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Minuskel 205

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Manuskripte des Neuen Testaments
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Minuskel 205
Datei:Minuscule 205 (Gregory-Aland).jpg
Text Neues Testament
Sprache griechisch
Datum 15. Jahrhundert
Lagerort Biblioteca Marciana
Größe 39,8 cm × 28 cm
Typ Cäsareanisch, Byzantinisch
Kategorie V
Notiz gehört zu f1

Minuskel 205 (in der Nummerierung von Gregory-Aland, δ 500 von Soden) ist eine griechische Minuskelhandschrift des Neuen Testaments auf Pergament. Mittels Paläographie wurde es auf das 15. Jahrhundert datiert.<ref name = Aland>Kurt Aland, Michael Welte, Beate Köster, Klaus Junack: Kurzgefasste Liste der griechischen Handschriften des Neues Testaments. Walter de Gruyter, Berlin, 2., neubearbeitete und ergänzte Aufl. 1994, S. 59.</ref>

Beschreibung

Die Handschrift enthält den Text des Neuen Testaments auf 441 Pergamentblättern (39,8 cm × 28 cm).<ref name = Aland/> Die Reihenfolge der Bücher ist: Evangelien, Apostelgeschichte, Katholische Briefe, Paulusbriefe, Offenbarung. Die Seiten wurden einspaltig mit 55–56 Zeilen beschrieben.<ref name = Gregory>Caspar René Gregory: Textkritik des Neuen Testaments, Bd. 1. Hinrichs, Leipzig 1900, S. 167.</ref> Im Manuskript sind Prolegomena und Subscriptionen enthalten.<ref name = Gregory/> Der Text von Markus 16:8-20 ist mit einem Asterisk gekennzeichnet.

Text

Der griechische Text des Kodex repräsentiert den Cäsareanischen Texttyp in den Evangelien sowie den Byzantinischen Texttyp in den restlichen Büchern. Aland ordnete die Evangelien und die Offenbarung in Kategorie III ein. Den Rest der Handschriften ordnete er Kategorie V zu.<ref>Kurt und Barbara Aland: Der Text des Neuen Testaments. Einführung in die wissenschaftlichen Ausgaben sowie in Theorie und Praxis der modernen Textkritik. Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart, 2., ergänzte und erweiterte Auflage 1989, ISBN 3-438-06011-6, S. 167–171.</ref> In den Evangelien gehört das Manuskript zur Textfamilie 1.

Datei:Bessarion 1476.JPG
Bessarion als Kardinal. Zeitgenössisches Gemälde von Justus van Gent und Pedro Berruguete. Louvre, Paris

Geschichte

Das Manuskript wurde von Johannes Rhosus für Kardinal Bessarion († 1472) geschrieben. Rhosus arbeitete als Bibliothekar für den Kardinal. Im Jahre 1468 wurde es in die Bibliothek des Kardinals übersandt.<ref name = Gregory/> C. F. Rink hält das Manuskript in den Evangelien für eine einfache Kopie des Kodex 209.<ref name = Scrivener>Frederick Henry Ambrose Scrivener: A Plain Introduction to the Criticism of the New Testament. London 1861, S. 164.</ref>

Es wurde von Andreas Birch und John William Burgon untersucht.<ref name = Gregory/>

Zurzeit wird es in der Biblioteca Marciana (Gr. Z 5) in Venedig aufbewahrt.<ref name = Aland/>

Siehe auch

Einzelnachweise

<references/>

Bibliographie

  • K. Lake: Codex 1 of the Gospels and its Allies. Texts and Studies, VII 3 (Cambridge, 1902).

Weblinks