bis Lila und stark geadert. Die fertilen, ungleich langen Staubblätter mit drüsigen Staubfäden sitzen tief in der Kronröhre. Daneben wird ein steriles Staminodium mit Antherode gebildet.<ref name="Hunziker01" /> Der Fruchtknoten ist oberständig, mit langem, hohlem Griffel mit lippenförmiger, gefurchter Narbe, es ist ein Diskus vorhanden.

Es werden kleine und vielsamige Kapselfrüchte gebildet. Die etwa 1 Millimeter großen Samen sind kantig und feinwärzlich.

Die Chromosomenzahl ist x = 11 beziehungsweise n = 22<ref name="Hunziker01" />.

Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet der Art befindet sich im südlichen und zentralen Chile und in Argentinien.<ref name="POWO" /> Sie wächst in Gebüschen, an Waldrändern und als Ruderalpflanze<ref name="Rothmaler 5">Eckehart J. Jäger, Friedrich Ebel, Peter Hanelt, Gerd K. Müller (Hrsg.): Rothmaler Exkursionsflora von Deutschland. Band 5: Krautige Zier- und Nutzpflanzen. Spektrum Akademischer Verlag, Berlin Heidelberg 2008, ISBN 978-3-8274-0918-8.</ref>.

Taxonomie

Salpiglossis sinuata wurde 1798 von Hipólito Ruiz López und José Antonio Pavón y Jiménez in Systema Vegetabilium Florae Peruvianae et Chilensis Band 1 Seite 163 ("Salpiglosis") erstbeschrieben.

Verwendung

Die Trompetenzunge wird in Gärten der gemäßigten Gebiete der Nordhalbkugel oft als Zierpflanze genutzt. Sie ist seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Kultur, es gibt zahlreiche Sorten mit unterschiedlichen Blütenfarben<ref name="Rothmaler 5" />.

Literatur

Weblinks

Commons: Trompetenzunge (Salpiglossis sinuata) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references> <ref name="POWO">Salpiglossis sinuata. In: POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew ScienceVorlage:Abrufdatum</ref> </references>