Cabo de San Antonio
Lage von Cabo de San Antonio |
Das Cabo de San Antonio, valencianisch Cap de Sant Antoni, ist ein Kap im Südosten von Spanien an der nördlichen Costa Blanca, nahe der Stadt Jávea. Vom 162 m hohen Kap fallen steile, zum Teil senkrechte Felsen aus Kalkstein zum Meer ab.
Leuchtfeuer „Cabo de San Antonio“
Die nächsten Leuchttürme an der Küste stehen nach Norden auf dem Kap von Cullera und nach Süden auf dem Cabo de la Nao.<ref>puertos.es: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ayudas a la navegación (AtoN) – Centro de Datos ( vom 15. August 2012 im Internet Archive) (spanisch)</ref>
Archäologie
Nahe beim Leuchtturm sind Reste einer alten Parkanlage zu erkennen. Darin zeugen an einer Stelle noch wenige große, bearbeitete Natursteine und ein Bodenbelag aus Tonfliesen von einer Kapelle. Die Kapelle war dem Heiligen Antonius dem Großen (spanisch Antonio Abad) geweiht<ref>Josep Sendra i Piera und Rosa Seser i Pérez: Goigs i devocions tradicionals a Dénia. Ajuntament de Dénia, Denia 2001, S. 25, ISBN 84-920277-8-9</ref>, von dem das Kap seinen Namen erhielt. Erbaut wurde sie im letzten Drittel des 14. Jahrhunderts, umgestaltet im 16. Jahrhundert.<ref>José Gisbert, Historia y Patrimonia, in: Stübing Martínez und Estévez 1991. S. 74 f</ref>
Natur
Das Kap ist Teil des Naturschutzparkes Montgó (Parque Natural del Montgó). Unmittelbar nördlich vom Leuchtturm befindet sich eines von vier botanischen Mikroreservaten des Parkes (Microrreserva de flora, nach den Richtlinien von Natura 2000). Das knapp drei Hektar große Areal dient vorrangig dem Schutz von zwei typischen Pflanzengesellschaften.<ref>cma.gva.es: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Erlass des Umweltministeriums vom 4. Mai 1999 ( vom 13. Februar 2011 im Internet Archive) (spanisch)</ref> Die erste mit dem Namen Chritmo-Helichrysetum decumbentis ist eine Gesellschaft der unteren Bereiche von Steilhängen am Meer, die noch stark unter dem Einfluss des Salzwassers stehen. Daher wachsen dort Pflanzen, die mit einem höheren Salzeintrag zurechtkommen. Die zweite Pflanzengesellschaft, Hippocrepido-Scabiosetum saxatilis, wächst auf steilen Felsen und ist darauf spezialisiert, in Rissen und Spalten des Gesteins zu wurzeln. In beiden Gesellschaften sind einige endemische Pflanzenarten vertreten, deren Vorkommen zum Teil geographisch sehr eng begrenzt ist. So kommt die in Felsritzen wachsende Hufeisenkleeart Hippocrepis valentina weltweit nur im Norden der Provinz Alicante, im Umkreis von 50 km um das Kap vor.<ref>Manuel B. Crespo und Juan José Herrero-Borgoñón: Sobre algunos endemismos ibéricos presentes en las áreas setabenses. In: Flora Montiberica 12, 1999, S. 65–69 (https://www.researchgate.net/publication/28104177_Sobre_algunos_endemismos_ibericos_presentes_en_las_areas_setabenses)</ref> Die Unterwasserwelt zu Füßen des Kaps wurde 1993 zum Meeresreservat (Reserva Marina del Cabo de San Antonio) erklärt. Darin sollen verschiedene benthonische, also auf dem Meeresgrund lebende Gemeinschaften von Pflanzen und Tieren, geschützt werden. Vor allem befinden sich hier ausgedehnte Neptungraswiesen (Posidonia oceanica), die sich seither gut entwickeln und sogar ausbreiten konnten.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />La Reserva Marina del Cabo San Antonio ( vom 25. Juli 2010 im Internet Archive) (Stand 12. März 2009)</ref>
Wanderweg
Vom Kap aus führt der markierte Kurzwanderweg (1,9 km) PR-CV 355 durch die charakteristische Naturlandschaft zum Hafen von Jávea hinunter.
Literatur
- Gerardo Stübing Martínez und Antonio Estévez (Koordination): Estudio multidisciplinar del Parque Natural del Montgó (Alicante). Generalitat Valenciana, Agència del Medi Ambient, Valencia 1991, ISBN 84-7890-347-X
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
Koordinaten: 38° 48′ 7″ N, 0° 11′ 55″ O
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