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Leopoldo Torre Nilsson

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Datei:El Hijo del Crack Leopoldo Torre Nilsson.jpg
Leopoldo Torre Nilsson in 1953

Leopoldo Torre Nilsson (* 5. Mai 1924 in Buenos Aires; † 8. September 1978 ebenda) war ein argentinischer Filmregisseur, Filmproduzent und Schriftsteller. Mehrere seiner Filme entstanden nach Romanen seiner Ehefrau Beatriz Guido.

Leben

Nilsson war der Sohn des Regisseurs Leopoldo Torres Rios, einer der Pioniere des argentinischen Kinos, und May Nilsson, einer englischen Lehrerin schwedischer Abstammung.<ref>Alfredo Marino: EL CINE DE LEOPOLDO TORRE NILSSON. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 3. Juli 2009; abgerufen am 30. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Sein Onkel war der Kameramann und Regisseur Carlos Torres Rios. Schon mit 15 Jahren arbeitete Torre Nilsson bei Filmen seines Vaters mit, war zunächst Regieassistent und dann Drehbuchautor, Kameraassistent und 1950 erstmals Co-Regisseur seines Vaters.

Vorübergehend versuchte Torre Nilsson sich als Schriftsteller, sein Gedichtband Transito de la gota de agua erschien 1947. Im Jahr 1954 verantwortete er den ersten eigenen Film. 1957 heiratete er die Schriftstellerin und Drehbuchautorin Beatriz Guido, nach deren literarischen Vorlagen und mit ihr zusammen er mehrere Drehbücher schrieb.

Nilsson war einer der erfolgreichsten Regisseure Lateinamerikas. Sein erster großer Erfolg war 1957 Das Haus des Engels (La casa del angel), eine Adaption von einem im Buenos Aires der 1920er Jahre spielenden Roman seiner Frau. 1959 gründete er mit seiner Frau und dem Produzenten Néstor Gaffet die Produktionsgesellschaft Produciones Angel, wodurch er sich die künstlerische Unabhängigkeit sicherte. Seine Inszenierungen fanden weltweit Beachtung auf Filmfestivals als Abbild einer in sich erstarrten Gesellschaft. Sein letzter Film Das Versteckspiel hatte während der Regierung der Militärjunta Spielverbot, weil er die „neuen argentinischen ethischen und sozialen Werte verfehlt habe“.<ref>„Die Junta will die Beatles nicht“. In: Arbeiter-Zeitung. Wien,​ 19. Juni 1978, S. 8.</ref>

Filmografie (Auswahl)

Regie<ref>Leopoldo Torre Nilsson. In: Internet Movie Data Base. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 28. Juli 2010; abgerufen am 30. März 2026.</ref>

  • 1956: Der Protegé (El protegido)
  • 1957: Das Haus des Engels (La casa del angel)
  • 1958: Die sich selbst überlassen sind (El secuestrador)
  • 1959: Der Fall (La Caida)
  • 1960: Das Fest ist aus (Fin de fiesta)
  • 1960: Der beste Mann (Un guapo del 900)
  • 1961: Die Hand in der Falle (La mano en la trampa)
  • 1961: Haut in der Sonne (Piel de verano)
  • 1962: Setenta veces siete
  • 1968: Martín Fierro
  • 1970: El santo de la espada
  • 1971: Güemes, la tierra en armas
  • 1973: Los siete locos
  • 1974: Boquitas pintadas
  • 1975: Das Versteckspiel (Piedra libre)

Literatur

  • Luis Trelles Plazaola: South America Cinema. Dictionary of Film Makers („Cine sudamericano“). Editorial UPR, Rio Piedras 1990, ISBN 0-8477-2011-X.
  • Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Achter Band T – Z. David Tomlinson – Theo Zwierski, Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 14.
  • Hans-Michael Bock (Hg.): Lexikon Regisseure und Kameraleute. Rowohlt Taschenbuch Verlag GmbH Reinbek bei Hamburg 1999, ISBN 3 499 60651 8, S. 473 f.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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