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Peter Nogly

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Peter Nogly
Datei:Peter Nogly (1977).jpg
Nogly nach dem Europapokalsieg 1977
Personalia
Geburtstag 14. Januar 1947
Geburtsort Lübeck-TravemündeDeutschland
Position Abwehr
Junioren
Jahre Station
1957–1964 TSV Travemünde
1964–1965 Eichholzer SV
1965–0000 LBV-Phönix
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
0000–1969 LBV-Phönix 62 (22)
1969–1980 Hamburger SV 320 (38)
1980–1982 Edmonton Drillers 49 (16)
1982–1983 Tampa Bay Rowdies 56 0(8)
1983–1984 Hertha BSC 18 0(2)
1984–1986 FC St. Pauli 37 0(3)
1986–1989 VfB Lübeck
1990 SC Wentorf
Indoor
Jahre Station Spiele (Tore)1
1983 Tampa Bay Rowdies 11 0(5)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1971 Deutschland U23 1 (0)
1977 Deutschland 4 (0)
Stationen als Trainer
Jahre Station
1979–1981 SC Egenbüttel
1986–1989 VfB Lübeck (Spielertrainer)
1989–1991 Eutin 08
1991–1995 SC Wentorf
1995–1997 1. FC Phönix Lübeck
1997–2001 TuS Hoisdorf
2001–2002 1. SC Norderstedt
2002–2003 SC Victoria Hamburg
2004–2005 FC St. Georg-Horn
2005–2006 Al-Shaab (Co-Trainer)
2006–2008 VfL 93 Hamburg
2008–2010 Wedeler TSV
2011 Hamm United
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

Peter „Eiche“ Nogly (* 14. Januar 1947 in Lübeck-Travemünde) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler und ‑trainer. Er spielte von 1969 bis 1980 als Abwehrspieler beim Hamburger SV in der 1. Bundesliga (320 Spiele, 38 Tore). Mit dem HSV wurde er 1976 DFB-Pokalsieger, 1977 Gewinner des Europapokals der Pokalsieger und 1979 Deutscher Meister.

Sportliche Laufbahn

Vereinskarriere

Ab 1953 spielte Nogly, der auf dem Priwall aufwuchs, Handball und Fußball beim TSV Travemünde. 1964 schloss er sich der A-Jugend des Eichholzer SV an und ging hernach zu Phönix Lübeck, spielte dort unter Trainer Reinhold Ertel. 1967 stieg Nogly mit den Lübeckern in die zweithöchste deutsche Spielklasse, die Regionalliga, auf.<ref name=":2">Elastische Eiche. In: HSV Live, Ausgabe 6, 2021/22. Abgerufen am 19. September 2023.</ref>

1969 wechselte Nogly gemeinsam mit Siegfried Beyer aus Lübeck zum Hamburger SV. Zuvor hatten auch der FC Bayern München sowie Huddersfield Town aus England Nogly verpflichten wollen.<ref name=":2" /> Während sich Beyer in der Bundesliga nicht durchsetzen konnte, stieg Nogly zu einem unverzichtbaren Bestandteil der HSV-Abwehr auf.

Datei:Anderlecht tegen HSV (finale Europa Cup II ) vreugde bij HSV na afloop, Bestanddeelnr 929-1737.jpg
Peter Nogly (rechts) mit Willi Reimann, Manfred Kaltz, Rudolf Kargus und Hans-Jürgen Ripp (v. l. n. r.) nach dem Sieg gegen RSC Anderlecht im Europapokal der Pokalsieger, 11. Mai 1977

1976 wurde der HSV Vizemeister und holte den DFB-Pokal 1975/76 mit einem 2:0 gegen den 1. FC Kaiserslautern, wobei Nogly den Treffer zum 1:0 erzielte. Der HSV war damit in der Saison 1976/77 im Europapokal der Pokalsieger vertreten. In diesem europäischen Wettbewerb bestätigte Nogly seinen Ruf als Eiche in der Abwehr, er war der Mannschaftskapitän.<ref>Als der HSV Europa stürmte. In: Hamburger Abendblatt. 6. Mai 2017, abgerufen am 20. März 2021.</ref> Der Hamburger SV gewann den Pokal gegen den belgischen Titelverteidiger RSC Anderlecht.

Es wurde der Titel in der Bundesliga 1979 gewonnen (Nogly war Kapitän der Meistermannschaft),<ref name=":0">Menschlich gesehen: „Eiche“ und Makrelen. In: Hamburger Abendblatt. 5. Juni 1979, abgerufen am 20. März 2021.</ref> in das Europacupfinale der Meister 1980 eingezogen und auch die Vizemeisterschaft in der Bundesliga konnte 1980 erreicht werden. Damit beendete Peter Nogly seinen Aufenthalt beim Hamburger SV und spielte im Anschluss in der North American Soccer League sowohl bei einem Team aus Kanada als auch bei einem in den USA.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Peter Nogly - Matches and Goals in Bundesliga.] RSSSF.org, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 3. März 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Nach seiner Zeit in Nordamerika spielte er ab September 1983 für Hertha BSC in der 2. Bundesliga, er hatte sich den Berlinern selbst angeboten und einigte sich mit der Mannschaft auf eine Bezahlung auf Leistungsbasis.<ref>Wechsel ohne Ablöse. (PDF) In: Hamburger Abendblatt. 21. September 1983, abgerufen am 9. November 2021.</ref> Im September 1984 wurde er im Alter von 37 Jahren vom damaligen Zweitligisten FC St. Pauli verpflichtet.<ref>St. Pauli will Demuth. In: Hamburger Abendblatt. 12. September 1984, abgerufen am 27. November 2021.</ref> Ende März 1985 zog sich Nogly eine schwere Knieverletzung zu,<ref>Aus ganz hartem Holz geschnitzt? In: Hamburger Abendblatt. 25. März 1985, abgerufen am 4. Januar 2022.</ref> er kehrte anschließend aufs Spielfeld zurück und schaffte im Juni 1986 mit St. Pauli den Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga.<ref>St. Pauli obenauf. In: Hamburger Abendblatt. 16. Juni 1986, abgerufen am 30. April 2022.</ref> Er spielte anschließend noch beim VfB Lübeck sowie für die HSV-Altliga und im Herbst 1990 beim SC Wentorf (Kreisliga).<ref>„Vergeßt das mit dem Herrn Nogly“. In: Hamburger Abendblatt. 30. Oktober 1990, abgerufen am 19. November 2022.</ref>

Auswahleinsätze

Im Jahr 1971 wurde in einer Partie gegen Albanien in der U-23 des eingesetzt. Zum Stammspieler in dieser Auswahl wurde er nicht. Trotz starker Bundesligaleistungen war angesichts von Spielern wie Wolfgang Weber, Klaus Fichtel und Georg Schwarzenbeck auch der Sprung in die A-Nationalelf Mitte der 1970er-Jahre kein einfacher.

Nogly spielte dann 1977 viermal in der deutschen Fußballnationalmannschaft. Bereits 1976 gehörte er ohne Einsatz dem Kader an, der in Belgrad nach der Finalniederlage im Elfmeterschießen gegen die Tschechoslowakei Vizeeuropameister wurde. Am 23. Februar 1977 bestritt Nogly bei einer 0:1-Niederlage in Paris gegen Frankreich dann seinen Einstand in der Nationalmannschaft. Es folgten im Anschluss nur noch drei weitere Begegnungen.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Peter Nogly - International Appearances.] RSSSF.org, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 3. März 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Erfolge

Datei:Nogly Peter wiki.JPG
Ehrung für Peter „Eiche“ Nogly vor dem Volksparkstadion in Hamburg.

Trainerlaufbahn

Bereits während seiner Zeit als HSV-Profi trainierte er den SC Egenbüttel.<ref name=":0" /> Von 1986 bis 1989 war er beim VfB Lübeck tätig, bei dem er zum Teil noch als Spielertrainer agierte. Er führte den VfB 1989 zum Gewinn der Meisterschaft in der Verbandsliga Schleswig-Holstein, wurde Mitte Juni 1989 aber vorzeitig entlassen, weil die Möglichkeit, in der Aufstiegsrunde den Sprung in die Oberliga zu schaffen, schwand.<ref>Nogly wurde entlassen. In: Hamburger Abendblatt. 14. Juni 1989, abgerufen am 30. Juli 2022.</ref> Von 1989 bis 1991 betreute der ehemalige Nationalspieler Eutin 08, mit dem ihm 1990 der Aufstieg in die drittklassige Amateur-Oberliga gelang. 1990/91 belegte die Mannschaft in der Oberliga Nord den 17. und damit vorletzten Platz.

Von 1991 bis 1995 war Nogly Übungsleiter beim SC Wentorf.<ref name=":1">1. SC Norderstedt. In: Sport Mikrofon/Hamburger Wochenblatt, Sonderheft Saison 2001/02. akut-Sportverlag, Hamburg 2001, S. 22.</ref> Zum Verein, bei dem er seine Laufbahn im Männerfußball begonnen hatte, dem 1. FC Phönix Lübeck, kehrte er im März 1995 zurück und blieb dort bis Februar 1997 verantwortlich.<ref name=":1" /> Im Anschluss betreute er bis Juni 2001 den TuS Hoisdorf.<ref name=":1" /> Für knappe eine Spielzeit (2001/02) war er beim 1. SC Norderstedt tätig. Daran schloss sich eine Saison 2002/03 beim SC Victoria Hamburg an. Ab 2004<ref>Verbandsliga: Gläser findet klare Worte. In: SportNord. 17. Juni 2006, abgerufen am 8. Juni 2021.</ref> folgte der FC St. Georg-Horn, mit dem er Meister der Landesliga Hansa 2004/2005 wurde und somit den Aufstieg in die Verbandsliga Hamburg erreichte.<ref>Landesliga Hansa: Nogly kein Ritter mehr! In: Sportnord. 6. Juni 2005, abgerufen am 8. Juni 2021.</ref>

Unter seinem ehemaligen Mitspieler Willi Reimann wirkte er als Assistenztrainer bei Al-Shaab in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Nach der Rückkehr in die Bundesrepublik trainierte Nogly 2006 bis 2008 den VfL 93 Hamburg.<ref>Verbandsliga: Nogly übernimmt VfL 93! In: Sportnord. 8. Juni 2006, abgerufen am 8. Juni 2021.</ref><ref>Hamburg-Liga: Die Wechsel-Spiele des Sommers. In: Sportnord. 23. Juni 2007, abgerufen am 8. Juni 2021.</ref> Unmittelbar darauf zeichnete er beim Wedeler TSV verantwortlich, den er im März 2010 verließ und mit dem er zuvor 2009 den Aufstieg in die Oberliga Hamburg geschafft hatte.<ref>Landesliga Hammonia: Nogly wird Wedel-Trainer. In: Sportnord. 13. Februar 2008, abgerufen am 8. Juni 2021.</ref><ref name=":3">Fußball: Peter Nogly hört in Wedel auf. In: Hamburger Abendblatt. 26. März 2010, abgerufen am 12. September 2024.</ref>

Seine bisher letzte Trainerstation hatte Nogly bei Hamm United. Im Frühling 2011 gab er dort den Interimstrainer.

Weiterer Werdegang

Beruflich wurde Nogly nach seiner Profizeit im Raum Lübeck als Spielhallenbetreiber tätig.<ref name=":3" /> Im Juli 2014 wurde Nogly Mitglied des Aufsichtsrates der HSV Fußball AG. Am 18. Januar 2017 trat er mit Wirkung zum 15. Februar 2017 von diesem Posten zurück.<ref>Hamburger-SV-Aufsichtsrat: Rechtsanwalt Andreas C. Peters ersetzt Peter Nogly sportal.de, 18. Januar 2017</ref>

Literatur

  • Fritz Tauber: Deutsche Fußballnationalspieler. Spielerstatistiken von A bis Z. AGON Sportverlag, Kassel 2012, ISBN 978-3-89784-397-4, Seite 92.
  • Christian Karn, Reinhard Rehberg: Enzyklopädie des deutschen Ligafußballs. Spielerlexikon 1963–1994. AGON Sportverlag, Kassel 2012, ISBN 978-3-89784-214-4, Seite 363.

Weblinks

Commons: Peter Nogly – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references/>

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