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Datei:Knizia.jpgReiner Knizia bei der Preisverleihung des Deutschen Spiele Preis 2008 in Essen
Reiner Walter Knizia (* 16. November1957 in Illertissen) ist ein deutscher Spieleautor. Von seinen über 800<ref>Rainer Knizia. Abgerufen am 7. Januar 2022.</ref><ref>Die Website BoardGameGeek führt zurzeit (Dezember 2025) 813 Spiele und Spiel-Erweiterungen von Knizia.</ref> veröffentlichten Spielen, die in mehr als 2.000 Versionen vorliegen<ref name=":0" />, wurden nach eigenen Angaben bisher mehr als 20 Millionen Exemplare verkauft.<ref name=":0">Games – Reiner Knizia. In: Reiner Knizia. Abgerufen am 25. Dezember 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Reiner Knizia » Reiner Knizia. Archiviert vom Vorlage:IconExternal; abgerufen am 13. Dezember 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Viele seiner Spiele wurden mehrfach ausgezeichnet, so gewann Knizia bereits viermal den Deutschen Spielepreis und dreimal den Hauptpreis beim österreichischen Spiel der Spiele. 2008 erhielt er sowohl die Auszeichnung Spiel des Jahres als auch Kinderspiel des Jahres und ist damit bis dato der einzige Spieleautor, dem es gelang, im gleichen Jahr zwei Hauptpreise beim Spiel des Jahres zu gewinnen.
Leben
Knizia studierte Physik und später Mathematik an der Universität Ulm, machte dort sein Diplom und erwarb den Master of Science auf der Syracuse University in den USA. Er erlangte den Doktorgrad für seine Arbeit über „Charakterisierung von mehrdimensionalen Perron-Integralen“ wiederum in Ulm, für welche er 1987 einen Promotionspreis erhielt.<ref>Alumni-Gründergalerie: Reiner Knizia. Universität Ulm, abgerufen am 17. Februar 2026.</ref>
Knizia war Projektleiter und Gruppenleiter für Softwareentwicklung, schließlich stellvertretender Abteilungsdirektor für Informationstechnologie im Auslandsgeschäft einer deutschen Großbank und Abteilungsdirektor für Unternehmensplanung einer deutschen Großbank. Außerdem war er General Manager und im Vorstand eines britischen Baufinanzierungsunternehmens. Es folgten Lehraufträge für Projektmanagement und Managementtechniken an mehreren Universitäten und Instituten.<ref>Willi Baur: Dr. Reiner Knizia: Erfolgreicher Wechsel in die Welt der Spiele. In: Universität Ulm (Hrsg.): uni ulm intern. Nr.282, Oktober 2006, ISSN0176-036X, DNB101590128X, S.22–23 (uni-ulm.de [PDF; 1,7MB; abgerufen am 17. Februar 2026]).</ref>
Mit etwa acht Jahren entwickelte Knizia seine ersten eigenen Spiele. Ernsthafter beschäftigte er sich mit Spielen aber erst ab Mitte/Ende der 1980er Jahre. Zu den ersten von Reiner Knizia entwickelten Spielen gehörten Postspiele für sein 1985 gegründetes ZinePostspillion. Sieben verschiedene Postspiele starteten zwischen 1985 und 1987. Der Postspillion erschien bis 2005<ref>Übersicht der deutschen PBM-Zines</ref>, und sein Spiel Bretton Woods, das 1987 gestartet wurde, lief bis April 2007.<ref>http://www.postspillion.de/bw/</ref>
In der Brettspiel-Szene ist der Begriff „Knizia scoring“ (d. h. „Knizia-Wertung“) bekannt, der einen speziellen Mechanismus beschreibt, am Ende eines Spiels die erzielten Punkte zu ermitteln, der sich in mehreren von Knizias Spielen findet.<ref>Cosmic Factory – Designer Diaries. Abgerufen am 13. Februar 2025.</ref><ref>Tigris and Euphrates » The Daily Worker Placement. Abgerufen am 13. Februar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Beim „Knizia scoring“ sammeln die Spieler während des Spiels Punkte in verschiedenen Kategorien, bei Spielende wird aber nur diejenige Kategorie gewertet, die von allen den niedrigsten Punktestand aufweist. Diese Mechanik belohnt eine ausgewogene Strategie und verhindert, dass Spieler sich auf eine Punktekategorie fokussieren, in der sie beispielsweise besondere Vorteile genießen.
2023: Mille Fiori<ref>2023 Mensa Select® Winners Announced. In: us.mensa.org. 24. April 2023, abgerufen am 12. Dezember 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Literatur
In jedem Abschnitt chronologisch sortiert
Wissenschaftliche Veröffentlichungen
Reiner Walter Knizia: Charakterisierung von mehrdimensionalen Perron-Integralen. Dissertation 1986, 131 Seiten, Link zum Inhaltsverzeichnis.
Spielebücher von Reiner Knizia
Reiner Knizia: Neue Taktikspiele mit Würfeln und Karten.Hugendubel, München 1990, ISBN 3-88034-458-2.
Ders.: Neue Spiele im alten Rom. Hugendubel, München 1994, ISBN 3-88034-735-2.
Ders.: Kartenspiele im Wilden Westen. Hugendubel, München 1995, ISBN 3-88034-808-1.
Ders.: Das große Buch der Würfelspiele. Hugendubel, München 2000, ISBN 3-7205-2183-4.
„Ich will nicht das dritte Heckmeck machen“. Reiner Knizia im Gespräch über sein neues Spiel Mlem und über mehr als 30 Jahre Autorentätigkeit, in: Spielbox 7/2023, S. ?.
Literatur über Reiner Knizia
Verschiedene: Der Knizia Almanach I. Nostheide Verlag, 2006.