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Saga Hiro

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Datei:Aisin-Gioro Pǔjié and Lady Hiro Saga 1937 wedding photo.jpg
Pujie und Saga Hiro am Tag ihrer Hochzeit, dem 3. April 1937

Saga Hiro (jap. {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); * 16. April 1914 in Tokio; † 20. Juni 1987 in Peking) war die Ehefrau des Thronfolgers von Mandschukuo, Aisin Gioro Pujie, des Bruders von Kaiser Puyi. Nach ihrer Hochzeit nannte sie sich Mandschurisch Aisin Gioro Hiro bzw. mit chinesischer Lesung ihres Vornamens Aisin Gioro Hao (chinesisch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)).

Biographie

Ihre Familie Saga gehörte zum Kuge ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) (Hofadel) und war Teil des Ōgimachi-Sanjō-Klans ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), der wiederum Teil des Kan’in-Zweigs ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) der nördlichen Fujiwara war. Sie wurde als älteste Tochter des Markgrafen Saga Sanetō ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) geboren. Dessen Mutter war Nakayama Nanka, eine Großnichte des Meiji-Tennō; denn dessen leibliche Mutter, Nakayama Yoshiko, war eine Tochter von Nankas Großvater väterlicherseits, Nakayama Tadayasu.<ref name="sh" details="S. 18"></ref>

1936 machte Hiro ihren Abschluss an der damaligen Oberschule ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Kōtōka) des Gakushūin Women’s College.<ref name="sh" details="S. 16" />

Am 18. Januar 1937 wurde sie Prinz Pujie, dem jüngeren Bruder Kaiser Puyis, der an der japanischen Heeresoffiziersschule in Ichigaya graduiert wurde und die „Infanterieschule“ ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Rikugun hohei gakkō) in Chiba besuchte, in einem Omiai vorgestellt.<ref name="sh" details="S. 29" /> Pujie hatte ihr Foto aus einer Menge von der Kwantung-Armee ausgesuchten Kandidatinnen ausgewählt.<ref name="tsl" details="S. 201">Takie Sugiyama Lebra: Above the Clouds, Taschenbuchausgabe, Berkeley 1995, ISBN 0-520-07602-8</ref> Da sein Bruder Puyi ohne direkten Erben war, hatte die Heirat starke politische Implikationen, sollte die Beziehung zwischen Mandschukuo und Japan festigen und japanisches Blut in die mandschurische Kaiserfamilie einbringen.<ref group="Anm.">Wenn die folgende Heirat wirklich dem besseren Verständnis zwischen Japan und Mandschukuo dienen sollte, hätten sicher mehr Personen aus der japanischen Kaiserfamilie teilnehmen können, statt die Teilnehmerzahl „aus Kostengründen“ auf 500 zu begrenzen, sinniert Hiro in ihren Buch (S. 44).</ref>

Die Verlobungszeremonie fand am 6. Februar 1937 in der Botschaft von Mandschukuo in Tokio statt, die offizielle Heirat am 3. April im Soldatenhaus ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Gunjin kaikan), dem heutigen Kudan-Gebäude ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Kudan kaikan) am Kudanzaka in Tokio. Im Juli begann der Krieg zwischen China und Japan, ausgelöst durch den „Zwischenfall an der Marco-Polo-Brücke“, und im Oktober zogen beide in die Hauptstadt Mandschukuos, Xinjing, nachdem sie sich in Hōten ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), ほうてん, chinesisch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Pinyin {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), englisch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) nach etwa einem Monat wiedergesehen hatten.<ref name="sh" details="S. 54" />

1938 wurde ihre erste Tochter Aisin Goro Huisheng ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) / {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), jap. {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Aishinkakura Eisei) geboren und 1940 ihre zweite Tochter Yunsheng ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), jap. {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Aishinkakura Kosei).

Flucht nach Japan

Während der durch den Einmarsch der Sowjetunion in Mandschukuo ausgelösten Evakuierung von Mandschukuo wurden beide Ehepartner voneinander getrennt: Prinz Pujie floh zusammen mit Kaiser Puyi per Flugzeug mit Ziel Japan, Saga Hiro mit Kaiserin Gobulo Wanrong per Zug mit Zwischenziel Korea. Dieser Zug wurde Januar 1946 bei Dalizi von der chinesischen, kommunistischen 8. Marscharmee gestoppt. Ab April, wurden sie erst nach Changchun (das frühere Xinjing) überstellt, dann nach Jilin im Norden, bei dessen Bombardement durch die Kuomintang in das Gefängnis Yanji,<ref>Edward Behr: The Last Emperor. 1977, S. 268f.</ref> und schließlich nach Jiamusi.

Im Juli wurde sie dort freigelassen und erreichte im September Huludao, von wo aus sie nach Japan übersetzen wollte. Da Huludao allerdings von den Kuomintang besetzt war, reiste sie über Peking nach Shanghai. Im Januar 1947 erreichte sie von dort aus Japan. Diese Reise brachte ihr den Beinamen Ruten no Ōhi ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) – „umherwandernde Prinzessin“ – ein.

Leben in Japan

In Japan hatte sie keinen Kontakt mehr mit ihrem Ehemann, da dieser zusammen mit Puyi im Arbeitslager Fushun war. Erst als ihre älteste Tochter Huisheng einen bewegenden Brief an Zhou Enlai schrieb, wurde Saga Hiro und ihren beiden Töchtern der Briefkontakt mit dem Ehemann und Vater erlaubt. Am 10. Dezember 1957 wurden Huisheng und ein Kommilitone am Berg Amagi durch Pistolenschüsse getötet aufgefunden – vermutlich Doppelselbstmord aus Liebe.

1960 wurde Saga Hiros Ehemann freigelassen, und sie zog im darauffolgenden Jahr nach Peking. 1974, 1980, 1982, 1983 und 1984 kehrte sie noch fünfmal nach Japan zurück, bis sie 1987 in Peking starb. Jeweils eine Hälfte ihrer Asche sowie der von Huisheng wurde 1998 in den eigens für sie gebauten sessha (Zweigschrein) Aisin-Goro-Schrein ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Aishinkakura-sha) auf dem Gelände des Nakayama-Schrein in Shimonoseki überführt, in dem ihr Urgroßvater Nakayama Tadamitsu als Kami eingeschreint ist. Später kam auch ein Teil der Asche Pujies hinzu. Die jeweils andere Hälfte von beiden wurde am chinesischen Berg Miaofeng-shan ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) verstreut.

Autobiografien und Verfilmungen

1959 erschien ihre Autobiografie Ruten no Ōhi ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), dt. „Die umherwandernde Prinzessin“), die 1960 unter der Regie von Tanaka Kinuyo als Kinofilm unter dem Titel Die wandelnde Prinzessin umgesetzt wurde. Die Rolle Korinkakura Ryūko/Tatsuko<ref>genaue Lesung von {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) unklar</ref> ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); d. h. Aisin Gioro Hiro) wurde von Machiko Kyō gespielt, Futetsu ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); d. h. Pujie, der im japanischen Fuketsu ausgesprochen wird) von Eiji Funakoshi und Fubun/Fumon<ref>genaue Lesung von {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) unklar</ref> ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); d. h. Puyi) von Ryō Yōmei.

1984 erschien eine weitere Autobiografie „Ruten no Ōhi“ no Shōwa-shi. Maboroshi no „Manshū-koku“ ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), dt. „Die Shōwa-Historie ‚Die umherwandernde Prinzessin‘. Das trugbildhafte ‚Mandschukuo‘“; ISBN 4-391-10818-6), das zusätzlich noch den Selbstmordzwischenfall am Berg Amagi behandelt. 1992 erschien eine völlig neu überarbeitete Fassung namens Ruten no Ōhi no Shōwa-shi ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), dt. „Die Shōwa-Historie Die umherwandernde Prinzessin“; ISBN 4-10-126311-6). Diese wurde 2003 von TV Asahi als 2-teiliger Fernsehfilm Ruten no Ōhi – Saigo no Kōtei ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), dt. „Die umherwandernde Prinzessin – Der jüngere Bruder des letzten Kaisers“) umgesetzt. Diese benutzte die realen Namen, wobei Hiro von Takako Tokiwa, Pujie von Yutaka Takenouchi und Puyi von Wang Bozhao gespielt wurden.

Literatur

  • Edward Behr: The Last Emperor. Bantam, Toronto u. a. 1987, ISBN 0-553-34474-9.
  • Takie Sugiyama Lebra: Above the Clouds. Status Culture of the Modern Japanese Nobility. University of California Press, Berkeley CA u. a. 1993, ISBN 0-520-07600-1.

Einzelnachweise

<references />

Anmerkungen

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