Kavalier der Straße
Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tageszeitungen „Kavalier der Straße“ im DVR war ein Zusammenschluss deutscher Tageszeitungen zur Förderung eines partnerschaftlichen Miteinanders im Straßenverkehr. Auf Vorschlag zeichnete sie vorbildliche Verkehrsteilnehmer als Kavalier der Straße aus.
Organisation
31 regionale und überregionale Tageszeitungen waren zuletzt in der Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen. Die Arbeitsgemeinschaft war Mitglied im Deutschen Verkehrssicherheitsrat und stand unter der Schirmherrschaft des Bundesverkehrsministers. Zusammenarbeit bestand mit dem ADAC und dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur. Zwei gewählte Sprecher, stets ein Journalist und ein Verleger, vertraten die Arbeitsgemeinschaft nach außen.
Geschichte
Im Jahr 1959 initiierten deutsche Zeitungsverlage die Aktion, um den Lesern ihrer Zeitung vorbildliche Verkehrsteilnehmer vorzustellen. Die Süddeutsche Zeitung, die schon einige Jahre zuvor mit der Aktion Kavalier am Steuer vorangegangen war, übernahm dabei eine Führungsrolle und führte dazu aus, Ziel sei „eine weitere Verbreitung jenes ritterlichen Geistes, der sich in selbstverständlicher Zuvorkommenheit und Hilfsbereitschaft aller Verkehrsteilnehmer auf unseren Straßen ausdrückt“.<ref>swr.de vom 22. Januar 2010 - Der Preis "Kavalier der Straße" wurde 1959 zum ersten Mal verliehen.</ref>
Die Aktion wurde Mitte 2025 eingestellt.<ref>Kavalier der Straße - Aktion wurde eingestellt. Abgerufen am 8. April 2026.</ref>
Tätigkeit
Seit der Gründung wurden mehr als 65.000 Verkehrsteilnehmer als „Kavalier der Straße“ ausgezeichnet.
Unter dem Titel „Vorfahrt für sicheres Fahren – Jugend übernimmt Verantwortung“ startete der „Kavalier der Straße“ im Frühjahr 2008 ein neues Projekt zur Verkehrserziehung in den Schulen. Es transportierte – per Tageszeitung – die Themen Verkehrssicherheit und partnerschaftliches Verhalten im Straßenverkehr in den Unterricht. Getragen wurde es vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat, den gewerblichen Berufsgenossenschaften, pädagogisch begleitet vom IZOP-Institut („Zeitung in der Schule“).<ref>Website zum Projekt auf der Website des IZOP-Institutes</ref>
Auszeichnung Kavalier der Straße
Die Ausgezeichneten erhielten eine Urkunde, eine Ehrennadel und eine Plakette und wurden in den Mitgliedszeitungen vorgestellt. Zur Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft waren jeweils die Kavaliere des vergangenen Jahres eingeladen. Vorschlagen konnte jeder Verkehrsteilnehmer jeden anderen. Verleihungsgründe waren etwa Hilfeleistungen nach Verkehrsunfällen, besonders rücksichtsvolles, partnerschaftliches Verhalten im Straßenverkehr, geistesgegenwärtiges Verhalten beim Verhindern von Unfällen oder Verhinderung von Unfallflucht.
Literatur
- Deutscher Verkehrssicherheitsrat, Arbeitsgemeinschaft Kavalier der Straße: Fünf Jahre Arbeitsgemeinschaft „Kavalier der Straße“ im Kuratorium „Wir und die Straße“. 1964.
- Arbeitsgemeinschaft „Kavalier d. Straße“ im Deutschen Verkehrssicherheitsrat: 10 Zehn Jahre Arbeitsgemeinschaft „Kavalier der Straße“ im Deutschen Verkehrssicherheitsrat e. V.: Dokumentation über e. Gemeinschaftsaktion westdt. Tageszeitungen zur Förderung d. gegenseitigen Rücksichtnahme u. Hilfsbereitschaft im Straßenverkehr. 1969.
Weblinks
- <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kavalier der Straße ( des Vorlage:IconExternal vom 23. Juli 2024 im Internet Archive)
Einzelbelege
<references/>