Zum Inhalt springen

Nexdorf

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 31. Januar 2026 um 11:45 Uhr durch imported>SchlurcherBot (Bot: http → https).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Nexdorf
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(190)&title=Nexdorf 51° 38′ N, 13° 22′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(190) 51° 38′ 11″ N, 13° 22′ 16″ O
 {{#coordinates:51,636388888889|13,371111111111|primary
dim=10000 globe= name=Nexdorf region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code type=city
  }}
Höhe: 93 m
Einwohner: 190[Ohne Beleg]Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland/Wartung/NoEinwQuelle
Eingemeindung: 31. Oktober 2001
Postleitzahl: 03253
Vorwahl: 035327

Nexdorf (niedersorbisch: Něgojce) ist ein Ortsteil der Stadt Doberlug-Kirchhain im südbrandenburgischen Landkreis Elbe-Elster.

Lage

Datei:Nebelsieck Greischel 1910 100225 (Kreiskarte Buckowin ) a.jpg
Nexdorf (Kreiskarte, 1910)
Datei:KLG 0148 Nexdorf.jpg
Nexdorf, Luftaufnahme (2019)

Nexdorf liegt im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft etwa 16 Kilometer westlich von Doberlug-Kirchhain.

Geschichte

Datei:NEXDORF nieder.svg
Niederschlagsmittelwerte von Nexdorf für den Zeitraum von 1961 bis 1990

Ortsgeschichte

In der Nähe des Ortes befindet sich ein bronzezeitliches Hügelfeldgrab. Nexdorf wurde am 20. Dezember 1300 erstmals als „Nicransdorf“ urkundlich erwähnt. Möglich wäre auch die Zuordnung einer Urkunde von 1272 de Niczrazen. Andere Schreibweisen des Ortsnamens waren 1329 Nicrazstorf, 1431 Nyckesstorf, 1531 Nicklasdorf, 1541 Nexsdorff, Neckstorff. Der Ortsname kann als Dorf des Nikras gedeutet werden. Der sorbische Ortsname ist 1918 erstmals bei Arnošt Muka erwähnt.<ref>Walter Wenzel: Niederlausitzer Ortsnamenbuch. Domowina, Bautzen 2006, ISBN 3-7420-1996-1.</ref>

In einer überlieferten Urkunde (undatiert, etwa bis 1311) kaufte das Kloster Dobrilugk ein Mitbenutzerrecht an der neuen Mühle in Wahrenbrück von Otto IV. von Ileburg. Unbekannt ist das Alter der mittelalterlichen Landwehrs am Ort. Kurfürst Rudolf I. verkaufte 1329 den Ort an das Kloster Dobrilugk, in dessen Besitz das Dorf bis 1546 blieb.

In einem statistischen Bericht des kursächsischen Amtes Dobrilugk aus dem Jahr 1723 werden eine Kirche und fünfzehn Hufen erwähnt.<ref>Paul Troschke: Vierhundert Jahre Klassenkampf in unserer Heimat, Bände 1–5. In: brandenburg-abc.de. Verlag Betriebsparteiorganisation Kjellberg, 1966, abgerufen am 3. Juli 2015.</ref>

Bei einem Brand im Jahre 1816 wurde das Dorf zerstört. 1817 wurde die bis heute erhaltene Fachwerkkirche mit Holzturm errichtet. Der Ort ist hufeisenförmig um die Kirche angelegt. Ursprünglich war Nexdorf vermutlich ein Rundling. Die Kirche war eine Filiale von Buckowien. Später entstanden die Schule und ein Spritzenhaus auf dem Dorfplatz.<ref>Ernst Mucke: Bausteine zur Heimatkunde des Kreises Luckau. Luckau 1918.</ref> Im Zinsverzeichnis des Amtes Dobrilugk von 1740 wurde eine Mühle erwähnt, die aber nur wenige Jahrzehnte bestanden hat. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde eine Wassermühle im Ort errichtet. Diese Mühle hatte ein oberschlächtiges Wasserrad von etwa zwei Metern Durchmesser bei einer Breite von einem Meter. An der Mühle befand sich ein Teich als Wasserspeicher für den Mühlbetrieb. Später wurde ein Elektromotor eingebaut, der bei Wasserknappheit den Mahlbetrieb sicherstellen konnte. Durch Meliorationsarbeiten in den 1960er-Jahren wurde der Abfluss gestört, was letztlich zur Stilllegung der Mühle führte. Die Mühle wurde 1992 verkauft und ist seit dieser Zeit dem Verfall preisgegeben.

1973/73 wurde der neue Gemeindefriedhof eingeweiht. Mit dem Bau einer Wasserleitung wurde 1976 begonnen. Bis zum 31. Dezember 1998 befand sich in Nexdorf ein Messpunkt des Wetteramtes Potsdam.<ref>Marco Rademann: Die Nexdorfer Chronik. In: nexdorf.piranho.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 20. Februar 2007; abgerufen am 3. Juli 2015.</ref>

Eingemeindung

Nexdorf wurde am 1. Oktober 2001 nach Doberlug-Kirchhain eingemeindet.<ref>StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2001</ref>

Bevölkerungsentwicklung

Einwohnerentwicklung von Nexdorf ab 1875 bis 2009<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Historisches Gemeindeverzeichnis 2005 für Brandenburg (Memento des Vorlage:IconExternal vom 17. Juni 2009 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.statistik.brandenburg.de (PDF-Datei)</ref>
Jahr Einwohner Jahr Einwohner Jahr Einwohner Jahr Einwohner Jahr Einwohner
1875 238 1946 305 1989 217 1995 222 2009 190
1890 254 1950 313 1990 216 1996 208
1910 296 1964 229 1991 222 1997 211
1925 308 1971 239 1992 223 1998 203
1933 264 1981 215 1993 215 1999 211
1939 238 1985 215 1994 222 2000 211

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Datei:Nexdorf.JPG
Fachwerkkirche in Nexdorf
Datei:Nexdorfer Mühle.JPG
Die Wassermühle in Nexdorf 2009

Bauwerke

Auf dem Dorfanger befindet sich die Fachwerkkirche mit Holzturm.

Regelmäßige Veranstaltungen

Eine jährliche Veranstaltung ist neben dem traditionellen Osterfeuer das Dorf- und Feuerwehrfest im Juni.

Fußnoten

<references />

Weblinks

Commons: Nexdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Nexdorf in der RBB-Sendung Landschleicher vom 2. September 2018

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Ortsteile: Arenzhain | Buchhain | Dübrichen | Frankena | Hennersdorf | Lichtena | Lugau | Nexdorf | Prießen | Trebbus | Werenzhain

Gemeindeteile: Doberlug | Kirchhain

Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Hinweisbaustein