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Zimtbauchamazilie

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Zimtbauchamazilie
Datei:Amazilia rutila 6233439.jpg

Zimtbauchamazilie (Amazilia rutila)

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Seglervögel (Apodiformes)
Familie: Kolibris (Trochilidae)
Gattung: Amazilia-Kolibris (Amazilia)
Art: Zimtbauchamazilie
Wissenschaftlicher Name
Amazilia rutila
(Delattre, 1843)

Die Zimtbauchamazilie (Amazilia rutila, Syn.: Ornismya cinnamomea), manchmal auch Rostamazilie oder Rost-Amazilie genannt, ist eine Vogelart aus der Familie der Kolibris (Trochilidae). Die Art hat ein großes Verbreitungsgebiet in den mittelamerikanischen Ländern Belize, Costa Rica, Guatemala, Honduras, El Salvador und Nicaragua und den nordamerikanischen Ländern Mexiko und USA. Der Bestand wird von der IUCN als „nicht gefährdet“ (least concern) eingeschätzt.

Merkmale

Die Zimtbauchamazilie erreicht eine Körperlänge von etwa 10 bis 11,5 Zentimetern. Der korallenrote Schnabel wird zwischen 19 und 24 Millimeter lang. Der Schwanz ist rotbraun und erreicht eine Länge zwischen 31 und 37 Millimetern. Der relativ große Kolibri zeichnet sich insbesondere durch seine zimtfarbene Unterseite aus. Die Krone, das Genick und die Oberseite sind hellgrün, eine Farbe, die im hinteren Teil bis zum Bürzel ins Grünlich-Bronzefarbene übergeht. Männchen und Weibchen sind sich im Federkleid und Verhalten sehr ähnlich. Kleinere farbliche Unterschiede gibt es hinsichtlich des Schnabels.<ref name="williamson158">Sheri L. Williamson u. a., S. 158f</ref>

Verhalten

Die Zimtbauchamazilie ist relativ aggressiv, was die Verteidigung ihres Reviers und der damit verbundenen Nektarquellen gegenüber anderen Kolibris oder Insekten angeht. Die Brutzeit liegt zwischen November und Februar bzw. im Juni und Juli. Im Westen Mexikos brüten Zimtbauchamazilien auch im September. Die kelchförmigen, gut getarnten Nester werden aus dünnen Pflanzenfasern, Federn und Tierhaaren gebaut.

Habitat

Man findet die Zimtbauchamazilie in Wäldern des Tieflands und mittlerer Höhenlagen. Der Vogel bevorzugt buschigen Untergrund in Kiefernwäldern, aber auch im Küstengebiet. Da sich die Art gut an menschliche Kulturlandschaften angepasst hat, kann sie auch in Gärten, Parks und Plantagen beobachtet werden.<ref name="jones139">H. Lee Jones u. a., S. 139f</ref>

Unterarten

Datei:Amazilia rutila map.svg
Verbreitungsgebiet der Zimtbauchamazilie

Bisher sind folgende vier Unterarten bekannt:<ref>IOC World Bird List Hummingbirds</ref>

  • Amazilia rutila corallirostris (<templatestyles src="Person/styles.css" />Bourcier & <templatestyles src="Person/styles.css" />Mulsant, 1846)<ref name="bourcier328">Jules Bourcier u. a., S. 328</ref>
  • Amazilia rutila diluta <templatestyles src="Person/styles.css" />van Rossem, 1938<ref name="rossem226">Adriaan Joseph van Rossem, S. 226</ref>
  • Amazilia rutila graysoni <templatestyles src="Person/styles.css" />Lawrence, 1867<ref name="lawrence404">George Newbold Lawrence, S. 404</ref>
  • Amazilia rutila rutila (<templatestyles src="Person/styles.css" />Delattre, 1843)<ref name="delattre1069">Adolphe Delattre, S. 1069</ref>

Die Unterart A. r. diluta findet man im Nordwesten Mexikos in den Bundesstaaten Sinaloa und Nayarit. Die Subspezies A. r. graysoni ist auf den Marias-Inseln zu finden. Im Westen und Südwesten Mexikos, in den Bundesstaaten Jalisco und Oaxaca, trifft man auf die Nominatform A. r. rutila. Die Unterart A. r. corallirostris kommt vom Süden und Südosten Mexikos, in den Bundesstaaten Chiapas und Yucatán, bis nach Costa Rica vor.

Etymologie und Forschungsgeschichte

Adolphe Delattre beschrieb die Zimtbauchamazilie unter dem Namen Ornismya rutila. Das Typusexemplar wurde von Pierre Adolphe Lesson (1805–1888), dem Bruder von René Primevère Lesson, in Acapulco gesammelt.<ref name="delattre1069" /> Später wurde die Art der Gattung Amazilia zugeordnet. Dieses Wort stammt aus einem Roman von Jean-François Marmontel, der in Les Incas, ou La destruction de l'empire du Pérou von einer Inkaheldin namens Amazili berichtet.<ref name="jobling43">James A. Jobling S. 43</ref> Der Artname rutila (von lateinisch rutilus für „golden rötlich, goldbraun“) bezieht sich auf die Gefiederfarbe<ref name="jobling344">James A. Jobling S. 344</ref>. Die Namen der Unterarten sind von der Schnabelfarbe (corallirostris von lat. corallinus für „korallenrot“ und rostrum für „Schnabel“)<ref name="jobling118">James A. Jobling S. 118</ref> und vom Gesamteindruck (diluta für „blass, hell, verdünnt“) abgeleitet<ref name="jobling136">James A. Jobling S. 136</ref>. Der Name graysoni ist Oberst Andrew Jackson Grayson (1819–1869) gewidmet, der das Typusexemplar in Mazatlán gesammelt hatte.<ref name="lawrence404" />

Literatur

  • Sheri Lynn Williamson, Roger Tory Peterson: A Field Guide to Hummingbirds of North America. Houghton Mifflin, Boston, Massachusetts 2002, ISBN 0-618-02495-6.
  • H. Lee Jones, Dana Gardner: Birds of Belize. Christopher Helm Publishers Ltd, London 2004, ISBN 0-7136-6760-5.
  • James A. Jobling: Helm Dictionary of Scientific Bird Names. Christopher Helm, London 2010, ISBN 978-1-4081-2501-4.
  • Adolphe Delattre: Oiseaux-Mouches nouveaux au peu connus, découverts au Gualimala. In: L'Echo Du Monde Savant (= 2). Band 7, Nr. 45, 1843, S. 1068–1070.
  • Jules Bourcier, Étienne Mulsant: Description de vingt espèces nouvelles d`oiseaux-mouches. In: Annales des sciences physiques et naturelles, d'agriculture et d'industrie. Band 9, 1846, S. 312–332 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).
  • George Newbold Lawrence: Descriptions of Six New Species of Birds of the Families Hirundinidae, Formicardiae, Tyrannidae, and Trochilidae. In: Annals of the Lyceum of Natural History of New York. Band 8, 1867, S. 400–405 (online [abgerufen am 3. Februar 2014]).
  • Adriaan Joseph van Rossem: A Northwest Race of the Cinnamon Hummingbird. In: The Condor. Band 40, 1938, S. 226–227 (Online [PDF; 196 kB; abgerufen am 3. Februar 2014]).

Weblinks

Commons: Zimtbauchamazilie – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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