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Karl Wilhelm Mayer

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Karl Wilhelm Mayer, auch Carl Wilhelm Mayer (* 25. Juni 1795 in Berlin; † 12. Februar 1868 ebenda), war ein deutscher Gynäkologe. Er wird wegen seiner neuen Untersuchungs- und Operationsmethoden, die er im Bereich der Gynäkologie einführte, als einer ihrer Begründer angesehen.

Leben

Werdegang

Mayer wurde 1795 als Sohn eines Stadtchirurgen und Geburtshelfers geboren und nahm 1813 im Alter von 14 Jahren als Freiwilliger an den Befreiungskriegen teil. Im Jahr 1814 begann er in Berlin Medizin zu studieren und wurde 1817 Assistent von Adam Elias von Siebold. Mayer promovierte 1821 mit dem Werk De polypis und eröffnete in Berlin eine gynäkologische Praxis. Er bot ab 1832 armen Frauen aus Berlin an, in seiner Praxis unentgeltlich behandelt zu werden. Mit anderen Ärzten gründete er 1833 die Gesellschaft Heimia. 1844 gründete er die heute noch bestehende Gesellschaft für Geburtshilfe und Gynäkologie in Berlin.

Datei:20180729 14995 DSC04726 Grabstätte Karl Wilhelm Mayer.jpg
Mayers Grabstätte auf dem Alten St.-Matthäus-Kirchhof

1840 bekam er den Titel Sanitätsrat verliehen, im Jahr 1846 den Titel Geheimer Sanitätsrat.

Familie

1824 heiratete er die Tochter des Bankassessors Martins in Berlin. Das Paar hatte zwei Söhne und fünf Töchter. Beide Söhne wurden Ärzte; Louis Mayer übernahm später die gynäkologische Klinik seines Vaters, der jüngere Sohn August erlag 1861 einer (Lungentuberkulose). Seine Tochter Ferdinande Amalie Rosalie (1832–1913) heiratete 1850 den Arzt Rudolf Virchow. Auch die Tochter Maria (1832–1908) heiratete einen Arzt, den Medizinalrat Ludwig Ruge (1812–1897), einen Bruder des Schriftstellers Arnold Ruge. Die Anatomen Carl Ruge und Hans Virchow sind Enkel Mayers.<ref>Andreas D. Ebert, Matthias David: Carl Wilhelm Mayer und die Gesellschaft für Geburtshilfe in Berlin. In: Andreas D. Ebert, Hans Karl Weitzel (Hrsg.): Die Berliner Gesellschaft für Geburtshilfe und Gynäkologie 1844–1994. De Gruyter, Berlin/Boston 1994, ISBN 3-11-013769-0, S. 11–24, hier: S. 17.</ref>

Grab

Mayer wurde auf dem Alten St.-Matthäus-Kirchhof in Berlin-Schöneberg bestattet. Das Grab ist seit 1958 als Ehrengrab der Stadt Berlin gewidmet.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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