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Pterocarpus

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Pterocarpus
Datei:Pteroc indic 071125 1716 ipb.jpg

Pterocarpus indicus

Systematik
Eurosiden I
Ordnung: Schmetterlingsblütenartige (Fabales)
Familie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Unterfamilie: Schmetterlingsblütler (Faboideae)
Tribus: Dalbergieae
Gattung: Pterocarpus
Wissenschaftlicher Name
Pterocarpus
Jacq.

Pterocarpus ist eine Pflanzengattung in der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae) innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae).

Einige Pterocarpus-Arten werden auch Sandelholzbäume oder Flügelfruchtbäume genannt, aber beide Trivialnamen werden auch für Arten anderer Gattungen verwendet: Sandelholzbäume für Arten aus der Familie der Sandelholzgewächse (Santalaceae), Flügelfruchtbäume für Arten der Familie der Flügelfruchtgewächse (Dipterocarpaceae). Flügelfrucht ist ein Begriff für geflügelte Diasporen (Verbreitungseinheiten), die vom Wind transportiert werden, siehe Meteorochorie.

Beschreibung

Datei:Pterocarpus indicus Blanco1.205.png
Illustration aus Francisco Manuel Blanco: Flora de Filipinas … von Pterocarpus indicus
Datei:Pterocarpus santalinus Taub128.png
Illustration von Pterocarpus santalinus mit Detaildarstellungen unter anderem der Frucht

Erscheinungsbild und Blätter

Die Pterocarpus-Arten wachsen als immergrüne bis laubabwerfende Bäume, selten Sträucher. Aus dem inneren Bereich tritt bei Verletzungen ein roter Saft aus. Viele der Arten bilden oft mächtige Brettwurzeln aus. Viele Arten führen in ihrem Holz und der Rinde ein rotes Kino. Sie werden darum im Englischen auch als Bloodwood bezeichnet.

Die unpaarig gefiederten Laubblätter sind bis zu 50 Zentimeter lang. Die Fiederblättchen stehen wechselständig bis fast gegenständig an der Blattrhachis. Es sind Nebenblätter vorhanden.

Blütenstände und Blüten

Es werden end- oder seitenständige, traubige oder rispige Blütenstände gebildet. Die Hochblätter sind nur klein.

Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kelchblätter sind zu einem glockenförmigen Kelch verwachsen, mit unterschiedlichen Kelchzähnen, von denen die oberen beiden mehr oder weniger verwachsen sind. Die Blütenkronen besitzen den typischen Aufbau der Schmetterlingsblüten. Die fünf Kronblätter sind gelb bis orangefarben. Die Fahne ist breit-eiförmig bis fast rund. Das Schiffchen ist kürzer als die beiden Flügel. Die beiden Kronblätter des Schiffchens sind höchstens wenig verwachsen. Es sind neun der zehn Staubblätter röhrig verwachsen oder die zehn Staubblätter stehen in zwei Gruppen zusammen. Das einzelne Fruchtblatt besitzt nur wenige Samenanlagen. Die Narbe ist klein.

Früchte und Samen

Die verholzten, kreisförmigen Hülsenfrüchte (Flügelfrüchte) bestehen aus einem meist nur einen, selten bis zu drei Samen enthaltenden, unterschiedlich dicken, zentralen Bereich und einem breiten ihn umgebenden Flügel; bei manchen Arten fällt der Flügel etwas kleiner aus. Diese Hülsenfrüchte öffnen sich nicht selbstständig. Der Samen besitzt ein kleines Hilum.

Datei:Andaman padauk 07.JPG
Brettwurzeln von Pterocarpus dalbergioides
Datei:Starr 070727-7640 Pterocarpus indicus.jpg
Junge Früchte von Pterocarpus indicus
Datei:PterocarpusMacrocarpus.jpg
Laubblätter und Blütenstände von Pterocarpus macrocarpus
Datei:Pterocarpus rotundifolius, bloeiwyse, Pretoria.jpg
Blütenstände von Pterocarpus rotundifolius
Datei:Pterocarpus santalinus in Talakona forest, AP W IMG 8099.jpg
Laubblätter und Borke von Pterocarpus santalinus

Systematik

Die Gattung Pterocarpus wurde 1763 durch Nikolaus Joseph von Jacquin in Selectarum stirpium Americanarum historia, ..., S. 283 aufgestellt. Der botanische Gattungsname Pterocarpus bedeutet „geflügelte Frucht“ und bezieht sich auf die ungewöhnliche Form der Hülsenfrüchte. Ein Synonym für Pterocarpus <templatestyles src="Person/styles.css" />Jacq. ist Phellocarpus <templatestyles src="Person/styles.css" />Benth.

Die Gattung Pterocarpus gehört zur Tribus Dalbergieae in der Unterfamilie der Faboideae innerhalb der Familie der Fabaceae.

Die Gattung Pterocarpus ist pantropisch verbreitet, wobei über die Hälfte in Afrika und Asien vorkommen. Die meisten Arten wachsen in den tropischen Regenwäldern; einige Arten sind auch in saisonalen Trockenwäldern, Sümpfen und Savannen anzutreffen.

Es gibt etwa 35 (25 bis 50) Pterocarpus-Arten:<ref name="ILDIS" />

Folgende Arten werden bei einigen Autoren nicht mehr dieser Gattung zugeordnet:<ref name="GRIN" />

  • Pterocarpus australis <templatestyles src="Person/styles.css" />Endl.Callerya australis <templatestyles src="Person/styles.css" />(Endl.) Schot
  • Pterocarpus cultratus <templatestyles src="Person/styles.css" />Vell.Lonchocarpus cultratus <templatestyles src="Person/styles.css" />(Vell.) A.M.G.Azevedo & H.C.Lima
  • Pterocarpus falcatus <templatestyles src="Person/styles.css" />Vell.Poecilanthe falcata <templatestyles src="Person/styles.css" />(Vell.) Heringer
  • Pterocarpus frutescens <templatestyles src="Person/styles.css" />Vell.Dalbergia frutescens <templatestyles src="Person/styles.css" />(Vell.) Britton
  • Pterocarpus gummifera <templatestyles src="Person/styles.css" />Bertero ex DC.Ateleia gummifera <templatestyles src="Person/styles.css" />(Bertero ex DC.) D.Dietr.
  • Pterocarpus lunatus <templatestyles src="Person/styles.css" />L. f.Machaerium lunatum <templatestyles src="Person/styles.css" />(L. f.) Ducke
  • Pterocarpus niger <templatestyles src="Person/styles.css" />Vell.Dalbergia nigra <templatestyles src="Person/styles.css" />(Vell.) Allemão ex Benth.

Nutzung

Einige Pterocarpus-Arten sind wirtschaftlich wichtige Nutzhölzer. Ihr Holz wird vor allem für den Musikinstrumentenbau, die Furnier- und Möbelherstellung verwendet. Beispiele sind die aus Südostasien stammenden Zitan oder Manila-Padouk, Narrabaum (Pterocarpus indicus) und Burma-Padouk (Pterocarpus macrocarpus); die afrikanischen Arten Muninga oder Afrikanisches Padouk (Pterocarpus angolensis) und Afrikanisches Padouk oder Korallenholz (Pterocarpus soyauxii).

Die Rinden-Inhaltsstoffe (Flavonoide) von Malabarkino (Pterocarpus marsupium) aus Südindien hatten früher pharmazeutische Bedeutung. Aus dem in Mittelamerika beheimateten Drachenblutbaum, palo de sangre (Pterocarpus officinalis) wird eine weitere Kinoart, ein Drachenblutharz gewonnen, das wegen seiner blutstillenden Wirkung medizinische Bedeutung hat. Es wurden auch noch aus Pterocarpus angolensis, Pterocarpus erinaceus sog. Afrikanisches Kino hergestellt.<ref>M. Bergmann, H. Gnamm, W. Vogel: Die Gerbung mit Pflanzengerbstoffen: Gerbmittel und Gerbverfahren. 2. Band, Springer, 1931, ISBN 978-3-7091-5982-8, S. 84.</ref>

Quellen

Literatur

  • R. K. Brummitt, D. K. Harder, G. P. Lewis, J. M. Lock, R. M. Polhill, B. Verdcourt: Leguminosae. In: Flora Zambesiaca. Volume 3, Part 3, 2007: online.
  • Franz von Bruchhausen, Hermann Hager, Wolfgang Blaschek, G. Heubl, G. Abel, Eberhard Teuscher: Hagers Handbuch der pharmazeutischen Praxis. 5. Auflage. Springer, 1998, ISBN 3-540-61619-5, S. 412–423 (Pterocarpus auf S. 412–423 in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).

Einzelnachweise

<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. </ref> <ref name="ILDIS">

Datenblatt bei International Legume Database Information Service =  ILDIS - LegumeWeb - World Database of Legumes, Version 10.38 vom 20. Juli 2010.

</ref> </references>

Weblinks

Commons: Pterocarpus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien