Zum Inhalt springen

Minstrels

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 14. April 2026 um 19:48 Uhr durch ~2026-22889-88 (Diskussion) (Biografische Angaben zu einer öffentlich bekannten Musikerpersönlichkeit).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Minstrels
Allgemeine Informationen
Herkunft
Genre(s) Folk, Popmusik
Aktive Jahre 1967–1974
Auflösung
Website
Letzte Besetzung
Dani Fehr († 2021)
Mario Feurer († 2024)
Pepe Solbach

Die Minstrels waren eine Schweizer Musikgruppe. Sie bestand aus Daniel «Dani» Fehr (Klavier, Banjo), Mario Feurer (Geige) und Pepe Solbach (Gitarre, Stimme). Bekannt wurden sie durch das Stück Grüezi wohl, Frau Stirnimaa!, das teilweise als «heimliche Nationalhymne der Schweiz» gilt.<ref>Stefan Künzli: Musikhistorische Sensation - «Grüezi wohl, Frau Stirnimaa» ist nicht nur die heimliche Nationalhymne - die Frau war auch eine Italienerin. In: St. Galler Tagblatt. 8. Januar 2021, abgerufen am 4. Dezember 2024.</ref>

Bandgeschichte

1967 fand sich die Band in Zürich zusammen. Zunächst zogen sie als Wandermusikanten in Minnesängerkostümen durch Zürichs Gaststätten, mit einem Repertoire aus Folk, Blues und Schweizer Volksmusik. Ein Fernsehauftritt im Rahmen der OLMA in St. Gallen im Oktober 1969 machte sie mit einem Schlag bekannt. Grüezi wohl, Frau Stirnimaa! zog wenige Tage später in die Schweizer Hitparade auf Platz 2 ein, wo es sich siebzehn Wochen ununterbrochen in den Top 10 hielt, zehn Wochen davon auf Platz 1.<ref>Die Minstrels – Grüezi wohl, Frau Stirnimaa! Abgerufen am 25. April 2022.</ref> Es platzierte sich in Deutschland (Platz 3) und Österreich (Platz 5) und verkaufte sich in 27 Ländern 1,5 Millionen Mal.

Ende 1970 kauften und bezogen die drei Musiker ein 16-Zimmer-Haus im Tobel in Trogen. Im Keller wurde ein Studio eingebaut, das für Aufnahmen genutzt wurde.<ref>Christoph Merian: Die Minstrels Grüezi wohl Frau Stirnima, von Trogen bis nach Afrika. In: Museum für Lebensgeschichten. 3. Mai 2008, abgerufen am 25. April 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 1971 brachten die Minstrels ihr Debütalbum Chrüsimüsi (Schweizerdeutsch für «Durcheinander») heraus. Die Band gab zahlreiche Konzerte und trat in Fernseh- und Kinofilmen auf. Eine dieser Gastrollen bestand aus einem Wirtshaus-Auftritt in Was ist denn bloß mit Willi los? Im Film ist Willis (Heinz Erhardts) Vermieterin die von den Minstrels besungene Frau Stirnimaa, dargestellt von Helen Vita.

An den kommerziellen Erfolg ihres ersten Hits konnten die Minstrels nicht mehr anknüpfen. 1970 erreichte die Single Hopp de Bäse! den 2. Platz in den Schweizer Charts und hielt sich dort vier Wochen in den Top 10.<ref>Hopp de Bäse! in den Schweizer Charts</ref> 1974 löste sich die Gruppe auf. Später erschien Grüezi wohl, Frau Stirnimaa vor allem auf Party-Samplern. Im Jahr 2001 kam der Titel in einer Remix-Version des Produzenten Carlos Perón heraus.

Spätere Aktivitäten

Mario Feurer zog sich nach zwei weiteren Bandprojekten aus der Musikszene zurück.<ref name="2012-10-22blick">Tom Wyss: Grüezi wohl, Herr Stirnimaa! In: Blick. 22. Oktober 2012, abgerufen am 2. Februar 2018.</ref>

Pepe Solbach gründete mit Dodo Hug und Christoph Marthaler die experimentelle Theatergruppe «Tarot»<ref>Eintrag zu Christoph Marthaler im Theaterlexikon der Schweiz</ref> und komponierte die Filmmusik zu dem Film «De Grotzepuur».<ref>Pepe Solbach - Originalmusik Aus Dem Schweizer Dialekt-Farbfilm De Grotzepuur. Abgerufen am 25. April 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Dani Fehr war mit dem Volksmusiktrio «Gad’ase» musikalisch tätig, lebte in Wald AR und betrieb neben der musikalischen Tätigkeit eine kleine Druckerei. 2008 trat dieses Trio gemeinsam mit Solbach, der Anekdoten aus der Bandgeschichte der Minstrels erzählte, in der Schweiz auf.<ref name="2008-07-02tagblatt">Gad ase. In: St. Galler Tagblatt. 1. Juli 2008, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 3. Februar 2018; abgerufen am 2. Februar 2018.</ref> Dani Fehr starb am 4. Oktober 2021.<ref>Daniel Leutenegger: Der Schweizer Musikant Dani Fehr ist gestorben. Ch-cultura.ch. 13. Oktober 2021, abgerufen am 12. August 2022.</ref>

Mario Feurer verstarb im Oktober 2024 im Alter von 82 Jahren.<ref>Pascal Unternährer, David Sarasin: Der Komponist von «Grüezi wohl, Frau Stirnimaa!» ist tot. In: Tagesanzeiger. 16. Oktober 2024, abgerufen am 16. Oktober 2024.</ref>

Diskografie

Lua-Fehler in package.lua, Zeile 80: module 'Module:Musikcharts/countries' not found

Alben

  • 1971: Chrüsimüsi
  • 1976: Grüezi wohl, Frau Stirnimaa

Singles

  • 1969: Grüezi wohl, Frau Stirnimaa!
  • 1970: Hopp de Bäse!
  • 1970: Dodo

Filmografie

Weblinks

Einzelnachweise

<references />