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Ana Novac

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Ana Novac

Ana Novac (* 1929 in Dej, Rumänien<ref>Laut Dokumenten, die CNSAS (Rumäniens Nationalrat für die Analyse der Securitate Dokumente) aufbewahrt, wurde sie am 21. Juni 1924 geboren. (https://www.rfi.ro/social-57621-o-victima-colaterala)</ref>; † 31. März 2010 in Paris) war eine rumänische Schriftstellerin, die als Jugendliche die Shoa in verschiedenen deutschen Konzentrationslagern überlebte. Seit 1965 lebte sie in Paris.

Leben

Als Zimra Harsányi geboren,<ref>Michael Harris: A Girl’s Horrifying Experience Resurrected. In: LATimes.com. 25. August 1997, abgerufen am 16. Juli 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> wurde sie mit 11 Jahren durch die Annexion Siebenbürgens ungarische Staatsbürgerin. Im Sommer 1944 wurde sie vierzehnjährig als Jüdin ins KZ Auschwitz deportiert, wo sie Nummer A-17587 war.<ref>Jenny Hoch: KZ-Überlebende Ana Novac: Horror ist, wenn man trotzdem lacht. In: Der Spiegel. 23. Mai 2009, abgerufen am 16. Juli 2022.</ref> Sie führte ein Tagebuch, das ihre Gefangenschaft dort, im KZ Płaszów und anderen Lagern dokumentiert. Es wurde 1966 in Ungarn veröffentlicht (deutsch Die schönen Tage meiner Jugend, 1967) und bildet als authentisches Zeugnis des Lagerlebens ein literarisches Pendant zum Tagebuch der Anne Frank.

1945 kehrte sie nach Rumänien zurück, wo sie in den 1950er Jahren erste Erfolge als Bühnenautorin erlebte. 1957 wurde sie mit dem rumänischen Staatspreis ausgezeichnet, geriet aber zunehmend ins Visier des kommunistischen Regimes. In den 1950ern war sie mit Paul Schuster verheiratet.<ref>Elena-Irina Macovei: Ana Novac. In: Halbjahresschrift für südosteuropäische Geschichte, Literatur und Politik. 13. Februar 2012, abgerufen am 16. Juli 2022 (Hinweise zum 9. Januar 1959 und zum 17. September 1962).</ref> 1963 reiste sie nach Ungarn aus, was ihr durch die Heirat mit einem ungarischen Journalisten möglich war, dann weiter nach West-Berlin, und endlich 1965 nach Paris.<ref>Valentina Glajar, Alison Lewis, Corina L. Petrescu (Hrsg.): Cold War Spy Stories From the Cold War. University of Nebraska Press, 2019, ISBN 978-1-64012-187-4.</ref>

Werke

  • Les beaux jours de ma jeunesse. Aus dem Ungarischen von Jean Parvulesco. Julliard, Paris 1968. Wieder unter dem Titel J’avais quatorze ans à Auschwitz. Presses de la Renaissance, Paris 1982
    • Neufassungen, von Novac überarbeitet, gleicher Titel wie 1968: Balland, Paris 1992, ISBN 2-7158-0956-5; ebd. 1997 ISBN 2-7158-1116-0; Gallimard, Paris 1999, ISBN 2-07-040320-3
    • Aus dem Ungarischen A péboly hétköznapjoi von Barbara Frischmuth: Die schönen Tage meiner Jugend. Rowohlt, Reinbek 1967<ref>Mit „Lebenslauf anstatt eines Vorworts“, S. 5–8, Text von 1965. Ganzseitig s/w Frontispiz mit Namenszug.</ref>
    • Aus dem Französischen von Eva Moldenhauer, gleicher Titel, Schoeffling, Frankfurt 2009, ISBN 3-89561-415-7<ref>Nach der von Novac selbst überarbeiteten französischen Neufassung samt neuem Vorwort von 2008.</ref><ref>Ana Novac: Literatur: „Wie ein Zug auferstandener Mumien“: Auszug aus Ana Novacs Tagebuch aus Auschwitz. In: Die Zeit. Nr. 9/2009, 19. Februar 2009, S. 32, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 22. Dezember 2009; abgerufen am 16. Juli 2022.</ref>
  • Le maître de Trésor. Balland, 2002, ISBN 2-268-04340-1
  • Les noces de Varenka. Calmann-Lévy, 1996, ISBN 2-7021-2491-7
  • Comme un pays qui ne figure pas sur la carte. Balland, Paris 1992
  • Un lit dans l’hexagone. Calmann-Lévy, 1993
  • Si j'étais un bébé-phoque, ou les souvenirs d’un zombie. Les Temps Modernes, Paris, Oktober 1976
  • Le complexe de la soupe. Éd. L’Avant-Scène, Paris
  • Cap sur la Lune. Le Méridien Éditeur, 1989
  • Les accidents de l’âme, Balland, Paris, 1991
  • Le grabat. 1988
  • Nocturne. 1984
  • La Porte. 1971
  • Un nu déconcertant. Expression latine, 1970

Weblinks

Einzelnachweise und Anmerkungen

<references />

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