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Uli Borowka

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Uli Borowka
Personalia
Voller Name Ulrich Ernst Borowka
Geburtstag 19. Mai 1962
Geburtsort Menden (Sauerland)Deutschland
Größe 177 cm
Position Abwehr
Junioren
Jahre Station
1967–1970 SG Hemer 08
1970–1975 FC Oese 49
1975–1979 SSV Kalthof
1979–1980 DSC Wanne-Eickel
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1980–1981 Borussia Mönchengladbach Amateure
1981–1987 Borussia Mönchengladbach 149 (11)
1987–1995 Werder Bremen 239 0(8)
1996–1997 Tasmania Neukölln 1 0(0)
1996–1997 Hannover 96 0 0(0)
1997 Widzew Lodz 8 0(0)
1997–1998 FC Oberneuland
1999–2000 SC Viktoria Rheydt
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1982–1987 Deutschland U-21 2 0(0)
1987–1988 Olympia-Auswahlmannschaft 9 0(0)
1988 Deutschland 6 0(0)
Stationen als Trainer
Jahre Station
1997–1998 FC Oberneuland (Spielertrainer)
2000–2001 Berliner AK 07
2001–2002 Türkiyemspor Berlin
2003–2004 Berliner AK 07
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

Ulrich Ernst „Uli“ Borowka (* 19. Mai 1962 in Menden (Sauerland)) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler und -trainer.

Karriere

Borowka lernte zunächst den Beruf des Maschinenschlossers. In der Bundesliga war er für Borussia Mönchengladbach und Werder Bremen aktiv. Als Abwehrspieler absolvierte Borowka von 1981 bis 1996 insgesamt 388 Bundesligaspiele und erzielte 19 Treffer.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Ulrich 'Uli' Borowka – Matches and Goals in Bundesliga.] RSSSF, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 15. Dezember 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Mit Werder Bremen wurde er 1988 und 1993 Deutscher Meister und 1991 und 1994 DFB-Pokalsieger. Höhepunkt seiner Karriere war der Gewinn des Europapokals der Pokalsieger 1991/92 mit Werder Bremen in Lissabon.

Der als „Eisenfuß“ bekannte Abwehrspieler – oder auch „die Axt“ genannt – war als besonders schuss- und zweikampfstark geschätzt und gefürchtet.<ref name=":1">Alex Raack: Verteidiger Uli Borowka kannte jeden schmutzigen Fußball-Trick – DER SPIEGEL – Geschichte. Der Spiegel, abgerufen am 2. März 2020.</ref> Auch wenn sein fußballerisches Talent eher begrenzt war, galt er als einer der besten und im Zweikampf härtesten Verteidiger seiner Zeit. Borowka war auch für seinen Trashtalk bekannt.<ref name=":0">Alex Raack: Uli Borowka über Trash-Talk im Fußball: "Bei Jürgen Klinsmann zeigten Psychospielchen sehr gut Wirkung" – DER SPIEGEL – Geschichte. Der Spiegel, abgerufen am 2. März 2020.</ref> Olaf Thon erinnerte sich an sein Bundesligadebüt 1984 gegen Mönchengladbach: „Mein Gegenspieler war Uli Borowka und er empfing mich mit den Worten: ,Heute brech’ ich Dir beide Beine.'“ Derartiges ist aber nie eingetreten.<ref name=":0" /> Von seinen Fußballerkollegen wurde er einige Jahre hintereinander bei der „kicker“-Wahl zum unbeliebtesten Spieler der Liga gekürt.<ref name=":1" />

1988 trug Borowka sechs Mal das Trikot der deutschen Nationalmannschaft und nahm an der Europameisterschaft in Deutschland teil, bei der er in allen vier Spielen der DFB-Elf zum Einsatz kam.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Ulrich 'Uli' Borowka – International Appearances.] RSSSF, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 15. Dezember 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Laut eigener Aussage besitzt er aus dieser Zeit sogar ein Trikot von Diego Maradona, auf den er in seinem ersten Länderspiel gegen Argentinien am 2. April 1988 traf. Nach der Europameisterschaft wurde Borowka vom Teamchef Franz Beckenbauer nicht mehr berücksichtigt. Allerdings gehörte er zu der deutschen Auswahlmannschaft der Olympischen Spiele 1988, blieb aber ohne Einsatz.

Nachdem er Werder Bremen 1996 verlassen musste und kurzzeitig in Berlin bei Tasmania Neukölln und Hannover 96 unter Vertrag gestanden hatte, wechselte Borowka Anfang 1997 zu Widzew Lodz und war damit der erste deutsche Fußballspieler in einer Profiliga im Gebiet des ehemaligen Ostblocks, der Ekstraklasa in Polen.<ref>Thomas Urban: Schwarze Adler, Weiße Adler. Deutsche und polnische Fußballer im Räderwerk der Politik; Göttingen Die Werkstatt, 2011, S. 157.</ref> Doch der Trainer Franciszek Smuda, mit dem er sich auf Deutsch verständigte,<ref>Alex Raack: Uli Borowka über Polen und Franciszek Smuda. 11freunde.de, 16. Juni 2006, abgerufen am 9. August 2014.</ref> setzte ihn insgesamt nur achtmal ein. Wegen seines andauernden Alkoholkonsums verlängerte der Verein nach einer Saison Borowkas Vertrag nicht, woraufhin dieser 1998 seine aktive Karriere beendete.<ref>Bundesliga. Borowka przyznał się do alkoholizmu. lodz.sport.pl, 7. Oktober 2012, abgerufen am 9. August 2014 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Nach Karriereende

Nach dem Ende der Karriere war Borowka wegen alkoholbedingter und familiärer Probleme Thema in Boulevardmedien. 1996 verursachte er einen Autounfall unter erheblichem Alkoholeinfluss.<ref>Flasche leer. In: focus.de. 15. Oktober 2012, abgerufen am 9. August 2014.</ref>

Seit einer viermonatigen stationären Entziehungskur im Jahr 2000 lebt er abstinent. In einer Autobiografie „Volle Pulle. Mein Doppelleben als Fußballprofi und Alkoholiker“ hat er seine Karriere und Alkoholabhängigkeit verarbeitet.<ref>Uli Borowka, Fußballprofi und Alkoholiker. In: n-tv.de. 9. Oktober 2012, abgerufen am 9. August 2014.</ref><ref>Der Mann mit der Ritterrüstung. Artikel in der Nordwest-Zeitung vom 26. Oktober 2012. Abgerufen am 26. Oktober 2012.</ref> Borowka gründete auch einen Verein zur Suchtprävention und berät Spieler mit Suchtproblemen.<ref>Die Bundesliga und das totgeschwiegene Problem mit der Sucht, auf sports.vice.com, abgerufen am 17. März 2016.</ref>

In den Jahren 1997, 2000, 2001 und 2003 arbeitete er als Trainer bei den Oberligisten FC Oberneuland, Berliner AK 07, Türkiyemspor Berlin. 2004 war er noch einmal bei Berliner AK 07 tätig.<ref>Die Oberligen 2004, Oberliga Nordost-Nord DSFS,Berliner Athletik-Klub 07, S. 59, PDF-Datei, S. 60 auf dsfs.de</ref>

Borowka hat mit der Bremer Punkband Dimple Minds eine Single mit dem Titel Barfuß oder Lackschuh aufgenommen.<ref>Sport-Bild vom 23. Dezember 1997, S. 15.</ref><ref>Dimple Minds Feat. Uli Borowka – Barfuss Oder Lackschuh auf YouTube</ref><ref>Carsten Vollmer: REVIEWS: DIMPLE MINDS FEAT. ULI BOROWKA: Barfuß Oder Lackschuh, Ox-Fanzine – Ausgabe #30 I 1998</ref>

Seit dem Jahr 2007 ist Borowka im Bereich Sportmarketing selbständig tätig und veranstaltet auch Jugend-Fußball-Camps.<ref>"Meine Kollegen tranken zwei Gläser, ich zwei Flaschen", stern.de, 19. Oktober 2012</ref>

Im Jahr 2024 hielt er einen Vortrag bei der Bremer Bürgerschaftsfraktion der rechtskonservativen Kleinpartei Bündnis Deutschland.<ref>Inside Bremen – Droge Alkohol, open.spotify.com, 7. Dezember 2024</ref>

Borowka ist in zweiter Ehe verheiratet. Er ist Vater von drei Kindern (zwei Kinder aus erster Ehe<ref>Mario Hübner: Ex-Bundesligaspieler Uli Borowka zu seinem Leben als Fußballprofi, Alkoholiker und dem Kampf gegen die Sucht, volksfreund.de, 11. Oktober 2015</ref> und eine Tochter aus zweiter Ehe)<ref>Udo Koller: Uli Borowka im PZ-Forum: Einmal Abgrund und zurückpz-news.de, 26. Oktober 2018</ref> und lebt in Hämelerwald bei Lehrte, Niedersachsen (Region Hannover).<ref>Sport macht nicht krank: Uli Borowka will im zweiten Lockdown "Kindern eine Stimme geben": Jonas Freier Jonas Freier, sportbuzzer.de, 11. November 2020</ref>

Erfolge

Buch

  • Uli Borowka, Alex Raack: Volle Pulle. Mein Leben als Fußballprofi und Alkoholiker. Edel Books, Oktober 2012, ISBN 978-3-8419-0179-8.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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