Geisterschicht
Das Wort Geisterschicht bezeichnet ein standardisiertes Arbeits-Zeitintervall, in dem in einem Betrieb oder einer Organisationseinheit ausschließlich oder nahezu ausschließlich Maschinen arbeiten. Dies kann sogar ohne menschliche Aufsicht geschehen. Die Arbeitsergebnisse entstehen also wie von Geisterhand, weswegen für diesen Vorgang der Begriff der Geisterschicht benutzt wird.
Geisterschichten werden oft nachts eingesetzt, damit menschliche Arbeiter nicht nachts arbeiten müssen. Die nächtliche Schicht wird dann tagsüber von menschlichen Arbeitern vor- beziehungsweise nachbearbeitet.<ref name="tr-online"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Hochproduktives Handling mit Servo-gesteuerten Robotern. ( vom 24. Februar 2009 im Internet Archive)</ref> Diese „mannlose“ Fertigung wird insbesondere auch bei eintönigen, wiederkehrenden Arbeitsvorgängen wie Holzschleifen eingesetzt. Dabei liegt die Produktivität der Roboter deutlich höher als die von menschlichen Arbeitskräften.<ref>Automaten fahren eine Geisterschicht. In: Handelsblatt Online. 29. Mai 2008, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 28. Dezember 2013; abgerufen am 12. September 2025.</ref>
Literatur
- Stefan Hesse: Maschinen in der Geisterschicht. Flexible Automatisierung – Warum und Wie? Urania-Verlag, 1987, ISBN 978-3-332-00182-2.
- Klaus Brankamp: Produktion in Geisterschicht. 2. Auflage. Cornelsen Verlag GmbH + C, Essen 1980, ISBN 978-3-7736-0190-2.
Weblinks
- Automaten fahren eine Geisterschicht. In: Handelsblatt Online. 29. Mai 2008, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 28. Dezember 2013.
Einzelnachweise
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