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Zuse Z2

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Datei:Zuse archive Z2.jpg
Patent der Zuse Z2

Die Zuse Z2, ursprünglich Versuchsmodell V2,<ref name="rojas">Raúl Rojas: The Z2 and the Cipher Machine. In: Konrad Zuse’s Early Computers. Springer Nature Switzerland, Cham 2023, ISBN 978-3-03139875-9, S. 81–87, doi:10.1007/978-3-031-39876-6_4 (springer.com [abgerufen am 8. Juni 2025]).</ref> war ein Prototyp eines Rechners von Konrad Zuse zum Test der Relaistechnik.

Die mechanischen Schaltglieder der Z1, Zuses erster Rechenmaschine, verhakten sich im Betrieb oft. Mit der Z2 wollte er prüfen, ob Relais zuverlässigere Bauelemente seien. Der Bau der Z2 war privat finanziert.<ref name="alumni" /> Er arbeitete an ihr abends und an den Wochenenden, wenn er nicht gerade für die Henschel Flugzeug-Werke arbeitete.<ref name="zuse" /> Zuse kaufte von Telefonfirmen ca. 200 gebrauchte Relais, mit denen er sowohl das Rechenwerk als auch die Programmsteuerungseinheit der Z2 baute.

Die Z2 wurde 1939 fertiggestellt. Sie besaß eine Taktfrequenz von rund 10 Hertz, ein binäres Festkommarechenwerk, welches Addition, Subtraktion und Multiplikation beherrschte,<ref name="rojas" /> einen 16-Bit-Speicher und wog 300 Kilogramm.<ref>Dr.-Ing. habil. Horst Konrad Zuse abgerufen am 24. Februar 2009</ref> Die Ausgabe erfolgte im Binärsystem.<ref name="alumni" />

Die Deutsche Versuchsanstalt für Luftfahrt hatte sich die Z2 im Herbst 1940<ref name="zuse"/> angeschaut und gab Zuse 25.000 RM (entspricht heute etwa 130.000 EUR<ref name="Inflation-4">Diese Zahl wurde mit der Vorlage:Inflation ermittelt, ist auf volle 10.000 EUR gerundet und vergleicht 1941 mit Januar 2026.</ref>), damit er die Z3 bauen konnte.<ref name="alumni" /> Bei der Demonstration ließ Zuse die Z2 Determinanten berechnen.<ref name="zuse">Konrad Zuse: Der Computer – Mein Lebenswerk. 5. Auflage. Springer, Heidelberg / Dordrecht / London / New York 2010, ISBN 978-3-642-12095-4, doi:10.1007/978-3-642-12096-1 (springer.com [abgerufen am 12. Oktober 2024]).</ref>

Wegen der Zuverlässigkeit elektrischer Relais setzte Zuse beim Bau seiner nächsten Rechenmaschine, der Zuse Z3, ausschließlich Relais ein.<ref name="alumni" /> Die Pläne und jegliche Fotos der Z2 wurden im Zweiten Weltkrieg durch Bombenangriffe auf Berlin 1943/1944 zerstört.<ref name="alumni">Kristina R. Zerges, S. Terp: Konrad Zuse. Der Vater des Computers. Hrsg.: Presse- und Informationsreferat der Technischen Universität Berlin (= Berühmte Alumni der Technischen Universität Berlin). omnisatz, Berlin.</ref>

Literatur

  • Raúl Rojas: The Z2 and the Cipher Machine. In: Konrad Zuse’s Early Computers. Springer Nature Switzerland, Cham 2023, ISBN 978-3-03139875-9, S. 81–87, doi:10.1007/978-3-031-39876-6_4 (springer.com [abgerufen am 8. Juni 2025]).

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Zuse-Rechner