Zum Inhalt springen

Merencha

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 10. Oktober 2022 um 16:45 Uhr durch imported>Georg Hügler (Literatur).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
colspan="2" style="background:#Vorlage:Ägyptologie Farbe; color:inherit; padding: 0 .5em;"| Merencha in Hieroglyphen
style="background:#Vorlage:Ägyptologie Farbe; color:inherit; padding: 0 .5em;" | Neues Reich
<hiero>N36:N35-M12</hiero>
Mer-en-cha
Mr-n-ḫ3

Merencha (geschrieben auch Mer-en-cha) ist in der ägyptischen Mythologie der Name des gewundenen Wasserlaufes, der im Land Ta-djeser die in der Duat liegenden Regionen Sechet-iaru, Sechet-hetep sowie Sechet-tjau umschließt.

Merencha stellt als eine wahrscheinliche Gleichsetzung des Flammen- oder Messersees den Bereich der Wiedergeburt des Sonnengottes Re und der Verstorbenen dar. Aus einer Beischrift zu der Textpassage des Totenbuchs, die der Region Sechet-tjau in der Spätzeit den Namen gab, ist zu entnehmen, dass die Bewohner von Sechet-Iaru in der Lage sein können, wie Re am Gottesgeburtsplatz, einen Sonnenauf- und Sonnenuntergang zu vollziehen.

Nach Befähigung kann der Verstorbene an der täglichen irdischen Fahrt des Sonnengottes teilhaben; gleichzeitig kann er sich nach seiner Wiedergeburt im Wasser von Merencha in der gesamten Duat wie auch auf der Erde frei bewegen.

Literatur

  • Rolf Krauss: Astronomische Konzepte und Jenseitsvorstellungen in den Pyramidentexten. Harrassowitz, Wiesbaden 1997, ISBN 3-447-03979-5.
  • Bertha Porter, Ethel W. Burney, Rosalind L.B. Moss: Topographical bibliography of ancient Egyptian hieroglyphic texts, reliefs, and paintings. Vol. 1, The Theban necropolis. Part 1, Private tombs. Griffith Institut, Oxford 1994, ISBN 0-900416-15-7.