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Trias (Berlin)

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Türme des Trias hinter den Stadtbahnbögen

Türme des Trias hinter den Stadtbahnbögen

colspan="2" style="background:#CEDAF2; color:#Vorlage:Standardfarbe;" | Daten
Ort Berlin-Mitte, Holzmarktstraße 15–17
Architekt Lucia Beringer, Gunther Wawrik
Bauherr Immobiliengesellschaft DG-Anlagen
Baujahr 1992–1996
Höhe 44 m
Grundfläche 3400 m²
Koordinaten 52° 30′ 47,9″ N, 13° 25′ 23″ OKoordinaten: 52° 30′ 47,9″ N, 13° 25′ 23″ O
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colspan="2" style="background:#CEDAF2; color:#Vorlage:Standardfarbe;" | Besonderheiten
drei Türme auf einem gemeinsamen 22 m hohen Sockel

Trias (auch: Trias Towers Berlin) ist ein dreigliedriger Gebäudekomplex am Nordufer der Spree im Berliner Ortsteil Mitte des gleichnamigen Bezirks, zwischen der Michaelbrücke und der Jannowitzbrücke gelegen. Er wurde 1992 bis 1996 als symbolisches Tor des Ostens für die Berliner Innenstadt von den Architekten Lucia Beringer und Gunther Wawrik entworfen und von einer privaten Immobiliengesellschaft finanziert.

Geschichte

Die Münchner Architektengemeinschaft Lucia Beringer und Gunther Wawrik hatte einen vom Käufer des Grundstücks, der Immobiliengesellschaft DG Anlagen GmbH (einer Tochter der DG Bank)<ref>Pariser Platz und Alexanderplatz laufen</ref> aus Frankfurt am Main, ausgeschriebenen Wettbewerb gewonnen. Sie lieferten Pläne für ein Geschäftshaus im Stil der Moderne mit einer geschwungenen Stahl-Glas-Fassade und orientierten sich an der traditionellen Berliner Traufhöhe (22 m). Die Architektur fügt sich in die vorhandene nahegelegene Wohnbebauung und den Verlauf der Trasse der Bahnanlagen ein und setzt mit den drei aus einem Sockel herausragenden Türmen zugleich bauliche Akzente. Der Eigentümer gewann mehrere Tausend Kleinanleger für die Mitfinanzierung des Baus. Als Bauherr und Auftraggeber fungierte die Firma Bauwert GmbH.

Die konkrete bauliche Umsetzung erfolgte durch mehrere große Firmen und Vergabe von Unteraufträgen für die Handwerkerleistungen. Franz Küng GmbH – Architekten und Generalplaner verfeinerten die architektonischen Entwürfe und waren an der Realisierung (Bauüberwachung) und Gesamtabrechnung beteiligt.<ref name="Trias-Küng"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Homepage Franz Küng (Memento vom 8. Februar 2005 im Internet Archive) abgerufen am 14. Mai 2009</ref> Die Ingenieurgesellschaft „Prof. Dr.-Ing. H. Müller-Kirchenbauer und Partner GmbH“ (MKP) übernahm die baulichen Vorbereitungsarbeiten Untergrunderkundungen, Boden- und Gründungsgutachten, spezialtiefbauliche Beratung, Überwachung der Schlitzwandarbeiten, Auswertung und Beurteilung von Setzungsmessungen, Gründungsberatung zur Abfangung des Bahnviadukts und stellte den Antrag auf wasserbehördliche Erlaubnis.<ref name="Trias-MKP">Müller-Kirchenbauer und Partner, abgerufen am 14. Mai 2009</ref> Der Firma Horn Orientierungssysteme oblagen insbesondere die Bauleitung und Projektsteuerung, das Corporate Design, die Markenentwicklung (Trias) und deren Anmeldung, die Werbe- und Lichtkonzeption sowie die Form-, Farb- und Materialauswahl.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Horn Orientierungssysteme (Memento vom 15. Dezember 2009 im Internet Archive) abgerufen am 14. Mai 2009.</ref> Unterauftragnehmer waren u. a. Knauf Gipssystemesowie Berliner Prüfingenieure.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vereinigung der Prüfingenieure für Standsicherheit mit Bild (Memento vom 30. Juni 2011 im Internet Archive) zur Mitwirkung an den Trias; abgerufen am 14. Mai 2009</ref>

Die Grundsteinlegung erfolgte am 4. Mai 1994 im Beisein des damaligen Berliner Bausenators Wolfgang Nagel.<ref name="Trias-BZtg">@1@2Vorlage:Toter Link/www.berliner-zeitung.deEin Tor zum Herzen der Berliner. (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Juni 2023. Suche im Internet Archive ) In: Berliner Zeitung, 5. Mai 1994; abgerufen am 14. Mai 2009</ref> Die Gesamtkosten für den 1996 fertiggestellten Trias-Gebäudekomplex betrugen 57,5 Millionen Euro.<ref name="Trias-Küng" />

Gebäude und Architektur

Der Gebäuderiegel längs der Holzmarktstraße zeigt drei in abgerundeter V-Form angeordnete markante Einzelgebäude. Diese sind jeweils 13 Stockwerke (44 Meter) hoch und miteinander durch einen sechsgeschossigen Sockel verbunden. Die Erdgeschosszone des Verbindungsbaus mit 33.000 m² Fläche<ref name="Trias-BZtg" /> ist zusammen mit sanierten und ausgebauten S-Bahn-Bögen als Fußgängerbereich gestaltet und bietet Platz für Ladengeschäfte und Dienstleister. Die Dachflächen des Sockels sind als „grüne Oasen“ für die Nutzer und Besucher des Trias angelegt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kurzinformationen zum Trias-Komplex (Memento vom 9. Mai 2009 im Internet Archive) berlin.de; abgerufen am 14. Mai 2009</ref> Der gesamte Gebäudekomplex besitzt drei Tiefgeschosse.<ref name="Trias-MKP" />

Die Grundfläche des gesamten Gebäudekomplexes beträgt 3.800 m²,<ref name="Trias-MKP" /> die Bruttogeschossfläche wird mit 48.000 m² angegeben<ref name="Trias-Küng" /> und die reine Mietfläche ist 25.780 m² groß.<ref name="Trias-BZtg" />

Nutzer

Datei:Trias building Berlin.jpg
Ansicht von Osten

Die Bürofläche der Trias-Towers dient seit August 2008 als neue Zentrale der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG). Die BVG hatte zuvor ihre alte Hauptverwaltung am Kleistpark in Schöneberg und ihre Immobilie Rosa-Luxemburg-Straße in Mitte verkauft, nutzte jedoch noch längerfristig einige Räumlichkeiten in der alten Hauptverwaltung.<ref>BVG-Zentrale zieht in die Trias-Tower. In: Berliner Morgenpost, 19. Juli 2007; abgerufen am 14. Mai 2009</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Pressemeldungen der BVG zur Verlegung der Firmenzentrale (Memento vom 22. März 2009 im Internet Archive); abgerufen am 14. Mai 2009</ref> Zuvor waren Hauptmieter die Deutsche Bahn AG und die Treuhand-Nachfolgegesellschaft TLG Immobilien.

Verwechslungsgefahr

Trias – aus dem Lateinischen Dreiheit oder Dreiklang – ist ein häufig benutzter Begriff für Unternehmen, Bauten oder Komplexe auch in Berlin. Das Trias-Gebäude ist nicht zu verwechseln mit der trias gGmbH, einer gemeinnützigen Gesellschaft für Arbeit, Gesundheit und Soziales in Berlin-Neukölln<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />trias. Gesellschaft für Arbeit, Gesundheit und Soziales mbH gemeinnützig (Memento vom 26. Juni 2012 im Internet Archive) Homepage trias gGmbH, abgerufen am 15. Januar 2016.</ref> und auch nicht mit der Stiftung Trias, die sich mit neuen Wohnprojekten im Zusammenhang mit Schenken, Stiften, Vererben beschäftigt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Homepage Stiftung Trias (Memento vom 16. März 2008 im Internet Archive)</ref> Im Internet finden sich noch weitere in Berlin tätige Unternehmen, die das Wort Trias in ihrem Firmennamen führen. Bereits im Jahr 2000 ist in Berlin-Wilmersdorf ein Bürohaus Trias fertiggestellt worden.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Bürohaus TRIAS, Berlin-Wilmersdorf (Memento vom 8. Februar 2005 im Internet Archive) Firma Standke mit Darstellung zum Bürohaus Trias in Wilmersdorf, abgerufen am 14. Mai 2009, erneut abgerufen am 15. Januar 2016.</ref> Außerdem wird ein ebenfalls um 2000 gebautes Gebäude der Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft Röver in Schmargendorf ebenfalls mit Trias-Kanzleigebäude bezeichnet.<ref>Homepage von eco-plan.net; ins Suchfenster Röver eingeben; abgerufen am 16. Januar 2016.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />eine kostenpflichtige Druckversion des Nachweises zum Trias-Kanzleigebäude; (Memento vom 15. Januar 2016 im Internet Archive) abgerufen am 15. Januar 2016.</ref>

Literatur

  • Arnt Cobbers: Architekturführer. Die 100 wichtigsten Berliner Bauwerke. 5., aktualisierte und erweiterte Auflage. Jaron-Verlag, Berlin 2006, ISBN 978-3-89773-135-6.

Weblinks

Commons: Trias – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />